Ulf Jung paddelt unter Top Ten

Bei der ersten Station des Deutschland-Cups der Slalomkanuten in Lofer hat sich Wsf-Paddler Ulf Jung nach einem schwachen ersten Lauf mit einem nahezu perfekten zweiten noch auf Rang neun vorgearbeitet.

Licht und Schatten hat es zum Auftakt des Nachwuchs-Deutschland-Cups der Slalomkanuten für Ulf Jung gegeben. Bei dem ersten der fünf Wettkämpfe dieser Serie im österreichischen Lofer hat der Paddler der Wassersportfreunde Zweibrücken zwei absolut unterschiedliche Läufe abgelegt und es nach den zwei Tagen auf Rang neun geschafft.

Bei dem Nachwuchs-Cup messen sich Jahr für Jahr Deutschlands beste Slalomkanuten auf einer der beeindruckendsten und schönsten Natur-Slalomstrecken der Welt. Der Höheischweiler Ulf Jung reiste, der in der Gesamtwertung des Cups im vergangenen Jahr Rang 18 belegte, gemeinsam mit seinem Trainer Angel Perez mit einer klaren Zielsetzung zu diesem ersten Saisonhöhepunkt: Nachdem er 2015 insgesamt Rang zehn in der deutschen Rangliste belegte, wollte er nun in seinem zweiten Jahr als Jugendfahrer einen einstelligen Platz bei dem Cup-Rennen belegen. Gewertet wird dieser Nachwuchscup allerdings zusammen mit den zum Teil zwei Jahre älteren Junioren.

Am Samstag verfehlte Jung sein Ziel dann aber recht deutlich. Er fuhr auf Rang 18, war danach etwas enttäuscht, weil mehr drin gewesen wäre. Das Feld sei aber sehr eng zusammen gewesen, da die Strecke recht leicht gehängt war und daher kleinste Nuancen entschieden hätten, erklärte der Trainer. Jung verfehlte einen Platz unter den ersten zehn somit um drei Sekunden. Für den zweiten Wettkampftag nahm sich der Zweibrücker dann einiges vor. Und schaffte es auch, das auf der Strecke umzusetzen. Der 16-Jährige zauberte einen nahezu fehlerfreien ersten Lauf auf die Saalach. Nach dem ersten Durchgang lag Jung sogar auf Rang vier, liebäugelte insgeheim mit einer Podestplatzierung. Allerdings konnte er sich im zweiten Lauf nicht mehr steigern, wurde noch von einigen Paddlern überholt. Mit dem neunten Platz konnte der Wsf-Kanut aber zufrieden sein, zumal er sich eine einstellige Platzierung zum Ziel gesetzt hatte - und die soll auch im Gesamtklassement des Nachwuchscups herausspringen, das im September nach dem Deutschlandcup-Finale im tschechischen Budweis feststeht.