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VTZ muss Einzug ins Pokal-Finalturnier teuer bezahlen

VTZ muss Einzug ins Pokal-Finalturnier teuer bezahlen

Nur verhalten ist die Freude bei der VT Zweibrücken-Saarpfalz über das Erreichen des Final-Four des saarländischen Handballpokals. Drei Spieler verletzten sich am Samstag beim Halbfinalturnier Diefflen.

Für die Oberliga-Handballer der VT Zweibrücken ging es im letzten Spiel um nichts mehr. Der Einzug ins Final-Four des saarländischen Handballpokals stand nach zwei Siegen bereits fest. Und doch ging es in der dritten Begegnung noch einmal heiß her. Denn Ligakonkurrent Illtal musste ums Weiterkommen zittern, brauchte jeden Treffer. Dementsprechend hart gingen die Gegner, die sich am Ende mit 26:23 (14:12) durchsetzten, zu Werke. "Es war schon rustikal", erzählt der VTZ-Vorsitzende Jörg Clemens. So musste Philip Wiese einen Schlag gegen den Kehlkopf einstecken, sein Gegenüber flog mit Rot vom Feld. Doch auch der Zweibrücker Kapitän musste kurze Zeit später runter, er verletzte sich am Knie. "Insgesamt gehen wir mit drei Verletzten aus dem Turnier", beklagt Clemens. Neben Wiese traf es Max Ulbrich, der sich mit starken Rückenbeschwerden durch die drei Spiele kämpfte sowie Raimonds Trifanovs, der sich eine Zerrung zuzog und gegen Illtal schon nicht mehr auflaufen konnte. "Das ist sehr bitter, zumal Philip und Max sich gerade erst von ihren Verletzungen erholt hatten." Wie stark die Verletzung des Mannschaftsführers ist, ist unklar. Das Innenband am Knie scheint betroffen, aber nicht gerissen. "Wir hoffen, dass der Meniskus nichts abbekommen hat, das erfahren wir erst diese Woche." So muss die VTZ den Einzug ins Pokalfinale am Ostermontag in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle teuer bezahlen. "Das hat sich für uns nicht gelohnt, wenn die drei Spieler am Wochenende fehlen - das Verletzungspech lässt uns einfach nicht los." Und das, wo bereits am Freitag das erste Ligaspiel des neuen Jahres zuhause gegen Merzig ansteht.

Dabei verlief der Start in das Pokal-Halbfinale in Diefflen so gut für die Mannschaft von Trainer Mirko Schwarz. Gegen den Verbandsliga-Zweiten Ottweiler /Steinbach gab sich sein Team keine Blöße. Schnell ging die VTZ mit 6:0 in Führung. Danach ließ das Team die Zügel zwar etwas schleifen, Ottweiler kam auf 7:9 heran. Doch Zweibrücken zog das Tempo wieder an und so Punkt um Punkt bis zur Halbzeit auf 13:8 weg. "Auch danach ließen wir nichts mehr anbrennen", sagt Clemens. So setzte sich der Oberligist nach den 40 Minuten mit 27:19 durch. Das zweite Spiel gegen den Saarlandligisten des HC Dillingen/Diefflen verlief ähnlich souverän. Die VTZ führte stets mit drei, vier Toren. Bis zur Schlusssirene hatten sich die Zweibrücker einen Elf-Tore-Vorsprung herausgeworfen (23:14). Dann folgte die Niederlage gegen Illtal. Zunächst bestimmte die VTZ auch diese Partie, lag mit 7:3 in Front. "Durch die Härte des Gegners haben wir uns aus dem Konzept bringen lassen." So zog Illtal in der zweiten Hälfte bis auf fünf Treffer weg. "Die waren unter Zugzwang", erklärt der VTZ-Vorsitzende. Die Zweibrücker kämpften sich noch mal bis auf 22:24 ran, doch Illtal konnte seine Führung behaupten. "Die vollere Illtaler Bank war für mich ausschlaggebend, wir konnten nicht mehr reagieren." Durch den Sieg zog auch der zweite Oberligist ins Finale ein. Dillingen/Diefflen musste sich um ein Tor geschlagen geben.

Zum Thema:

Auf einen BlickVTZ-Tore gegen Ottweiler /Steinbach: Kiefer 5/1, Wiese 4, Mokris 4, Trifanovs 4, Kaufeld 3, Ulbrich 2, Stauch 2, Mazar 2, Galla 1.VTZ-Tore gegen Dillingen/Diefflen : Wiese 7, Kiefer 6/4, Rauch 2, Kaufeld 2, Stauch 2, Ulbrich 1, Mokris 1, Galla 1, Trifanovs 1.VTZ-Tore gegen Illtal: Kiefer 7/3, Mazar 5, Ulbrich 4, Mokris 3, Galla 3, Kaufeld 1. ski