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Schlusslicht ohne Chance: VTZ II kassiert zu viele Gegentreffer

Schlusslicht ohne Chance : VTZ II kassiert zu viele Gegentreffer

Handball-Saarlandliga: Schlusslicht braucht nach 31:36 gegen St. Ingbert ein Wunder.

Es hat wieder nicht sein sollen. Trotz tatkräftiger Unterstützung aus dem Oberligakader konnte die zweite Handball-Mannschaft der VT Zweibrücken auch gegen die SGH St.Ingbert nicht den erhofften ersten Saisonsieg feiern. Mit 31:36 (16:16) unterlag das Team von Marek Galla.

„Im Angriff war das nicht schlecht, aber mit 36 Gegentoren kannst du kein Spiel gewinnen“, fasste es VTZ-Torhüter Christian Ruppert zusammen. „Wir haben es einfach wieder nicht geschafft, eine vernünftige Abwehr auf die Beine zu stellen“, sagte Robin Schweitzer. Dabei hatten die Saarpfälzer große Hoffnungen in die Partie gesetzt und mit Tomas Kraucevicius, Wladislaw Kurotschkin und Richard Wilga gleich drei Spieler aus der Oberligatruppe dabei. Alle drei boten auch eine gute Leistung, ohne allerdings die Niederlage verhindern zu können. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung war das Tempo von Beginn an hoch. Nach zehn Minuten lag die SGH mit 5:3 vorne, ehe die VTZ II die Kontrolle übernahm. Beim Stand von 10:8 (20.) hatten sie die Partie gedreht. „Bis dahin war die Abwehr ganz ordentlich. Danach aber ging es bergab, weswegen unsere Torhüter auch nicht mehr zu ihrem Spiel fanden“, erklärte Galla. Bis zur Halbzeit blieb es eine umkämpfte Partie, in der beide Teams vor allem im Angriff ihre Stärken aufblitzen ließen. 

Den ersten Treffer der zweiten Hälfte markierte der junge Kevin König für die VTZ II, der sich für seine Leistung ein Extralob vom Trainer verdiente. „Er hat seine Sache gut gemacht.“ Jetzt aber zeigte St. Ingbert, warum sie im oberen Tabellendrittel erwartet worden waren. Binnen drei Minuten drehten sich die Partie, gingen mit 19:17 in Front. Die VTZ hatte große Mühe, dran zu bleiben. Nach dem 20:23 (41.) schafften es die Zweibrücker zumindest wieder phasenweise, glichen zum 23:23 aus. Dann sollte die entscheidende Szene folgen. Kraucevicius bekam nach einem harten Einsteigen Rot. „Unserer ohnehin wackeligen Abwehr hat das nicht geholfen“, sagte Schweitzer. Die Überzahl nutzten die Hausherren gekonnt aus. „Es war eine intensive Partie auf sehr hohem Niveau“, sagte Galla. Kreisläufer Robin Schweitzer haderte aber immer noch mit dem verpatzten Start: „Anfang des Jahres waren wir alle recht optimistisch, doch diese beiden Niederlagen haben uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wir brauchen jetzt ein kleines Wunder, um die Klasse zu halten.“

VTZ-Treffer: Kurotschkin 6, Kraucevicius 5, Wilga 5, Dobrovodsky 5/3, Kaufeld 4, König 3, Rifel 2, Schweitzer 1.