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VB Zweibrücken mit Punkt für die Moral, TSC klopft oben an

Fußball-Landesliga : Österreicher wechselt sich selbst ein – und trifft

Fußball-Landesliga: Schlusslicht VB Zweibrücken spielt in Idar-Oberstein remis. TSC klettert nach Heimsieg über Simmertal auf Rang vier. Rieschweiler kommt gegen den Spitzenreiter unter die Räder.

Simmertal einen 3:0 (1:0)-Sieg gefeiert und ist in der Tabelle auf Rang vier geklettert. Die Hausherren ließen den Ball von Beginn an gut durch die eigenen Reihen laufen und legten sich den Gegner erstmal zurecht. Erik Bischof war es dann, der den TSC nach einer Viertelstunde vor 190 Zuschauern am Wattweiler Berg in Führung brachte. Co-Spielertrainer Dennis Hirt hatte Bischof mit einem feinen Pass in Szene gesetzt. Und der Stürmer vollendete aus neun Metern zum 1:0. Auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz blieb es bis zur Pause bei diesem Ergebnis.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste ein wenig mutiger, kamen aber nicht zu zwingenden Torchancen. Ein Doppelschlag brachte den TSC endgültig auf die Siegerstraße: Felix Stopp legte im Strafraum quer auf Maximilian Decker – und der hatte keine Mühe, den Ball aus fünf Metern über die Torlinie zu schieben (61.). Zwei Minuten später klingelte es zum dritten Mal im Kasten der Gäste. Auf Vorlage von Sebastian Schmitt grätschte Hirt das Spielgerät Simmertals Schlussmann Finn Luca Schäfer durch die Beine ins Netz.

In seinem letzten Spiel des Jahres gastiert der TSC am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr beim SC Idar-Oberstein II. Im Hinspiel waren die Zweibrücker nicht über ein 1:1 hinausgekommen. „Da haben wir noch etwas gutzumachen. Wenn wir gewinnen, hätten wir zur Pause 30 Punkte auf dem Konto. Damit könnten wir zufrieden sein“, sagte Hirt.

Schlusslicht VB Zweibrücken wartet in der Landesliga zwar weiter auf den ersten Saisonsieg, kann aus dem letzten Spiel der Hinrunde aber zumindest ein wenig neuen Mut ziehen. Denn die Vereinigten Bewegungsspieler stellten beim Tabellen-13. SC Idar-Oberstein II unter Beweis, dass sie in der Liga durchaus konkurrenzfähig sind und bogen dabei auch einen 0:2-Pausenrückstand um. Die Partie endete 3:3.

Vor rund 60 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz im Haag erwischten die Gastgeber den besseren Start und gingen durch Dustin Kyle Cooper in Führung (5. Minute). Und auch der zweite Treffer des SC ließ nicht lange auf sich warten. Mouhamad Kouyate erhöhte nach 14 Minuten auf 2:0. „Beiden Toren gingen krasse individuelle Fehler von uns voraus“, haderte VB-Spielertrainer Lukas Österreicher. „Ich dachte dann, das wird ganz schwer für uns. Aber wir haben uns gefangen und das Spiel kontrolliert.“ Ein Tor gelang den VB vor der Pause aber nicht. David Schwartz verpasste den Anschluss nach Vorarbeit von Manuel Leonhardt knapp.

Zur zweiten Halbzeit setzte Österreicher auf Angriff. Er wechselte Lars Schönborn ein und stellte vom defensiveren 4-2-3-1-System auf ein 4-3-3 um. Und der Mut der VB wurde belohnt. Nach Zuspiel von Leonhardt traf Jan-Niklas Krause zum 1:2 (54.). Nach etwas mehr als einer Stunde wechselte Österreicher dann sich selbst und David Hoffmann ein, obwohl dieser leicht angeschlagen war. Eine Viertelstunde vor dem Ende glichen die VB aus. Nach einem Schuss von Schönborn war erneut Krause zur Stelle, der zum 2:2 abstaubte (74.). Trotzdem sah es kurz vor Schluss finster für die Grün-Weißen aus. Denn nach einen eigenen Eckball liefen die VB in einen Konter, den David Bauer zum 3:2 abschloss (85.).

Die Zweibrücker warfen daraufhin alles nach vorne – und wurden erneut belohnt: Österreicher erhielt am gegnerischen Strafraum den Ball und jagte ihn zum 3:3 ins Netz (87.).

Der Spielertrainer sah das Remis mit gemischten Gefühlen. „Für uns war viel mehr drin. Aber der Entwicklungsprozess stimmt. Im letzten Spiel des Jahres wollen wie wieder alles raushauen“. Am Sonntag um 14.30 Uhr müssen die VB zum Tabellendritten TuS Hackenheim, der das Hinspiel mit 3:0 gewann.

Der Tabellenvorletzte SG Rieschweiler hatte im Heimspiel gegen Spitzenreiter SG Eintracht Bad Kreuznach im zweiten Durchgang nichts mehr zu bestellen und unterlag mit 0:7 (0:1). Vor der Halbzeit hatte sich die Klatsche noch nicht abgezeichnet.

„Wir haben in der ersten Halbzeit klasse mit dem Tabellenführer mitgehalten und hatten zur Pause sogar das Gefühl, dass hier eine Sensation möglich ist“, sagt SGR-Trainer Marcus Eiser. Doch das Gefühl trog: „Wir kassieren nach Wiederbeginn fünf Gegentreffer in zehn Minuten. Wie so eine Konzentrationsschwäche möglich ist, ist mir unerklärlich“.

Am kommenden Sonntag empfängt die SGR um 14.30 Uhr den Tabellenfünften SC Weselberg, der das Hinspiel mit 5:2 gewann. „Weselberg hat momentan einen Lauf, aber wir rechnen uns auf jeden Fall etwas aus“, verspricht Eiser.