1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Turbulentes Jahr für den SVN Zweibrücken

Turbulentes Jahr für den SVN Zweibrücken

Der Leuchtturm der Zweibrücker Fußballszene, der Regionalligist SVN Zweibrücken , hat von seiner Leuchtkraft der vergangenen Jahre eingebüßt. Ursache sind einige personelle Rochaden, was zu erheblichen Einschnitten beim sportlichen Erfolg geführt hat. Zugleich ist das bisher auf Kante genähte finanzielle Konzept der Auerbacher erheblich ins Wanken geraten. Ursprung der finanziellen Schräglage war das verlorene Verbandspokal-Endspiel im Mai in Mehlingen gegen Oberligist Waldalgesheim. Mit dem insgeheim eingeplanten dritten Einzug in die lukrative erste Hauptrunde des DFB-Pokals, der eine hohe fünfstellige Summe garantiert hätte, hätten Altlasten getilgt werden können. Gleichzeitig mit der Pokalniederlage gab der bisherige Trainer Peter Rubeck nach sieben erfolgreichen Jahren beim SVN seinen Wechsel zu Ligakonkurrent Eintracht Trier bekannt. Damit hatte das bisherige Erfolgskonzept, das auf dem geschickten personellen und finanziellen Taktieren des Erfolgsduos Peter Rubeck und Teammanager sowie Sponsor Heiner Semar basierte, erste Risse bekommen. Die Verdienste der SVN-Führungsriege um Richard Denger sollen keineswegs geschmälert werden, doch welche Lücke Rubeck hinterlassen hat, wurde sehr schnell nach der Verpflichtung des neuen Trainers Adis Herceg ruchbar. Dieser musste den Verlust einiger Leistungsträger verkraften, die nicht mehr in den zwangsläufig abgespeckten Etat passten. Mit diesen hatte der Regionalliga-Neuling unter Rubeck überraschend den siebten Platz belegt. Doch zur neuen Runde kehrten einige Geldgeber, darunter der Trikotsponsor, dem SVN den Rücken. Der größte taktische Fehler außerhalb des Spielfelds unterlief Trainer Herceg, als er sich Semar, der bisher manches finanzielle Loch beim SVN gestopft und Verhandlungsgeschick bei den Spielerverpflichtungen gezeigt hatte, verwarf. Das Dilemma war perfekt, als der 36-jährige Trainer nach der Niederlage gegen den SC Freiburg II und internen mannschaftlichen Querelen entlassen wurde, Semar seinen Ausstieg aus dem Verein bekannt gab. Schwere Aufgabe für Hoffmann

Der Leuchtturm der Zweibrücker Fußballszene, der Regionalligist SVN Zweibrücken , hat von seiner Leuchtkraft der vergangenen Jahre eingebüßt. Ursache sind einige personelle Rochaden, was zu erheblichen Einschnitten beim sportlichen Erfolg geführt hat. Zugleich ist das bisher auf Kante genähte finanzielle Konzept der Auerbacher erheblich ins Wanken geraten. Ursprung der finanziellen Schräglage war das verlorene Verbandspokal-Endspiel im Mai in Mehlingen gegen Oberligist Waldalgesheim. Mit dem insgeheim eingeplanten dritten Einzug in die lukrative erste Hauptrunde des DFB-Pokals, der eine hohe fünfstellige Summe garantiert hätte, hätten Altlasten getilgt werden können. Gleichzeitig mit der Pokalniederlage gab der bisherige Trainer Peter Rubeck nach sieben erfolgreichen Jahren beim SVN seinen Wechsel zu Ligakonkurrent Eintracht Trier bekannt. Damit hatte das bisherige Erfolgskonzept, das auf dem geschickten personellen und finanziellen Taktieren des Erfolgsduos Peter Rubeck und Teammanager sowie Sponsor Heiner Semar basierte, erste Risse bekommen. Die Verdienste der SVN-Führungsriege um Richard Denger sollen keineswegs geschmälert werden, doch welche Lücke Rubeck hinterlassen hat, wurde sehr schnell nach der Verpflichtung des neuen Trainers Adis Herceg ruchbar. Dieser musste den Verlust einiger Leistungsträger verkraften, die nicht mehr in den zwangsläufig abgespeckten Etat passten. Mit diesen hatte der Regionalliga-Neuling unter Rubeck überraschend den siebten Platz belegt. Doch zur neuen Runde kehrten einige Geldgeber, darunter der Trikotsponsor, dem SVN den Rücken.

Der größte taktische Fehler außerhalb des Spielfelds unterlief Trainer Herceg, als er sich Semar, der bisher manches finanzielle Loch beim SVN gestopft und Verhandlungsgeschick bei den Spielerverpflichtungen gezeigt hatte, verwarf. Das Dilemma war perfekt, als der 36-jährige Trainer nach der Niederlage gegen den SC Freiburg II und internen mannschaftlichen Querelen entlassen wurde, Semar seinen Ausstieg aus dem Verein bekannt gab.

Schwere Aufgabe für Hoffmann

Die Insolvenz gerade so abgewendet, hat sich der neue Geschäftsführer Hans-Jürgen Ländle nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Allzu vollmundig angetreten, ist er schnell auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Der abstiegsgefährdete SVN, auch Aufsteiger FK Pirmasens ist nach verheißungsvollem Auftakt gefährdet, muss in der Winterpause weiter personell unter dem finanziellen Druck abspecken. Der bewährte Abwehrspieler Daniel Meisenheimer hat als einer der ersten die Konsequenz gezogen und weitere Spieler, die erst zu Saisonbeginn gekommen waren, haben sich ihm angeschlossen. Kurz vor dem Jahreswechsel gab Torwart Thorsten Hodel nach über vier Jahren seinen Abgang bekannt. Unter diesen sportlichen Voraussetzungen käme es fast einem Wunder gleich, könnte der neue Trainer Guido Hoffmann den Abstieg noch verhindern.

