Volleyball-Verbandsliga SVK erwischt nicht den besten Tag

Wiesbach/Zweibrücken · In dünner Besetzung mussten sich die Verbandsliga-Volleyballer des SVK Blieskastel-Zweibrücken beim Tabellennachbarn TV Wiesbach II klar mit 0:3 geschlagen geben. Der Gegner für das Saarlandpokal-Viertelfinale Anfang Mai steht fest.

SVK-Spielertrainer Alexander Hoffmann hofft in den verbleibenden Partien wieder auf bessere Auftritte seines Teams.

SVK-Spielertrainer Alexander Hoffmann hofft in den verbleibenden Partien wieder auf bessere Auftritte seines Teams.

Foto: Martin Wittenmeier

Eigentlich spielen die Volleyball-Herren des SVK Blieskastel-Zweibrücken eine starke Saison. Fulminant war der Aufsteiger in die Verbandsliga gestartet, zudem gewann das Team von Trainer Alexander Hoffmann erstmals in der Vereinsgeschichte den Landespokal. Nach der Winterpause allerdings geriet der gute Lauf etwas ins Stocken. Am Samstag kassierte der SVK nun im sechsten Spiel des neuen Jahres die vierte Niederlage. Im dritten Aufeinandertreffen der Saison gab es dieses Mal nichts zu holen gegen den TV Wiesbach II. Das dünn besetzte Hoffmann-Team musste sich auswärts deutlich mit 0:3 (20:25/15:25/21:25) geschlagen geben.

„Wir hatten viele kurzfristige Absagen“, erklärt der Spielertrainer. Mit insgesamt nur acht Mann war das Team angereist. Da Stamm-Libero Matthias Gellert weiterhin mit Knieproblemen zu kämpfen hat, ist erneut Felix Hoffmann aus der Zweiten aufgerückt. „Und da wir mit Joshua Hays nur einen Mittelangreifer dabei hatten, habe ich mich dazu entschlossen mit Rony Seibel einen weiteren Spieler aus der Zweiten mitzunehmen.“ Obwohl er aus Termingründen nur die ersten beiden Sätze mitmischen konnte. Seibel kann auf der Außen- und Mitte-Position eingesetzt werden.

Gegen gut aufgestellte Wiesbacher war es für die Zweibrücker in dieser Formation schwer, dagegenzuhalten. „Die standen zuhause in Bestbesetzung auf dem Feld“, erklärt der SVK-Trainer. War das Liga-Hinspiel mit dem 3:0 gegen ersatzgeschwächte Wiesbacher noch eine klare Angelegenheit für die Zweibrücker gewesen, zeigte die TV-Zweite im Pokalduell vor Weihnachten, das mit 3:2 knapp an den SVK ging, schon ein anderes Gesicht. Nun gelang ihnen die Revanche.

„Es wäre auch in dieser Aufstellung was drin gewesen für uns, allerdings ist es einfach nicht gelaufen. Wir hatten keinen guten Tag erwischt“, erklärt Hoffmann. Gerade in der Feldverteidigung seien die Gäste zu schwach, die Aufschläge nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Zuletzt stets eine der großen Stärken der Zweibrücker. „Es hat uns ausgemacht, dass wir viel Druck durch die Angaben aufbauen konnten. Das war am Samstag leider gar nicht der Fall“, hadert Hoffmann: „Wären wir wenigstens in der Feldverteidigung stärker gewesen, hätten wir das ausgleichen können. Aber da lief es auch nicht. Da haben wir zum Beispiel einfache gesetzte Bälle nicht bekommen“, zählt der SVK-Coach die Fehler auf. „Vielleicht waren wir gleich schon deprimiert, dass wir personell so eng aufgestellt sind. Wahrscheinlich war das auch eine Kopfsache.“

