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Vielseitigkeit: Über Gräben, Wälle und durchs Wasser

Vielseitigkeit : Über Gräben, Wälle und durchs Wasser

Beim Vielseitigkeitsturnier am Sonntag auf der Rennwiese misst sich der Nachwuchs ebenso wie erfahrene Buschreiter.

Seit Wochen schon hat die Zweibrücker Rennwiese bald täglich ein neues Bild. Immer neue Hindernisse stehen auf dem grünen Rasen, Entenhäuser, Schweineställe, Kisten, Ecken. An einer Seite haben sie eine rote Fahne, an der anderen eine weiße. „Die hat unser Parcoursbauer Stefan Odenbreit von überall her geholt“, erklärt Birgit Hohlweg, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Vielseitigkeit Rheinland-Pfalz-Saar (IGV) und Vorstandsmitglied im Verein für Vielseitigkeitsreiten Saarpfalz. Der Verein unter Vorsitz der Einöderin Stephanie Linn richtet auch in diesem Jahr wieder einen Geländetag auf der Rennwiese aus.

Mit den mobilen Hindernissen, die sonst auf Vielseitigkeitsstrecken saarlandweit verteilt sind, werden die vorhandenen Hindernisse wie Wälle, Baumstämme, Gräben, Treppen und das Wasser zu einem kompletten Parcours zusammengestellt. Die roten und weißen Begrenzungsflaggen zeigen den Reitern, von welcher Seite sie das Hindernis zu nehmen haben. „Rot ist rechts, weiß ist links“, erklärt Stephanie Linn. Damit der Parcours nicht nur schön aussieht, sondern die Reiter auch leichte Begrenzungshilfen an den Hindernissen erhalten, hat der Verein Tannen und Zweige organisiert. „Es ist eine Heidenarbeit. So ein Vielseitigkeitsturnier braucht Zeit und Engagement, Herzblut und jede Menge helfende Hände“, verdeutlichen die Gastgeber. Und dies nicht nur im Vorfeld, sondern auch während des Ablaufs. Obwohl die Rennwiese vom Billard aus recht gut zu überblicken ist, sind besonders an der Wasserpassage und weiteren, verdeckten Stellen, Hilfsrichter platziert, die überwachen, ob ein Reiter im ersten Anlauf und auf korrekter Linie das Hindernis überwindet oder davor eine strafpunktträchtige Ehrenrunde dreht.
Über Stock und Stein, genauer gesagt über Gräben, Treppen, Wälle, Baumstämme und durchs Wasser, geht es dann am kommenden Sonntag, 24. September. Im Mittelpunkt des Turniers steht der Reiternachwuchs ebenso wie die jungen Pferde. Von der Cross-Country-Führzügelklasse über einen Allround-Geländeritt bis zum Geländereiter-Wettbewerb und Stil-Geländeritt der Einstiegsklasse reicht die Abstufung für die jungen Buschreiter. Für die erfahrenen Buschis wird als Höhepunkt ein Stil-Geländeritt der anspruchsvolleren A**-Klasse angeboten. Hier satteln Stephanie Linn und Birgit Hohlweg sowie die lange Jahre in der Vielseitigkeit erfolgreiche Walshauserin, Kerstin Müller. In den
Nachwuchsprüfungen starten auch die jungen Teilnehmerinnen an der Pony-Schärpe von Einöd bis Grenzland-Kröppen.

Die Zuschauer haben von der Tribüne aus einen guten Überblick über das gesamte Turniergeschehen. Sie sind aber auch eingeladen, sich sofort an einem Hindernis wie etwa dem Wasserdurchritt zu platzieren, um das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Pferd und Reiter, das ein Geländeritt ausmacht, hautnah mitzuerleben.

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