Auch beim Traditionsverein FC Homburg hat bis Mitte des Jahres das Trainerkarussell rotiert. Na chdem der Regionalligist in der Rückrunde einen sportlichen Einbruch erlebte, einen enttäuschenden elften Platz belegte, trennte sich der Verein Anfang April von Fußballlehrer Christian Titz. Nachfolger bis Ende der Saison wurde der Pirmasenser Robert Jung, der überraschend den Saarlandpokal-Sieg gegen den Drittligisten SV Elversberg feierte, ehe er dem neuen Trainer Jens Kiefer Platz machte. Der 40-Jährige, der den FCH vor zwei Jahren in die Regionalliga führte, hatte nach einem Intermezzo bei Eintracht Trier dem Werben des Homburger Vorsitzenden Herbert Eder nachgegeben. Eine überzeugende Leistung lieferte seine Elf bei der 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals vor rund 17 000 Zuschauern. Angesichts der Abstiege des 1. FC Saarbrücken und der SV Elversberg aus der 3. Liga wurde das Saisonziel relativiert. Nach einem holprigen Saisonstart belegen die Grün-Weißen nach 19 Spielen Platz sieben. Allerdings musste Kiefer auch eine komplett neue Mannschaft aufbauen, sodass das anvisierte Ziel Aufstieg von den Verantwortlichen, sehr zum Leidwesen der erfolgshungrigen Fans, noch zurückgestellt worden ist. Bestens eingeschlagen hat Torjäger Patrick Schmidt, der aus Webenheim stammt, und vom FCS gekommen ist.

Einen Wechsel auf der Trainerbank hat es auch beim Verbandsligisten SG Rieschweiler gegeben. Nach sechs Jahren zog sich der frühere Profi beim FCK, Tobias Weis, aus familiären Gründen bei seinem Heimatverein aus der ersten Reihe zurück und fungiert nun als sportlicher Leiter. Ein schweres Erbe hat sein Nachfolger und frühere SGR-Spieler Björn Hüther, der von Battweiler-Reifenberg gekommen ist, angetreten. Nach einer langen Durststrecke gelang zum Jahresabschluss ein Sieg. Die SGR muss in der Rückrunde kämpfen, um aus dem Keller herauszuklettern.

Nahtlos knüpft dagegen der TSC Zweibrücken an seinen Erfolg der Saison 2013/14, der mit der souveränen Meisterschaft in der A-Klasse gekrönt worden war, an. Unter Spielertrainer Sanel Nuhic steht die Elf vom Wattweilerberg, die sich zugleich die Stadtmeisterschaft in der Halle und den Kreispokal gegen den FK Clausen gesichert hatte, überraschend an der Tabellenspitze der Bezirksliga, darf mit dem Aufstieg in die Landesliga liebäugeln. Unter dem neuen Vorsitzenden und ehemaligen TSC-Spieler Wolfgang Schön wird die kontinuierliche Aufbauarbeit der vergangenen Jahre unaufgeregt fortgeführt. Sie war vom ehemaligen Vorsitzenden Dieter Heitmann eingeleitet worden, und soll auf dem neuen Rasenplatz und dem eventuellen Aufstieg in die Landesliga in der neuen Saison gekrönt werden.

Erfolgreicher Neuanfang

Im Gleichschritt ist im Hintergrund die Jugendarbeit mit profilierten Trainern forciert worden, sodass eine fundierte Basis geschaffen worden ist, auf die sich sportlich aufbauen lässt. Der TSC um den langjährigen Spielausschussvorsitzenden Thomas Wittenmeier ist auf dem besten Weg, an frühere Erfolge anzuknüpfen, nachdem der Verein nach dem zweimaligen Abstieg in die A-Klasse einen erfolgreichen Neuanfang sportlich und auf der Führungsebene gestartet hat.

Auf einem guten Weg ist auch der SV Ixheim als Tabellenführer der A-Klasse. Scheinbar reibungslos ist der Wechsel, ausgelöst durch den überraschenden Rücktritt von Trainer Peter Rinner, zu Spielertrainer Gjevdet Shabani gelungen. Darüber täuscht auch nicht das überraschende Aus des SVI, der seit Jahren eine erfolgreiche Jugendarbeit betreibt, im Viertelfinale des Kreispokals in Weselberg hinweg.

Langsam fasst auch der FC Oberauerbach, der zum 50-jähriges Bestehen die Meisterschaft in der C-Klasse gefeiert hat, unter Trainer Walter Schöb in der B-Klasse Fuß, nachdem in der vergangenen Saison ein erfolgreiches Team aufgebaut worden ist.

Für die Überraschung in der Fußball-Saarlandliga sorgt bisher der FSV Jägersburg. Unter ihrem langjährigen Trainer Marco Emich, der noch keinerlei Verschleißerscheinungen zeigt, liegt die Truppe an der Tabellenspitze, schickt sich an, in die Oberliga aufzusteigen. Dies wird von der bewährten Vereinsführung als machbar angesehen, zumal der Verein, zudem seit Jahren ein Aushängeschild im Frauenfußball, im Alois-Omlor-Sportpark auch über ausgezeichnete infrastrukturelle Voraussetzungen verfügt.