Fußball-Landesliga VBZ-Sturmlauf wird nicht mit Sieg belohnt

Die VB Zweibrücken waren in Hinterweidenthal nah dran am ersten Saisonsieg in der Fußball-Landesliga. Doch die Partie endete Remis. TSC Zweibrücken und SG Rieschweiler verlieren.

  Lukas Österreicher (grün) von den VB Zweibrücken hatte den Siegtreffer gegen Hinterweidenthal auf dem Kopf. Doch die Partie endete torlos.

Lukas Österreicher (grün) von den VB Zweibrücken hatte den Siegtreffer gegen Hinterweidenthal auf dem Kopf. Doch die Partie endete torlos.

Foto: Martin Wittenmeier

SV Hinterweidenthal - VB Zweibrücken 0:0. Nach der Niederlage am ersten Spieltag gegen Hackenheim haben die Vereinigten Bewegungsspieler Zweibrücken beim SV Hinterweidenthal am Sonntag den ersten Punkt der neuen Saison in der Fußball-Landesliga gesammelt. Die VB und der SV trennten sich 0:0. „So kurz nach dem Abpfiff sind es für mich eher zwei verlorene Zähler als ein gewonnener“, sagte VB-Spieler Lukas Österreicher, der Alexander Joniks seit dieser Saison auch als Trainer unterstützt. „Die Spiele gegen Hinterweidenthal waren egal in welcher Liga immer 50:50-Geschichten. Das war auch heute lange so. Aber in der Schlussphase hatten wir diesmal die besseren Chancen“, ergänzte der 33-Jährige.

Jan-Niklas Krause, Österreicher selbst mit einem Kopfball und Waldemar Schwab waren am 1:0 für die Grün-Weißen ganz dicht dran. Aber das Runde wollte nicht ins Eckige. Auch vor der Pause hatten die Gäste eine dicke Gelegenheit. Neuzugang Christian Zech lief alleine auf das von Jonas Jung gehütete Tor der Hinterweidenthaler zu und wollte den erfahrenen Schlussmann umkurven. Doch Jung fischte Zech mit all seiner Routine im letzten Moment das Leder vom Fuß.

Der SV Hinterweidenthal agierte aus einer defensiveren Grundordnung – hatte bei seinen brandgefährlichen Kontern aber ebenfalls gute Gelegenheiten. „Mit ein wenig Abstand können wir mit dem Punkt sicher leben. Vor allem weil die Einstellung absolut gestimmt hat, das ist das Wichtigste“, sagte Österreicher. Dass seine Mannschaft nach zwei Spielen mit nur einem Zähler dasteht, verunsichere das Team nicht, ist er sich sicher. „Wir wollten uns in dieser Saison zwar eher Richtung oberes Drittel bewegen – und dafür ist der Punkt zu wenig. Aber wir starten ja fast schon traditionell durchwachsen. Das ist wie ein Fluch. Mit dem Zähler können wir arbeiten und werden versuchen, dass es nach dem Spiel gegen Rieschweiler vier sind.“ Schlusslicht Rieschweiler empfangen die VB am kommenden Sonntag zum Heimspiel.

TuS Hackenheim - TSC Zweibrücken 4:0 (2:0) Der TuS Hackenheim wird mehr und mehr zum Schreckgespenst der Zweibrücker Fußball-Landesligisten. Nachdem die VB Zweibrücken am ersten Spieltagt zu Hause gegen den TuS eine 0:3-Niederlage hinnehmen mussten, unterlag der TSC Zweibrücken am Samstag im Landkreis Bad Kreuznach mit 0:4 (0:2). „Wir wollten die lange Heimreise nicht ohne Punkte antreten, aber schon die Trainingswoche lief nicht wie gewünscht. Einfachste Übungen haben nicht funktioniert. Es hat sich abgezeichnet“, sagte TSC-Trainer Florian Opitz enttäuscht. Er ergänzte: „Wir haben die Leine die ganze Zeit etwas länger gelassen. Ab Montag im Training wird es Zeit, sie ein wenig enger zu schnallen. Wir schenken dem Gegner die Tore durch Fehlpässe und Ungenauigkeiten“.

Der TSC begann in Hackenheim gar nicht so schlecht, lief aber nach einer knappen halben Stunde dem Rückstand hinterher. Über die Flügel spielte sich der TuS ohne ernsthafte Zweibrücker Gegenwehr in die Spitze. Die anschließende Flanke verwertete Matthias Lahm zum 1:0 für die Gastgeber (28.). „Da reichen zwei Kontakte, um uns auszuspielen. Das Abwehrverhalten war katastrophal“, grollte Opitz. Beim zweiten Gegentreffer kurz vor der Pause ließen sich die Bubenhauser von einem weiten Hackenheimer Befreiungsschlag düpieren. Erneut war es Lahm, der der weit aufgerückten TSC-Hintermannschaft davonlief und das 2:0 für den TuS markierte.

Nach dem Seitenwechsel war dem TSC das Bemühen um den Anschluss nicht abzusprechen. Und fast wäre der Treffer auch gefallen. Nach Flanke von Quincy Henderson sah Sebastian Meil den mitgelaufenen Max Decker und legte mit dem Kopf quer. Decker versuchte das Leder in Seitenlage über die Linie zu drücken, doch der Ball ging über das Tor. Im direkten Gegenzug schraubten die Gastgeber den Deckel auf die Partie. Einen langen Ball der Hackenheimer hätte ein TSC-Verteidiger zu Torwart Max Cölsch befördern oder ins Seitenaus schießen können. Doch der Zweibrücker fabrizierte mit dem Kopf eine Kerze. Der Ball fiel Lahm vor die Füße, der sich im Eins-gegen-eins durchsetzte und seinen Dreierpack schnürte (49.). Dieser Gegentreffer war laut Opitz symptomatisch für den unglücklichen Auftritt seiner Mannschaft Beim vierten Gegentreffer kombinierten sich die Hausherren von der Eckfahne in den Strafraum. Henrik Sperling überwand Cölsch mit einem feinen Schlenzer ins Eck (63.). „Hackenheim hat sich gar nicht so viele Chancen herausgespielt. Trotzdem kassieren wir hier vier Tore“, haderte Opitz.

Der Teamgeist seiner Mannschaft sei intakt, versicherte der Trainer. „Wir haben nach dem Spiel noch lange zusammengesessen und diskutiert, was falsch gelaufen ist. Aber abgesehen von unseren Fehlern hatte der Gegner auch den größeren Willen, die Partie zu gewinnen. Und das kann ich nicht akzeptieren“, so Opitz. Bereits am kommenden Freitagabend empfängt seine Mannschaft den SV Hinterweidenthal auf dem Wattweiler Berg.

SG Rieschweiler - VfR Kaiserslautern 1:4 (1:1) Verbandsliga-Absteiger SG Rieschweiler hat auch sein zweites Saisonspiel verloren. Die SGR unterlag dem VfR Kaiserslautern am Sonntag an der dicken Eiche 1:4 (0:1). Andreas Koch brachte die Gäste in der 17. Minute in Führung. Rieschweilers Daniel Preuß gelang nach der Pause der Ausgleich (65.). Doch Cevdet Uluc (83.) und Marco Pertusch mit einem Doppelpack (88./90+3) besiegelten die Niederlage der SGR in den Schlussminuten.

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