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Verletzung von Krein überschattet Derby

Verletzung von Krein überschattet Derby

Eine deutliche Heimniederlage haben sich die Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken im Derby gegen die HSG Marpingen/Alsweiler eingehandelt. Dabei wog die Verletzung von Lucie Krein aber schwerer als die Pleite.

Eine deutliche Pleite haben die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken einstecken müssen. 18:27 (9:13) hieß es im Oberliga-Derby gegen die HSG DJK Marpingen/Alsweiler. Schwerer als diese deutliche Niederlage im Heimspiel wog allerdings die Verletzung von SV-Spielerin Lucie Krein. Bereits nach 20 Minuten verdrehte sie sich das Knie und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Spielfeld getragen werden. Die Zweibrücker erholten sich nicht mehr von dem Schock, Marpingen dominierte von da an die Partie.

Doch auch die starke Gäste-Torhüterin war entscheidend für den deutlichen Sieg der HSG verantwortlich. Carina Kockler brachte die die Zweibrücker Angreiferinnen schier zum Verzweifeln. Damit bestätigte sich eine Befürchtung des SV-Trainers Rüdiger Lydorf, der im Vorfeld der Begegnung anmerkte, dass diese Torhüterin Spiele im Alleingang entscheiden kann. So hatte sie am Ende mit ihren 15 Paraden auf jeden Fall erheblichen Anteil an dem klaren Erfolg.

Als Krein verletzt vom Feld musste, lagen die Gastgeberinnen knapp mit 7:8 hinten. Nach bis dahin ausgeglichenem Spiel schaffte es die HSG, bis zur Pause bereits auf 13:9 wegzukommen. Auffallend war aber bereits in der ersten Hälfte das "verbesserungswürdige Rückzugsverhalten" des SV 64. Den Gästen gelang es zudem häufig, ihre sehr agile Kreisläuferin Anna Bermann geschickt in Szene zu setzen, die mit sieben Toren schließlich auch erfolgreichste Marpinger Angreiferin war. Auf der anderen Seite taten sich die Zweibrückerinnen zunehmend schwerer, ihre Kreisläuferinnen Laura Witzgall und Lisa Paquet anzuspielen. Beiden gelang gegen die defensiv ausgerichtete Abwehr nur je ein Tor. "Da haben wir aus dem Rückraum aber auch zu wenig Druck gemacht", betonte Lydorf nach. Hier machte sich auch das Fehlen Annika Birringers und Levke Worms bemerkbar, die zumindest aus der zweiten Reihe etwas mehr Torgefahr hätten ausstrahlen können.

So war es keine Überraschung, dass die Gäste auch nach dem Seitenwechsel dominierten. Fast acht Minuten brauchten die SV-64-Spielerinnen, ehe sie das erste Tor zum 10:16-Zwischenstand durch Ina Sohns erzielten. Dieser Sechs-Tore-Rückstand hatte bis zur 50. Minute Bestand. Danach war es erneut Kockler, die mit ihren Paraden die Zweibrücker Ambitionen zunichtemachte. Die Gäste bauten ihren Vorsprung aus und landeten eine nie mehr gefährdeten Sieg.

Ein Lichtblick beim SV 64: Deutlich formverbessert zeigte sich Linkshänderin Lara Schlicker, die fünf Tore erzielte.

Zum Thema:

Auf einen Blick SV 64: Specht und Huber im Tor - Koch 4/3, Krein 1, Sohns 1 - Schlicker 5, Handermann - L. Witzgall 1 - Zellmer 4/1, Paquet 1, Wiegand 1, S. Witzgall. cg