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TuS Rimschweiler zieht Frauen-Mannschaft aus Spielbetrieb zurück

Mannschaft abgemeldet : Kein Frauenfußball mehr in Rimschweiler

Der TuS zieht seine Verbandsliga-Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurück. Nach zwölf Jahren endet damit eine erfolgreiche Geschichte des Vereins.

„Das tut schon weh“, ist dem Sportvorstand des TuS Rimschweiler, Hans-Peter Schmidt, die Wehmut über die Entscheidung des Vereins anzumerken. Nach zwölf erfolgreichen Jahren verabschiedet sich der TuS vom Frauenfußball. „Die Mädels haben den Verein in den zwölf Jahren gut repräsentiert. Sie waren ein Aushängeschild für uns“, betonte Schmidt.

Deshalb sei die Entscheidung den Verantwortlichen um den Vorstand, Spielleiter Martin Ramminger und Trainer Dirk Darsow auch nicht gefallen. „Wir haben in den vergangenen Wochen viele Gespräche geführt und vieles versucht. Aber am Ende blieb uns nichts anderes übrig.“ Insgesamt sieben Spielerinnen hätten der Mannschaft aus beruflichen Gründen oder wegen des Studiums nicht mehr oder nur sporadisch zur Verfügung gestanden, erklärt Schmidt.

Ausbildungs- oder Studienorte lägen in anderen Bundesländern. „Sie hätten nicht mehr trainieren können. Und ob sie zu Spielen gekommen wären, sei fraglich gewesen.“ Da nur drei Neuzugänge den Weg an die Rimschweiler Turnhalle gefunden haben, sei der Kader mit einem knappen Dutzend Spielerinnen zu dünn gewesen, um in der Verbandsliga Südwest zu spielen. Und Neuzugänge hätten den freiwilligen Weg in die Landesliga nicht mitmachen wollen.

Neben dem Bemühen um weitere Neuzugänge hätten die TuS-Verntwortlichen auch Gespräche mit Vereinen wie Ixheim/Einöd, Bierbach, Walsheim, Medelsheim oder Stambach für eine Spielgemeinschaft geführt. „Ich habe Verständnis, dass die abgesagt haben“, betont Hans-Peter Schmidt. Die Vereine hätten gewachsene Teams mit genügend Spielerinnen. Die eine oder andere der TuS-Spielerinnen werde wechseln. „Einige werden aber wohl mit dem Fußball aufhören.“

„Es war eine schöne Zeit und richtig, dass wir den Weg gegangenen sind“, blickt der Sportvorstand auf gute Jahre zurück. Schmidt begleitete den Weg zunächst als Jugendleiter, später als Trainer und Vorstand mit. Erich Wendling und Ralf Weinmann waren 2008 die ersten Trainer der Mädchen-Teams. Schon im Jugendbereich gewannen sie Titel. Mit dem Wechsel in den Aktivenbereich wurde 2015 erstmals ein Frauenteam gemeldet. Zwei Jahre später folgte der Aufstieg in die Landesliga und als Höhepunkt im vergangenen Jahr mit der dortigen Meisterschaft der Aufstieg in die Verbandsliga Südwest.

In der höchsten Liga des südwestdeutschen-Fußballverbands spielte das Team von Dirk Darsow auch gut mit. In der abgebrochenen Saison belegte der TuS den neunten Platz. Und lag elf Punkte vor einem Abstiegsplatz im Mittelfeld. „Damit hätten wir das Ziel, in der Liga zu bleiben, auch aus eigener Kraft geschafft“, blickt Schmidt auf eine gute Saison des Aufsteigers zurück. Die abrupt endete, ebenso wie die Erfolgsgeschichte des Frauenfußballs beim TuS Rimschweiler.