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VTZ legt nach der Pause den Turbo ein und bezwingt Dansenberg

Handball-Oberliga : VTZ legt nach der Pause den Turbo ein

Die Oberliga-Handballer der VTZ Saarpfalz tun sich gegen Aufsteiger Dansenberg lange schwer – gewinnen dank einer starken zweiten Hälfte aber souverän.

Nach zwei Niederlagen in Folge hat die VTZ Saarpfalz in der Handball-Oberliga am Freitag wieder einen Sieg gefeiert. Mit 28:22 (11:11) bezwang die VTZ den Aufsteiger TuS Dansenberg II, der sich aber in den ersten 30 Minuten als richtig harte Nuss erwies. Großen Anteil am Erfolg der Zweibrücker vor 136 Zuschauern in der heimischen Westpfalzhalle hatte Rückraumspieler Tom Paetow, der zehn Tore, (vier Siebenmeter) erzielte.

„Insgesamt war es ein verdienter Sieg meiner Mannschaft. Wir hätten höher gewinnen können, auch wenn wir uns am Anfang schwer getan haben. Dansenberg hat das heute aber auch nicht schlecht gemacht“, zollte VTZ-Trainer Danijel Grgic dem Gegner Respekt. Die junge Mannschaft des Aufsteigers zeigte eine couragierte Leistung und konnte den Absteiger aus der 3. Liga lange ärgern. In der zweiten Halbzeit hatte der TuS dann auch etwas Pech, traf fünf Mal Pfosten oder Latte.

Die Zweibrücker konnten sich vor allem auf Paetow verlassen, der nicht nur als zehnfacher Torschütze überragte, sondern viele Zweibrücker Angriffe mit gutem Auge und Ruhe am Ball einleitete. Daneben waren die auffälligsten Akteure auf Seite der Rosenstädter Robin Schweitzer und Erik Zilincik, die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff überzeugten.

Die VTZ überraschte zu Beginn der Partie mit einer ungewohnten Deckungsvariante. Statt mit einer 6:0-Abwehr begannen sie mit einer offensiven 3:2:1-Deckung. Aber auch im Angriff gab es eine ungewöhnliche Personalrochade. Linksaußen Richard Wilga begann im Rückraum auf der Mitte Position, Kreisläufer Schweitzer auf Linksaußen und am Kreis bekam Zilincik den Vorzug vor Patrick Bach. Grgic erklärte: „Wir wollten Dansenberg überraschen und mit einer schnellen Aufstellung mehr Tempo machen.“

Das Tempo war auch durchaus vorhanden, doch der Erfolg blieb zunächst aus. In der Offensive tat sich die VTZ schwer. Nach 13 gespielten Minuten stand es erst 3:3. Als Grgic in der 16. Minute seine erste Auszeit nahm, führten die Saarpfälzer mit 4:3. In der Folge konnte die VTZ sich zwar einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten, doch die Gäste ließen sich nicht abwimmeln und glichen kurz vor der Pause zum 11:11-Halbzeitstand aus.

Auch zu Beginn der zweiten 30 Minuten blieb es zunächst eine Partie auf überschaubarem Niveau. Insgesamt 25 Fehlwürfe sammelten die Zweibrücker an diesem Abend – nur zehn davon mussten von den Dansenberger Torhütern entschärft werden. Als Jannik Grunau die Gäste kurz nach Wiederanpfiff mit 12:11 in Front brachte, mussten die VTZ-Anhänger das Schlimmste befürchten. Doch dann drehten die Zweibrücker richtig auf. Paetow, Zilincik und Schweitzer brachten die VTZ zunächst mit 17:12 (39.) in Front. Dem 17:13 durch Dansenbergs Timo Holstein folgte ein erneuter Lauf der VTZ, die nach einem Treffer des eingewechselten Jugendspielers und dreifachen Torschützen Jonas Mayer, auf 21:13 erhöhte. Auch VTZ-Torhüter Yannic Klöckner lief jetzt richtig warm und entschärfte mehrere gute Würfe der Gäste. Das Dansenberger Perspektivteam konnte den Rückstand in der Schluss-Phase mit einer sehr offensiven 3:3-Deckung noch einmal verkürzen. Der insgesamt souveräne Sieg der Rosenstädter geriet aber nicht mehr in Gefahr. „Am Ende haben wir dann ein bisschen zu viel zaubern wollen“, kritisierte Grgic, der seinem Team aufgrund der starken zweiten Hälfte dennoch ein ordentliches Zeugnis ausstellte.