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Verhaltene Freude, aber Erleichterung beim FSV

Verhaltene Freude, aber Erleichterung beim FSV

Sportvorstand Werner Finken blickt gespannt auf das weitere Jahr der Jägersburger in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.

Zunächst hat sich Werner Finken am Samstag nach dem 1:1 beim SV Saar 05 Saarbücken über das Unentschieden geärgert. "Mit einem Sieg hätten wir die Chance gehabt, aus eigener Kraft den 13. Platz zu sichern, der sportlich gesehen für den Klassenerhalt gereicht hätte", erklärt Finken, neben Martin Germann und Harald Schwindt einer von drei gleichberechtigten Vorsitzenden beim Fußball-Oberligisten FSV Jägersburg. So wurde nur Platz 14 abgesichert. Am Sonntagmittag dann wandelte sich die Stimmung. Da nämlich erfuhr er während des Spiels der FSV-Zweiten in Kleinottweiler, dass der SC Hauenstein tatsächlich aus finanziellen Gründen sein Team aus der Oberliga zurückzieht (wir berichteten). Dennoch freut sich Finken nur verhalten: "Sportlich gesehen haben wir es nicht geschafft. Für die Spieler von Hauenstein tut es mir leid. Auf der anderen Seite spielt auch in der Oberliga der finanzielle Aspekt eine Rolle." Beim FSV Jägersburg sei diesbezüglich alles in trockenen Tüchern. Man gebe nur das aus, was auch in der Kasse ist. "Vielleicht ist auch ein Neuanfang des SC Hauenstein mit vielen jungen Spielern in der Verbandsliga Südwest der richtige Weg", sag Finken und betont, dass der FSV Jägersburg "seit vielen Jahren kontinuierlich arbeitet". Als Beispiel nannte er die Trainerposition von Marco Emich, der sich nun nach 15 Jahren verabschiedet und ab der kommenden Runde den Saarlandligisten SV Elversberg II trainieren wird. Der FSV könne demnach stolz sein auf das Erreichte. Grundsätzlich auch auf diese Saison: "Die erste Mannschaft wird nun im dritten Jahr in der Oberliga Rheinland/Pfalz/Saar dabei sein." Die Zweite steigt zudem nach der Meisterschaft der Landesliga Ost in die Verbandsliga auf. Und Aufstiegschancen hat auch die Dritte noch in der Kreisliga A.

Gemeinsam mit Martin Germann wird Werner Finken Ende dieser Woche die Personalplanungen vorantreiben. "Ich gehe davon aus, dass ein Großteil des Stammkaders auch in der nächsten Saison bei uns spielen wird", erklärt Finken. Daniel Schommer wird seine Fußballschuhe an den Nagel hängen und aufhören. Finken schaut dennoch schon mit einer gewissen Vorfreude auf die kommende Saison. "Es kommen sicher hochinteressante Spiele auf uns zu, wenn wir unter anderem auf Eintracht Trier oder die Zweite des 1. FC Kaiserslautern treffen." Das mögliche Lokalderby gegen den FC Homburg müsse, so der Sportvorsitzende des FSV Jägersburg, nun doch nicht sein. "Aber wenn es sportlich nicht reicht, muss auch ein Verein mit zwei Millionen Etat eine Klasse tiefer spielen." Auch wenn die Chancen für den FC Homburg auf den Klassenerhalt in der Regionalliga gering sind, Finken drückt dennoch dem Nachbarn die Daumen, dass der Abstieg der Grün-Weißen noch verhindert werden kann.

Am Samstag bestreitet der FSV Jägersburg sein letztes Punktspiel um 15.30 Uhr gegen den TuS Mechtersheim. Finkens Wunsch: Ein vom Druck befreiter Sieg zum Abschluss. Anschließend findet dann im Spielerkreis die Saisonabschlussfeier statt.