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Verbandspokal: TSC Zweibrücken unterliegt SG VBZ-Ixheim im Stadtderby

Verbandspokal : VBZ-Ixheim drehen Derby in Schlussphase

TSC Zweibrücken unterliegt Verbandspokalspiel vor rund 280 Zuschauern gegen den Stadtrivalen mit 1:2 (1:0). Standards der Schlüssel.

„Derbysieger, Derbysieger“, skandierten die Spieler der SG VB Zweibrücken-Ixheim nach dem 2:1 (0:1)-Pokalsieg beim Stadt- und Ligarivalen TSC. Dem folgte dann auch noch das bekannte: „Die Nummer eins der Stadt sind wir.“ Mittendrin war auch der neue Spielertrainer der SG, Alexander Joniks, der mit seinem Treffer in der 78. Minute zum Ausgleich die Wende einleitete.

Nach dem Spiel freute sich Joniks nicht wegen seines Tores, sondern wegen der Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und bis zum Schluss an uns geglaubt.“ Der Sieg sei ein „Supererlebnis“ für die Mannschaft. Das Spiel habe gezeigt, dass man in der Liga mithalten kann und „das gibt uns auch Selbstvertrauen für die Saison“.

TSC-Trainer Jan Weinmann war zwar enttäuscht über das Ausscheiden. Allerdings ändere die Niederlage nichts an seiner Einschätzung der bisherigen Vorbereitung, dass „die Mannschaft auf einem guten Weg ist. Davon lassen wir uns auch nicht abbringen“. Wobei er auch Fehler erkannte. Insbesondere bei den letztlich spielentscheidenden Standardsituationen. „Nur da wurde die SG gefährlich.“ So ging dem Ausgleich von Joniks ein Eckball voraus. Und der Siegtreffer von Peter Raje in der 88. Minute war ein Freistoß durch die TSC-Abwehrmauer.

Die im Angriff aufgebotenen David Schwartz und Lukas Österreicher störten den TSC schon beim Spielaufbau in der eigenen Hälfte. Es dauerte eine Viertelstunde bis sich die Gastgeber über die rechte Außenbahn durchspielen konnte. Doch dabei hätte der TSC in Führung gehen können. Doch Sebastian Meil und Nico Krebs verfehlten freistehend bei Kopfbällen in der 15. und 16. Minute knapp das Tor.

Ab der 21. Minute geriet das TSC-Tor bei zwei Freistößen von Marc Brünisholz und einem Eckball in Gefahr. Einmal lenkte der neue TSC-Torhüter Maximilian Cölsch den Ball gerade noch über die Latte. Auf der anderen Seite verpasste Cüneyt Eren (40.) nach einem Pass von Sebastian Schmitt in die Spitze knapp die Führung. Die gelang Meil in der 45. Minute als er sich nach einer Hereingabe von Pascal Julier um die eigene Achse drehte und einschoss. Dem Tor ging ein gelungener Angriff aus der eigenen Abwehr voraus.

Nach der Pause hatte der TSC zunächst weiter mehr Ballbesitz. Aber die Heimelf kam vor den rund 280 Zuschauern lange zu keiner Torraumszene mehr. Erst in der 75. Minute musste SG-Torhüter Merlin Schäfer bei einem Krebs-Schuss eingreifen. Bis dahin hatte die SG VBZ-Ixheim mehr Szenen vor dem Tor. Wie in der 61. Minute, als Sascha Strass eine Kopfballvorlage von Raje nach einem Freistoß nicht nutzen konnte. Inspiriert durch die Szene agierte die SG jetzt offensiver.

 VBZ-Spielertrainer Alexander Joniks (rechts) im Duell mit Nico Krebs. Der in der bisherigen Vorbereitung so treffsicheren TSC-Stürmer blieb an diesem Abend ohne Tor. Joniks erzielte das wichtige 1:1 für seinen neuen Verein.
VBZ-Spielertrainer Alexander Joniks (rechts) im Duell mit Nico Krebs. Der in der bisherigen Vorbereitung so treffsicheren TSC-Stürmer blieb an diesem Abend ohne Tor. Joniks erzielte das wichtige 1:1 für seinen neuen Verein. Foto: Martin Wittenmeier
 Beim Verbandspokalspiel am Wattweiler Berg mussten die Zuschauer am Einlass einen Mundschutz tragen und ihre Registrierungsdaten angeben.
Beim Verbandspokalspiel am Wattweiler Berg mussten die Zuschauer am Einlass einen Mundschutz tragen und ihre Registrierungsdaten angeben. Foto: Martin Wittenmeier

In der 78. Minute brachte Heiko Helmchen den ruhenden Ball von der Eckfahne ein zweites Mal vors Tor und fand seinen Trainer. 1:1. Fünf Minuten später hatte Manuel Leonhard bereits die Chance, die SG in Führung zu bringen. Er scheiterte jedoch an Cölsch. In der 88. Minute passierte es dann. Der stramme Raje-Freistoß zappelte im Netz. Und weitere fünf Minuten später rissen die Spieler der SG VBZ die Arme jubelnd nach oben.