Gleich im ersten Satz liefen die Zweibrücker so einem Rückstand hinterher. Von 14:18 kämpften sich die Gäste zwar nochmal auf 18:19 heran. Doch auch eine Auszeit Hoffmanns beim Stand von 19:22 half dann nichts mehr. Der Durchgang ging mit 25:20 an Wiesbach. „Die haben einfach weniger Fehler gemacht“, betont Hoffmann: „Den Satz haben wir nicht komplett vergeigt. Hätte jeder von uns seine individuelle Stärke abgerufen, wäre es kein Ding der Unmöglichkeit gewesen, hier was mitzunehmen.“ Womöglich hätte er die Positionen auch anders besetzen sollen, hinterfragt sich der Zweibrücker Trainer auch selbst. „Man weiß allerdings im Nachhinein auch nicht, wie es anders gelaufen wäre.“ Nach einem klaren 15:25 im zweiten Durchgang versuchte es Hoffmann dann im dritten Satz mit einer Systemumstellung. Michael Hoffmann wechselte von der Diagonalangreifer- auf die Außenposition, statt mit zwei Läufern spielte der SVK nur noch mit einem Läufer. „Damit haben wir uns im Angriff zwar ein bisschen die Variabilität genommen, aber wir haben die Verteidigung gestärkt. Das hat phasenweise gut funktioniert“, erklärt Alexander Hoffmann. Beim 17:18 waren die Zweibrücker noch dran. Dann aber zogen die Gastgeber über 21:18 auf 25:21 weg. „Es hat eben nicht ganz gereicht.“

Durch die Niederlage hat es der Aufsteiger zwar verpasst, wie erhofft an den Wiesbachern vorbeizuziehen. Doch der Abstand des derzeit Fünften zur Abstiegszone bleibt beruhigend. Acht Punkte liegen die Zweibrücker mit 19 Zählern vor dem Drittletzten TV Quierschied, zehn sind es auf den Vorletzten TV Düppenweiler, der bereits ein Spiel mehr absolviert hat. Schlusslicht TV Bliesen II hat erst einen Punkt verbucht. „Tabellarisch gesehen war es am Samstag eher die letzte Chance, unter den ersten drei Teams mitzumischen“, erklärt Hoffmann. Klarer Tabellenführer ist der ungeschlagene TV Losheim (36 Punkte) vor Saarwelligen II (29), Klarenthal (25) und Wiesbach II (23). „Wir sollten uns vor den letzten Partien zur Aufgabe machen, den stabilen Mittelfeldplatz zu stabilisieren und noch gute Spiele zu zeigen.“

Zunächst geht es am kommenden Samstag dabei zum Schlusslicht TV Bliesen II. „Das sollte eine Pflichtaufgabe für uns sein.“ Am Donnerstag, 7. März, steht dann das Nachholspiel in Quierschied an, „und dann wird es am letzten Heimspieltag nochmal spannend“, schätzt Hoffmann. Am Samstag, 16. März, sind dazu Spitzenreiter Losheim und zum Derby der TV Limbach zu Gast. „Besser kann ein Heimspieltag eigentlich nicht aussehen, da sollte jeder nochmal motiviert sein“, hofft Alexander Hoffmann, die Saison ordentlich abschließen zu können.

Doch auch danach ist für den SVK noch keine Zeit, die Beine hochzulegen. Anfang Mai steht für den Landespokalsieger noch das Viertelfinale im Saarlandpokal an. Mittlerweile steht auch der Gegner fest: „Wir haben unseren Finalgegner aus dem Landespokal, TV Walpershofen II, zugelost bekommen“, erzählt der SVK-Coach. Sollte sein Team erneut gegen den hoch eingeschätzten Bezirksliga-Zweiten gewinnen, zieht es ins Halbfinale ein. Es sei allerdings schwer vorherzusehen, in welcher Formation der Gegner dann auflaufen wird. „Deren Erste aus der Regionalliga mischt da ja auch mit und will als klassenhöchste saarländische Mannschaft den Pokal sicher gewinnen“, schätzt Hoffmann. Der sich auf jeden Fall auf dieses Highlight zum Saisonabschluss freut.

Die zweite Mannschaft des SVK Blieskastel-Zweibrücken, die in der Aufstiegsrunde der Bezirksliga spielt, bestreitet an diesem Wochenende ihren letzten Heimspieltag der Saison. Sie empfängt ab 19 Uhr den TV Walpershofen II sowie Spitzenreiter TV Losheim in der Halle des Hofenfels-Gymnasiums. Bislang hat der SVK II in der Aufstiegsrunde erst ein Spiel bestritten. Das hatte das Team eigentlich mit 0:3 beim TV Quierschied II verloren. Da der Gegner die Partie allerdings zeitlich vorverlegt hatte, ohne dem Gegner Bescheid zu geben, und die jungen SVK-Spieler somit ohne Aufwärmen ans Netz gehen mussten, legten die Zweibrücker Protest ein. „Diesem wurde stattgegeben“, erklärt Alexander Hoffmann. Somit wird diese Partie am 6. März wiederholt.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort