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Vor Derby gehen Defensivspieler aus

Vor Derby gehen Defensivspieler aus

Der FC Homburg hat zum zweiten Mal in der Saison gegen Tabellenführer Kickers Offenbach stark gespielt, aber verloren. Dafür wollen die Homburger im Saarderby am Samstag bei der SV Elversberg auftrumpfen. Kiefer muss vor allem defensiv jedoch Alternativen finden.

Mit der ersten Niederlage des Jahres kann Jens Kiefer ganz gut leben. Bei dem 0:1 am Dienstag vor 2300 Zuschauern gegen Spitzenreiter Kickers Offenbach hat seine arg dezimierte Fußball-Regionalligatruppe des FC Homburg eine starke Leistung abgeliefert. Allerdings überzeugten nicht alle Nachrücker. Für Giancarlo Pinna etwa wird es künftig schwer bei den Grün-Weißen.

"Insgesamt aber haben wir hervorragenden Fußball gezeigt", erklärte der Coach. Taktisch und diszipliniert habe seine Elf alles geboten, was in ihr steckt. "Schade nur, dass uns in der Defensive nun die Spieler ausgehen", bedauert der 40-Jährige. Und das vor dem Saarderby gegen die SV Elversberg . Gerade die kopfballstarken Innenverteidiger Emil Noll (Knochenabsplitterung) und Clement Halet, der wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel erneut ausgewechselt werden musste, fehlen den Grün-Weißen. Auf der linken Außenseite gab Kiefer für den verletzt fehlenden Jaron Schäfer mit Christian Grimm einem Spieler die Chance, der schon lange nicht mehr in der Anfangself spielte. Er nutzte diese nicht. Grimm musste Giancarlo Pinna Platz machen. Doch auch seine Zeit beim FC Homburg scheint abgelaufen. Er habe viele Einsatzchancen erhalten, betont Kiefer, doch diese bisher kaum genutzt. Chadli Amris Einsatz auf der rechten Seite, der den erkrankten Marc Gallego vertrat, sah Kiefer hingegen positiv: "Er hat gut gespielt, kann aber noch mehr. Zudem wurde er zu wenig in unser Spiel eingebunden." Amri war nach seinem zweiten Spiel für den FCH zufrieden, "aber in der ersten Halbzeit hätte ich mir mehr Impulse in der Offensive gewünscht." Im nächsten Spitzenspiel am Samstag sei alles möglich. Auch an der Kaiserlinde wird Kiefer seine Elf umbauen müssen. Denn neben Noll, Halet und Schäfer wird auch Steven Kröner nach seiner zehnten Gelben Karte nicht zur Verfügung stehen.

Dennoch dürften für Willi Kronhardt, Trainer des Dritten SV Elversberg , der das Spiel des FCH auf der Tribüne verfolgte, die gewonnenen Erkenntnisse nicht sehr angenehm gewesen sein. Zum einen ist der OFC mit elf Punkten Vorsprung auf die SVE endgültig enteilt. Zum anderen wird ihn der starke Auftritt der Homburger beeindruckt haben. Am Samstag, 14 Uhr, geht es für die zwei Punkte hinter dem 1. FC Saarbrücken zurückliegende SVE darum, den Kampf um den Relegationsplatz offen zu halten.