Fußball-Landesliga TSC trifft auf ambitionierten SC Hauenstein

Zweibrücken/Rieschweiler · Bisher haben sowohl der TSC Zweibrücken als auch die SG Rieschweiler zu Hause immer gewonnen. Setzt der TSC diese Serie fort und fährt Rieschweiler den ersten Auswärtssieg ein?

 Spielertrainer Dennis Hirt (links) will mit dem TSC gegen Hauenstein zurück in die Erfolgsspur.

Spielertrainer Dennis Hirt (links) will mit dem TSC gegen Hauenstein zurück in die Erfolgsspur.

Foto: Martin Wittenmeier

Zu Hause haben sie in dieser Spielzeit immer abgeliefert, doch auswärts gingen sie bislang leer aus. Bei Heimpartien gab es für die beiden Fußball-Landesligisten aus dem Kreis, der TSC Zweibrücken und der SG Rieschweiler, je sechs Punkte, auswärts dagegen bislang ausschließlich Niederlagen. Und so befinden sich die Mannschaften derzeit jeweils im Tabellenmittelfeld: Zweibrücken ist Neunter, Rieschweiler Zehnter. Während dies für den in Sachen Aufstieg ambitionierten TSC keine gute Auftaktbilanz darstellt, kann man in Rieschweiler, wo der möglichst frühzeitige Klassenverbleib angestrebt wird, mit den sechs Punkten durchaus zufrieden sein.

Am fünften Spieltag empfängt der TSC Zweibrücken am Sonntag um 15 Uhr den ebenfalls ambitionierten SC Hauenstein zu einem wichtigen Verfolgerduell. Beide Mannschaften wollen in der Liga möglichst ganz vorne stehen. Die Hauensteiner haben neun Zähler auf dem Konto und drei ihrer vier bisherigen Partien gewonnen.

„Nach unserer 3:4-Niederlage in Ramstein mussten die Jungs diese Woche einmal mehr als gewohnt trainieren. In der zweiten Halbzeit hatte eigentlich alles gefehlt, was wir können: Laufbereitschaft, Wille und Kampf. Wir hatten einfach das Fußballspielen komplett eingestellt. Die Mannschaft hat auch untereinander das Spiel reflektieren lassen und einige Gespräche geführt“, blickt TSC-Spielertrainer Dennis Hirt auf den gebrauchten Sonntag zurück. Man habe der Mannschaft dann auch im Training angemerkt, nun wieder den Schalter umlegen zu wollen und setze gegen Hauenstein auf die Heimstärke.

„Der SC Hauenstein verfügt über eine hohe Qualität“, betont Hirt. Zuletzt hatte der SC den bis dahin noch ungeschlagenen Tabellensiebten VfR Kaiserslautern mit einer 5:0-Packung wieder auf die Heimreise geschickt. Hirt warnt vor allem vor den Qualitäten der beiden Spielertrainer Philipp Weishaar und Niklas Kupper sowie von Christof Seibel. Mit Sebastian Stanjek und Mounir Rabahi habe man sich vor der Saison noch einmal gut verstärkt. „Das ist eine fußballerisch sehr gute Mannschaft, die in der Offensive über viel Qualität verfügt, aber auch defensiv gut steht. Dennoch wollen wir natürlich auch für unsere treuen Anhänger das Spiel gewinnen“, sagt Hirt.

Nicht bei diesem Vorhaben mithelfen kann der privat verhinderte Jan-Patrick Buchheit. Max Leyes ist noch nicht wieder aus seinem Urlaub zurückgekehrt. Dafür steht Marc Arzt nach überstandener Grippe wieder zur Verfügung. Auch die beiden Urlaubsheimkehrer Tim Schadrin und Nico Eitel verstärken gegen den SC Hauenstein den Kader. Und Hirts gleichberechtigter Trainerkollege Özal Acar sagt: „Uns hat in Ramstein vielleicht ein Mentalitätsspieler auf dem Platz gefehlt, der eventuell die Mannschaft lautstark wachrüttelt und als Wortführer vorangeht. Dass einige Spieler bei uns die nötige Erfahrung dafür haben, ist völlig klar – aber das muss man dann auch mal machen.“ Die Mannschaft stehe für Sonntag in der Pflicht, Charakter zu zeigen. Die vergangene Niederlage sei ein richtiger Tiefschlag gewesen und habe wehgetan. Die Landesliga West sei viel physischer als die Landesligen im Saarland. „Wir haben etwas gutzumachen – vor allen gegenüber den vielen treuen Fans, die uns bei Wind und Wetter überall hin mit riesigem Herzblut begleiten“, betont Acar.

Nach ihrem 5:1-Feuerwerk daheim gegen den Tabellen-14. SF Bundenthal ist die SG Rieschweiler nun am Sonntag um 15.15 Uhr beim bereits angesprochenen VfR Kaiserslautern gefordert. „Gegen Bundenthal war es ein richtig guter Auftritt von uns. Endlich haben wir auch mal gegen einen guten Gegner gewonnen. Vor allem die zweite Halbzeit war richtig gut. Und so kommt dann auch mal ein überraschendes Ergebnis zustande, mit dem vielleicht vorher in dieser Höhe niemand gerechnet hat“, sagt Rieschweilers Trainer Björn Hüther. Er hatte den kommenden Gegner vergangene Woche eine Halbzeit lang bei der 0:5-Niederlage in Hauenstein beobachtet. Seine Erkenntnis aus dieser Beobachtung: „Sie hatten versucht, Fußball zu spielen. Es ist eine gegenüber der letzten Saison fast komplett neue Mannschaft, die vor der jüngsten Niederlage gut in die neue Runde hineingestartet war. In Kaiserslautern hatten wir das erste Spiel nach meiner Trainerrückkehr gewonnen. Das Gefühl bei Heimspielen ist stets richtig gut. Nun müssen wir es lernen, dies auch auswärts auf den Platz zu bringen.“ Schließlich könne man sich nicht darauf verlassen, stets die Heimspiele zu gewinnen.

In personeller Hinsicht sieht es bei der SG Rieschweiler derzeit „richtig gut“ aus. „Ich muss sogar Woche für Woche Jungs aus dem Kader streichen“, erklärt Hüther. Der Konkurrenzkampf sei enorm. „Wir fahren mit dem kompletten Kader nach Kaiserslautern“, hat Rieschweilers Trainer auf dem Rasenplatz auf dem Erbsenberg die Qual der Wahl.