1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Schwimmen: Vier Mal Raje, vier Mal Fritzke

Schwimmen : Vier Mal Raje, vier Mal Fritzke

Nachwuchsschwimmer der Wsf Zweibrücken sammeln acht Goldmedaillen bei süddeutschen Meisterschaften.

Groß aufgetrumpft haben die Schwimmer der Wsf Zweibrücken bei den süddeutschen Meisterschaften. Während die Aktiven in Dresden um die letzten Tickets für die diesjährigen Europameisterschaften kämpften, trat der Nachwuchs aus 144 Vereinen in Erlangen an. Und hier sammelten die Zweibrücker insgesamt acht Titel. Michael Raje und Lukas Fritzke sicherten im Jahrgang 2006 je drei Einzeltitel sowie einen Sieg im Mehrkampf. Carl-Morris Magold erkämpfte zudem eine Silbermedaille.

In prächtiger Form präsentierte sich in Erlangen Lukas Fritzke, der durchweg mit neuen Bestzeiten aufwartete. Der Freistil-Experte lieferte sich dabei über alle drei Freistildisziplinen einen harten Zweikampf mit Jonas Fries aus Bad Mergentheim. Über 100 Meter siegte Fritzke dabei in 1:03,19 Minuten, über die 200 Freistil verbesserte er sich auf 2:36,00. In einem bis zum Anschlag spannenden Rennen setzte sich der Zweibrücker im letzten Wettkampf dann auch noch über die 400-Meter-Distanz (4:48,51 min) durch. Hier musste er sich um rund fünf Sekunden steigern, um den Sieg zu sichern. Souverän gewann Fritzke zudem den Freistil-Mehrkampf.

Ihm gleich tat es der ausgewiesenen Brust-Spezialist Michael Raje. In 2:51,25 Minuten distanzierte er über die 200-Meter-Brust die Konkurrenz um gleich sechs Sekunden. Über die 100-Meter-Distanz siegte er ebenso klar (1:17,47 min). Und auch über die 200 Lagen sicherte der von Thomas Schappe betreute Schwimmer in 2:30,57 Minuten die Goldmedaille. Nachdem Raje auch den Beinschlag-Wettbewerb im Brustschwimmen klar gewinnen konnte, siegte er auch Brust-Mehrkampf. Zu seiner ersten Medaille bei süddeutschen Titelkämpfen schwamm Carl-Morris Magold (Jg. 2005). Silber gewann er in 2:27,87 Minuten über die 200 Schmetterling. Um fast fünf Sekunden steigerte sich Magold über die 400-Meter-Freistil, wo er als Fünfter anschlug (4:30,40 min). Eine neue Bestzeit als Siebter gelang ihm auch über die 200-Meter-Distanz in 2:08,51. Siebter wurde er zudem über die 200-Meter-Lagen.

Den guten Eindruck vom Mannschaftspokal bestätigte Max Strassel (Jg. 2005). Über 100 Freistil (1:00,05 min) verfehlte er als Fünfzehnter nur knapp die Minutenmarke. Über die 50 Meter schlug er in 27,33 Sekunden an, über die 200-Meter-Distanz in 2:13,24 Minuten.

Insgesamt war das Team der SSG Saar Max Ritter, für das die Zweibrücker überregional antreten, hinter der SG EWR Rheinhessen-Mainz die zweiterfolgreichste Mannschaft bei den süddeutschen Titelkämpfen und zeigte damit, dass es mit dem Saar-Schwimmsport auch nach den Umwälzungen erfolgreich weiter gehen kann.

Wsf-Schwimmer Michael Raje stieg bei den Süddeutschen vier Mal als Sieger aus dem Becken. Foto: Marco Wille; www.marcowille.de/Marco Wille

Gleichzeitig traten in Dresden Nick Werner und Jannis Staiger bei den offenen Titelkämpfen an. Freistil- und Freiwasserschwimmer Werner gelang mit Rang zehn seine beste Leistung über die 400-Meter-Freistil (4:20,28 min). Über die 200 Meter schlug er in 2:03,79 Minuten an. Jannis Staiger trat über die kurzen Brustdistanzen an. In guten 31,23 Sekunden schwamm er über die Sprintdistanz auf Rang sieben. Als Achter schlug er über die 100 Brust an (1:10,62 min). Gespannt sein dürfen die Wassersportfreunde nun auf das Abschneiden bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften, die Ende Mai traditionell in Berlin stattfinden.