Volleyball-Verbandsligist SVK Blieskastel-Zweibrücken SVK hat an „Sahnetag“ des TV Limbach nichts entgegenzusetzen

Limbach · Volleyball-Verbandsliga: Der Aufsteiger muss sich im Derby klar mit 0:3 geschlagen geben, bleibt aber Zweiter.

 Die Volleyballer des SVK Blieskastel-Zweibrücken um Andy Töws (grau) zeigten gegen Limbach zu große Schwächen in der Annahme und hatten somit auch am Netz nur wenig Durchschlagskraft.

Die Volleyballer des SVK Blieskastel-Zweibrücken um Andy Töws (grau) zeigten gegen Limbach zu große Schwächen in der Annahme und hatten somit auch am Netz nur wenig Durchschlagskraft.

Foto: Martin Wittenmeier

Für einen Aufsteiger überraschend gut lief bislang die Saison für die Volleyballer des SVK Blieskastel-Zweibrücken in der Verbandsliga Saar. Am Samstag musste der Tabellenzweite allerdings eine deutliche Niederlage hinnehmen. Und das ausgerechnet im Derby beim TV Limbach. Beim 0:3 (22:25/16:25/20:25) war es ein kurzes Gastspiel für die Mannschaft von Spielertrainer Alexander Hoffmann.

Dabei war dieser trotz des Wissens um die Stärke des TVL, für den er vor zwei Jahren selbst noch in der Oberliga aufschlug, und trotz schwieriger Trainingswochen recht optimistisch in das Duell gegangen. Denn donnerstags zuvor bestritten die Zweibrücker noch ein Trainingsspiel gegen die SG Westpfalz, die die Rheinland-Pfalz-Liga anführt. „Gegen dieses starke Team lief es verdammt gut. Gegen die sind die Aufschläge gekommen, wir konnten Druck aufbauen“, erzählt Hoffmann. Im „Ernstfall“ zwei Tage später war es dann „das komplette Gegenteil“. Limbach habe „einen Sahnetag“ erwischt, während bei seiner Mannschaft „kaum etwas zusammenlief“, hadert der SVK-Spielertrainer mit dem Auftritt gegen den bis dahin Vorletzten. Unterschätzt habe der SVK den Gegner aber nicht. „Die waren personell zuletzt nicht immer voll besetzt.“ Im Heimspiel und „dann auch noch im Derby“, seien die Zweibrücker schon davon ausgegangen, dass der Lokalrivale in Bestformation auflaufen würde. Das bewahrheitete sich. „Und dann sind die auch richtig stark“, erklärt der SVK-Coach, dass der TVL vollkommen verdient gewonnen hat.

Gleich vom ersten Satz an seien die Gäste immer einem Rückstand hinterhergelaufen. Zwar haben sie im ersten Abschnitt zwischenzeitlich mal ausgeglichen, beim 14:12 auch mal knapp vorne gelegen. Aber halten konnte es der SVK dieses Mal nicht. Während der erste Durchgang noch recht knapp mit 25:22 an Limbach ging, war der zweite beim 25:16 eine klarere Angelegenheit. Im dritten Abschnitt lag der SVK beim 9:8 kurz in Front, doch der TVL zog wieder vorbei und ließ die Zweibrücker zum Ende des Satzes nicht mehr zum Zug kommen. „Die größten Probleme hatten wir im ersten Pass. Da haben wir es nicht geschafft, einen ordentlichen Ball zu bringen und auch in der Feldverteidigung waren wir nicht so gut wie sonst“, zählt Hoffmann Schwächen im SVK-Spiel auf. Die sich der Coach allerdings auch erklären kann: „Wir konnten in den letzten paar Wochen nie mit der kompletten Mannschaft trainieren. Das macht sich bemerkbar.“ Zudem fehlt Libero Matthias Gellert weiterhin. „Er wird wohl für den Rest der Saison ausfallen, weil er versucht, die Probleme im Kniegelenk über Muskelaufbau in den Griff zu bekommen.“ So wurde Andreas Eitel als Libero reaktiviert. „Ohne Training ist das aber natürlich schwierig“, betont Hoffmann. „Er hat uns aber schon geholfen. So hatten wir überhaupt die Option, mit Libero zu spielen.“ Die Mannschaft sei in dieser Formation aber einfach nicht eingespielt gewesen. Zudem habe der SVK es auch nicht geschafft, im Block den Gegner zuzumachen. „Die meisten Punkte sind aber einfach verloren gegangen, weil die Annahme nicht kam – dann kannst du so ein Spiel eben nicht gewinnen.“

Trotz der dritten Niederlage im siebten Spiel liegt der SVK weiterhin hinter Topteam TV Losheim auf Rang zwei. Aber die anderen Mannschaften rücken den Zweibrückern auf die Pelle. Limbach etwa hat sich durch die zwei Siegen vom Wochenende – neben dem gegen den SVK feierte der TVL zudem ein 3:0 gegen Bliesen II – plötzlich als Dritter auf zwei Zähler an den SVK herangepirscht. Daher sei es im letzten Punktspiel des Jahres am 9. Dezember beim derzeit Siebten TV Quierschied „sehr wichtig“ für das Hoffmann-Team, nochmal etwas Zählbares mitzunehmen. „Es sah ja lange so aus, als ob wir vorne mitspielen können“, erklärt er. Doch nach zwei Niederlagen aus den letzten drei Partien „kann es schnell passieren, dass wir gegen den Abstieg spielen“, betont der Coach, dass in der Verbandsliga viele Mannschaften auf dem gleichen Niveau sind. „Da kommt es immer auf die Tagesform an.“ Daher erwartet er auch beim TV Quierschied, der einige Abgänge zu verkraften hatte, ein Spiel auf Augenhöhe. „Wir müssen im Training da anpacken, wo wir jetzt Probleme hatten. Zum Glück wissen wir ja, woran es gelegen hat. Da müssen wir nun motiviert reingehen – und schauen, dass wir nochmal punkten und das Jahr gut abschließen.“

Für den SVK steht allerdings auch nach dem letzten Verbandsliga-Spiel 2023 in Quierschied noch keine Weihnachtspause an. Denn am Samstag, 16. Dezember, wird noch die Vorrunde im saarländischen Landespokal ausgespielt. Blieskastel-Zweibrücken empfängt dabei die beiden Verbandsliga-Kontrahenten TV Klarenthal und TV Wiesbach II. Der SVK trifft auf den TVK, der Sieger darf dann gegen Wiesbach nochmal ans Netz. Der Gewinner dieses Duells qualifiziert sich schließlich für das Final Four um den Landespokal.

Eine starke Runde spielt auch die zweite SVK-Männermannschaft in der Bezirksliga 1. Sie hat am Wochenende ihre beiden Heimpartien gewonnen. Gegen den TV Wiesbach IV setzte sich das Team nach 0:1-Satzrückstand mit 3:1 (23:25/25:5/25:16/25:19) und gegen den SSC Freisen mit 3:0 (25:19/25:21/25:16) durch. „Es ist super, wie sich die Mannschaft entwickelt. Die Trainingsbeteiligung ist sehr hoch. Das sind junge, motivierte Jungs“, erklärt Hoffmann, dass gerne auch weitere interessierte Spieler miteinsteigen können. Derzeit liegt der SVK II mit 18 Punkten aus sieben Spielern als Zweiter drei Zähler hinter dem starken TV Walpershofen II. Nach der Hauptrunde werden eine Auf- und eine Abstiegsrunde mit den Teams der Bezirksliga 2 gebildet. „Wir gehen schon davon aus, dass wir in die Aufstiegsrunde kommen. Walpershofen ist da aber unschlagbar“, betont Hoffmann, dass die kaum aufzuhalten sein werden auf dem Weg zum Titel und dem damit verbundenen Aufstieg. „Aber auch der Zweite kann aufsteigen, da hoffen wir schon auf eine Chance.“

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