Vielversprechender Auftakt

Der erste Schritt ist meist der schwierigste. Und den haben die Hornets unter großem Erwartungsdruck zum Saisonauftakt mit dem 4:1-Sieg in Bietigheim bravourös gemeistert. Der gestiegene Anspruch im gesamten Umfeld des Eishockey-Regionalligisten, von den zahlreichen Fans , aber auch die Ambitionen der Mannschaft nach Halbfinal- und Finalteilnahme in den vergangenen beiden Spielzeiten, wurden damit schon mal nicht enttäuscht. Doch mehr als ein vielversprechender Auftakt ist es noch nicht. Auf dem Weg in die Playoffs - das von Trainer Martin Deßloch vorgegebene Minimalziel - warten noch einige Hürden auf den EHCZ.

Dass nach schwierigen Jahren, in denen die Hornets meist in den Playdowns um den Ligaverbleib gekämpft haben, überhaupt in diesen höheren Sphären gedacht werden kann, ist aber bereits ein Erfolg. Der dem Umschwung durch den ehemaligen Trainer Richard Drewniak zu verdanken ist. Doch es verdient auch Anerkennung, dass entgegen einiger Erwartungen die Mannschaft nach dessen Weggang nicht komplett auseinandergebrochen ist. Und die Hornissen weiterhin in der Lage sind, starke Spieler in ihr Nest zu locken. Wie zur neuen Saison mit dem ehemaligen DEL2-Spieler Felix Stokowski und US-Stürmer Tom Tracy.

Ein Plus der Zweibrücker in der Attraktivitätsskala der Spieler dabei: die enorme Zuschauerkulisse. Mehr als 1000 Fans peitschten den EHC in den Finalrunden zuletzt nach vorne. Das hat Seltenheitswert in dieser Spielklasse. Der sich hoffentlich auch durch die neue Saison ziehen wird. Eine erste Kostprobe gibt es am Sonntag.

Doch nicht nur das Publikum, auch das Team hat Blut geleckt. Wer einmal vor mehr als 1500 Fans im Finale aufs Eis ging, um den Titel kämpfte, der will dieses Erlebnis wiederholen. Will keine Schlitterpartien mehr erleben wie in den Jahren zuvor.

In einer Liga, die immer enger zusammenrückt, muss dafür aber auch einiges getan werden. Viele Ausrutscher darf sich kein Team erlauben. Auf dem Weg in die Playoffs hilft dabei nicht nur ein starker und breit besetzter Kader. Die Hornets müssen ackern, müssen in jedem Spiel an ihre Grenze gehen - und als Team eng zusammenhalten. Der Lohn für all die Arbeit wartet dann womöglich im April, wenn das Meisterschaftsfinale ansteht.