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Versehrten-DM der Kegler: Horst Köckritz mit Titel in Oggersheim

Kegeln : Horst Köckritz feiert deutsche Meisterschaft

Der Zweibrücker Kegler entthront den Titelverteidiger bei der Versehrten-DM mit hauchdünnem Vorsprung von zwei Holz.

Große Freude bei Horst Köckritz: In einem dramatischen Finale sicherte sich der langjährige Kegler der SG Zweibrücken am Wochenende den Titel bei der deutschen Versehrten-Meisterschaft. Dabei behauptete er sich mit 474 Holz denkbar knapp vor Titelverteidiger Dieter Heiler (BSV Walldorf, 472 LP). „Bis zum vorletzten Wurf blieb es wirklich spannend“, blickt der Zweibrücker auf die Partie auf der Zwölf-Bahnen-Anlage in Oggersheim am Samstag zurück. Bundesligaspieler Heiler sei ein harter Gegner gewesen. Umso größer der Jubel über den eigenen Erfolg.

Und das nicht nur bei Horst Köckritz selbst. Erste Gratulantin war – „wie immer nach guten Leistungen von mir“ – Enkelin Lena. Dabei hatte es Opa Horst Köckritz spannend gemacht. Vor allem die „bundesligareifen“ 186 Holz im Abräumen, und damit die beste Wertung der gesamten Konkurrenz der Senioren-Wettkampfklasse 4, brachten den Zweibrücker aber zum umjubelten Sieg. „34 Holz Vorsprung im Abräumen auf den ersten Gegner bedeuten bei 100 Wurf schon Welten“, erklärt der 65-Jährige nicht ganz ohne Stolz, dass ihm für diese Leistung auch große Anerkennung von den Gegnern entgegengebracht wurde. Mit insgesamt 474 Holz sicherte er sich schließlich den obersten Podestplatz.

Beflügelt von diesem starken Einzelergebnis legte Horst Köckritz im Mannschaftswettbewerb am Sonntag dann sogar noch eine Schippe drauf. Mit insgesamt 486 Leistungspunkten erspielte er das zweitbeste Ergebnis der 72 in den zwölf Teams gestarteten Spieler. Damit konnten allerdings nicht alle Teamkollegen der BSV Pirmasens mithalten. Zwei Mann blieben unter der 400er Marke, sodass die ersatzgeschwächte Truppe mit 2532 Leistungspunkten auf Rang sechs landete. Der Titel ging an den KV Eilenburg (2717 LP).

Nach der erfolgreichen DM startet für Horst Köckritz nun ein neues Kapitel. In der anstehenden Runde geht er nicht mehr für die SG Zweibrücken, sondern für Rapid Pirmasens auf die Bahn (wir berichteten), wo die Zweibrücker seit der Schließung der letzten Anlage in der Stadt ohnehin bereits trainieren.