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VTZ leckt nach Pleite ihre Wunden

VTZ leckt nach Pleite ihre Wunden

Nach der hohen Niederlage in Friesenheim muss die VTZ dringend an ihrer Abwehrleistung basteln. Mit der HSG Kastellaun/Simmern hat es als Nächstes wieder ein abstiegsbedrohtes Team vor der Brust.

Mit einer bitteren 32:22 (14:14) Auswärtsniederlage im Gepäck traten die Handballer der VTZ Sonntagabend die Heimreise aus Friesenheim an (wir berichteten). Vor allem die Höhe der Pleite war überraschend. VTZ-Trainer Mirko Schwarz haderte nach der Partie vor allem mit der schwachen Defensivleistung seiner Jungs, obwohl es im Angriff auch überall haperte. Für die TSG Friesenheim II war der doch unerwartete Erfolg ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt.

"In der Abwehr was das heute ganz schwach. Wir waren viel zu passiv. So kann man kein Spiel gewinnen", äußerte sich ein frustrierter Mirko Schwarz. Vor allem den überragenden Dennis Götz aufseiten der Junioreulen aus Friesenheim bekamen die Saarpfälzer nie in den Griff. Götz war am Ende mit elf Treffern auch bester Scorer der Partie. "Wir wollten heute zu viel blocken anstatt mal einen Schritt nach vorne zu machen und den Gegner zu attackieren. Und wenn wir dann mal den Ballhalter aggressiv angingen, war das zu ungestüm. So öffneten wir den Friesenheimern die Räume für ihr gutes Kreisläuferspiel", analysierte Schwarz.

Nach dem 0:1 durch die VTZ drehten die Hausherren postwendend die Partie und gingen mit 5:2 in Führung. Doch die VTZ kämpfte sich langsam aber sicher in die Partie. Mitte der ersten Halbzeit ging mit 7:8 in Führung. Mit einem verdienten 14:14 ging es die Pause. "In der ersten Halbzeit war es auch schon nicht unbedingt gut, was wir geboten haben. In der Abwehr haben wir über die gesamte Partie zu viele Eins-gegen-Eins-Situationen verloren. Dafür waren wir wenigstens im Angriff in der ersten Halbzeit präsent und haben auf einem guten spielerischen Niveau agiert", sagte Schwarz.

Den Start in die zweite Hälfte verschliefen die Jungs der VTZ aber und lagen schnell mit drei Toren in Rückstand. Diesen hielten sie bis zur 43. Spielminute beim 21:18 für die TSG Friesenheim II, ehe Kreisläufer Daniel Thum nach einer roten Karte nicht mehr mitwirken konnte. Die Gastgeber zogen schnell vorentscheidend auf 24:18 davon. Die VTZ mühte sich zwar nach Kräften aber es wollte nichts so wirklich gelingen. "Neben der schwachen Abwehr haben wir uns in dieser Phase vor allem im Angriff zu schwer getan. Wir haben den Ball zu wenig laufen lassen und uns mehr und mehr in Einzelaktionen verstrickt, die zu viel Kraft gekostet haben, ohne den gewünschten Erfolg zu bringen", beschrieb Schwarz. Die Gastgeber hingegen spielten sich in einen Rausch und zogen davon. Über die Zwischenstände 27:19 und 29:22, kamen sie zu einem verdienten 32:22-Heimsieg und freuten sich über zwei nicht unbedingt eingeplante Punkte.

Jetzt müssen die VTZ so schnell wie möglich die Gedanken an diese bittere Schlappe aus den Kleidern schütteln und den Fokus auf die kommende Partie gegen die HSG Kastellaun/Simmern richten. Auch die HSG befindet sich ähnlich wie die TSG in Abstiegsnöten, wobei sie hier ein großes Stück ausgeprägter sind. Als Tabellenvorletzter stehen sie auf einem Abstiegsrang und brauchen dringend eine Serie, um da unten rauszukommen.

Zum Thema:

Auf einen BlickVTZ Saarpfalz: Peter Pcola, Philipp Serr im Tor - Philip Wiese 5, Raimonds Trifanovs 4, Tomas Marusak 3, Sven-Malte Hoffmann 3, Maurice Kaufeld 3, Daniel Thum 2, Martin Mokris 2/1, Max Ulbrich, Matthias Mohn, Marco Gubisch, Alexey Wetz. jad