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TTC Riedelberg wartet auf eine Nachricht vom Verband

Tischtennis-Oberliga : TTC Riedelberg wartet auf die nächste Mail

Nach der Verlängerung des Lockdowns erwartet der TTC Riedelberg eine baldige Nachricht des Verbandes, wie es mit der Saison weitergeht. Elena Süs, von den Oberliga-Damen des TTC wäre für einen Saisonabbruch.

Für die Tischtennisspielerinnen und Spieler des TTC Riedelberg steht schon länger fest, dass sie in diesem Jahr keine Rückrunde spielen werden. Ob sie ihre Vorrunde noch beenden können, wissen sie allerdings noch nicht.

Aktuell ist die Saison noch bis zum 28. Februar unterbrochen. Da Bund- und Länder gestern jedoch beschlossen haben den Lockdown noch weiter zu verlängern, ist es wahrscheinlich, dass der Pfälzische Tischtennisverband ein neues Datum verkündet oder die Saison ganz beendet. Wie es mit der Oberliga weitergeht, in der die Frauen des TTC spielen, wollte der Deutsche Tischtennis Bund am 8. März bekannt geben.

„Normalerweise kommt kurz nach den Entscheidungen der Politik eine Mail vom Präsidium“, sagt Christian Becker, der Vorsitzende des TTC Riedelberg. In die Entscheidung, wie es im Amateur-Tischtennis weiter geht sind die Vereine nicht einbezogen. Für Becker heißt es also warten auf die Nachricht des Präsidiums.

Viele Hallensportarten hatten in den letzten Wochen ihre Saison bereits abgebrochen. Darunter etwa die Handballer. Im Tischtennis pausiert alles unterhalb der Bundesliga. Abgebrochen wurde noch nicht. Wenn es nach dem Riedelberger Vorsitzenden ginge, sollte die Saison aber gar nicht erst wieder losgehen. Für ihn ist das Infektionsrisiko im Sportbetrieb zu groß. Doch das sei nur seine persönliche Einschätzung.

Der pfälzische Verein pausiert schon seit Beginn der zweiten Lockdowns komplett. „Es gab keine Möglichkeiten in unserer Halle zu trainieren“, sagt Becker. Dennoch sind dem Verein die Mitglieder nicht weggelaufen. „Ich bin sehr froh, dass sie uns in der schwierigen Zeit unterstützen.“

Bei Elena Süs, Spielerin der Oberliga-Damen des TTCR hält sich die Motivation für die Restrunde nach eigener Aussage eher in Grenzen. „Ich sehe keinen Grund die Saison noch zuende spielen zu müssen“, sagt Süs. Die beiden Spieltage, die das Team im Oktober absolviert hat, waren für die Spielerinnen schon befremdlich. Kein Abklatschen, Abstand zwischen den Stühlen, Desinfektion der Platte nach jedem Spiel waren Teil des Hygienekonzepts – doch das hätte dem Spiel in gewisser Weise den Spaß geraubt, sagt Süs. „Wir spielen in einer Liga, in der es auch dazu gehört die Gegner zu empfangen, mit ihnen auch mal was zu trinken. Wir würden alle gerne wieder Tischtennis spielen – aber bevor es so läuft können wir auch noch warten.“

Sie würde sich eine klare und schnelle Entscheidung  wünschen, weiß aber etwa vom Klassenleiter, dass die Runde möglichst noch durchgebracht werden soll. Doppelspieltage im Mai waren angedacht. Die bisher vorgeschlagene Form passte aber auch nicht zu den Hygieneauflagen, die man zuvor beachten musste.

Wichtiger Sieg im Kampf um die Meisterschaft: Riedelbergs Julia Dieter bezwang die Pirmasenser Spitzenspielerin Monika Kiefer in vier Sätzen. Foto: Martin Wittenmeier

Von ihren Mannschaftskameradinnen weiß Süs, dass aktuell keine wirklich die Möglichkeit hat irgendwo Tischtennis zu spielen. Mit Schläger und Ball trainieren müssten die Riedelberger aber, sollte die Vorrunde noch durchgezogen werden. Wenn zeitnah eine Mail beim Vorsitzenden Becker eintrudelt, in der der Verband den Abbruch der Saison verkündet – die Riedelberger Spielerinnen würden sich nicht darüber ärgern.