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Pokal bleibt in Zweibrücken: TSC-AH gewinnt eigenes Traditionsturnier

Pokal bleibt in Zweibrücken : TSC-AH gewinnt eigenes Traditionsturnier

Es hat nicht sein sollen. Drei Sekunden vor der Schlusssirene versuchte es TSC-Spieler Sanel Nuhic mit einem Gewaltschuss aus zehn Metern, den Quierschieds Torwart Thomas Seitner jedoch abwehren konnte. Somit musste sich Nuhic gemeinsam mit Jens Hartz (beide je acht Treffer) vom SV St. Ingbert die Torjägerkrone teilen. Dennoch hatte der Trainer der Aktiven des TSC Grund genug zum Jubeln. Denn mit 5:1 besiegte die AH des TSC beim eigenen Traditionsturnier die Saarländer des FC Quierschied I. Damit ging der Wanderpokal für ein Jahr in den Trophäenschrank an den Wattweiler Berg. Zuletzt gelang dies 2014.

Insgesamt acht Mannschaften kämpften - zunächst in zwei Gruppen – in der Westpfalzhalle um die Trophäe. Allerdings mussten die Ergebnisse des SV St. Ingbert, vom SV Hinterweidenthal sowie der Zweibrücker Stadtauswahl nach der Vorrunde aus der Wertung genommen werden, da hier zu viele Spieler unter 32 Jahren mitgespielt hatten. Dadurch rutschte die SpVgg Einöd-Ingweiler als Tabellendritter doch noch ins Halbfinale. Dort war dann allerdings gegen den Finalteilnehmer FC Quierschied nach einem 3:5 Schluss.

Eine Bereicherung für die Veranstaltung war die erste Teilnahme des FC Rohrbach aus Bitche. „Die haben spielerisch und technisch das Turnier aufgewertet. Wir sind froh, dass sie da sind“, freute sich Turnierleiter Karl-Heinz Teuscher über die Zusage der Franzosen. Aber auch sie schafften es nicht ins Endspiel. Durch das 1:4 im Halbfinale gegen den TSC blieb ihnen nur das Spiel um Platz drei. Dort immerhin machten die Franzosen beim 5:1 kurzen Prozess mit den Einödern.

Im Endspiel sorgte die AH des Turnier-Ausrichters schnell für klare Verhältnisse. Den Eckball von Sanel Nuhic verwertete Dirk Dotterweich per Direktabnahme zum Führungstreffer nach zwei Minuten. Thorsten Stark erhöhte wiederum zwei Minuten später um einen weiteren Treffer. Danach folgten die Zeit des Sanel Nuhic, der zwischen der achten und neunten Spielminute den TSC klar auf 4:0 davonziehen ließ. Vincenzo Simonetta betrieb mit seinem Ehrentreffer für Quierschied nur noch Ergebniskosmetik. Dirk Dotterweich schloss nach einer Einzelaktion 30 Sekunden vor dem Ende zum 5:1 ab. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel stetig gesteigert“, sagte TSC-Torwart Martin Kozel. „Wir haben mit den schönsten Fußball gespielt und ich denke auch sehr intelligent. Wir wussten immer eine Antwort und konnten eine Schippe draufzulegen. Darum geht der Turniersieg, denke ich, in Ordnung.“

Neben der Torjägerkrone gingen die anderen Sonderpreise der 54. Auflage des TSC-Traditionsturniers an Jörg Freyler (SpVgg Einöd-Ingweiler) als bester Torwart und den FC Quierschied II als fairstes Team.