VT Zweibrücken : Vorsichtiges Herantasten der Sportler

Das vereinseigene Fitnessstudio Trimini der VT Zweibrücken ist seit vergangener Woche wieder für den Trainingsbetrieb geöffnet. Unter strengen Hygienemaßnahmen. Kurse dürfen drinnen allerdings noch nicht stattfinden, teilweise werden diese kurzerhand nach draußen verlegt

Augangs- und Kontaktbeschränkungen, über Wochen geschlossene Sporthallen und Fitnessstudios – keine leichte Situation für die vielen Breitensportler, die sich gerne und viel bewegen. Und das am liebsten in Gruppen. Seit der 8. Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz dürfen Sporthallen und Fitnessstudios seit 27. Mai nun aber wieder öffnen. Die Hallen in Zweibrücken sind jedoch noch dicht. Zahlreiche Mitglieder der VT Zweibrücken können dennoch aufatmen. Denn das vereinseigene Fitness- und Sportstudio Trimini empfängt seit vergangener Woche wieder Sportler in seinen Räumen. Wenn auch unter ungewohnten Umständen. Wie in allen Sportstätten im Land müssen auch hier besondere Corona-Hygieneregeln eingehalten werden, die Leiter Dominik Hartmann und Angelika Lißmann vor der Wiedereröffnung organisiert und eingerichtet haben.

 Schon beim Hineinkommen ins Trimini an der Festhalle sind Veränderugen zu erkennen. Die Theke in der Nähe des Eingangs ist unbesetzt. Hygieneregeln wurden angebracht. So ist bei Krankheitsanzeichen das Betreten des Fitnessstudios nicht erlaubt. Gleich im Eingangsbereich müssen sich die Besucher die Hände desinfizieren. „Zudem müssen sich die Sportler vor jedem Training in eine Anwesenheitsliste eintragen“, erklärt Dominik Hartmann. Der Leiter und die Mitarbeiter achten darauf, dass die Sportlerzahl in den Trainingsräumen maximal 20 Personen beträgt.

Leicht veranschaulicht wird die zugelassene Besucherzahl durch die Verteilung von Flaschen mit Desinfektionsmitteln. Jeder Sportler bekommt eines der 20 Behältnisse, die zur Verfügung stehen. Sind alle 20 im Umauf, so können die nächsten Sporttreibenden erst nach Rückgabe einer Flasche in die Trainingsräume. Nach der Nutzung von Hanteln, Scheiben und Geräten müssen die Gäste diese desinfizieren. „Zudem muss jeder ein großes Handtuch als Unterlage für bestimmte Geräte, wie zum Beispiel die Hantelbank oder Sitzflächen, mitbringen“, erklärt Hartmann, der auch darauf hinweist, dass für gute Umluft im Studio gesorgt ist, um dem „Aufenthalt“ des Coronavirus keine Chance zu lassen. Fenster sind möglichst lange und oft geöffnet. Eine Lüftungsanlage im Trimini sorgt daneben für bessere Durchlüftung. Zudem würden Kontaktflächen wie Türgriffe, Wasserhähne und Toilettensitze täglich mehrfach desinfiziert. „Das mit Sicherheit sinnvolle Hygienegesetz wird von unseren Mitarbeitern genauestens umgesetzt“, erklärt Dominik Hartmann.

Auch ein Mund-Nasenschutz muss im Inneren getragen werden. „Beim Training selbst kann auf diesen Schutz verzichtet werden, wenn sich im näheren Umkreis des Sportlers keine weitere Person aufhält.“ Das ist auch deshalb möglich, weil vor der Wiederaufnahme des Übungsbetriebs die Zahl der Geräte reduziert wurde, um den Mindesabstand einzuhalten. Hartmann: „Teilweise haben wir Laufbänder und Geräte für den Betrieb gesperrt, teils haben wir auch Stationen und Geräte entfernt.“ Auch Umkleideräume, Duschen und die Sauna bleiben vorerst dicht.

In den ersten Tagen nach Wiederbeginn war der Besuch im Trimini noch etwas dünn. „Viele unserer VTZ-Mitglieder werden sich erst einmal darauf einstellen, dass wir wieder auf haben“, schätzt der Trimini-Leiter. Der eine oder andere Besucher schaute sich schon mal um, auch um sich zu informieren, unter welchen Bedingungen wieder trainiert werden darf. Bald sollen auch die zahlreichen Kurse bei der VTZ wieder starten. „Drinnen dürfen wir unsere Angebote noch nicht anbieten. Den einen oder anderen Kurs werden wir dann im Freien mit dem entsprechenden Abstand der Kursteilnehmer anbieten“, erklärt Hartmann. Ob Konditionsgymnastik, Zumba, Power-Work, das ganzheitlich orientierte Budolife für Koordination, Haltung und Kräftigung, Sensi Power mit einem Mix aus Langhanteltraining und Yoga sowie weitere Kurse in Gruppen, das Angebot im Trimini ist groß. „Das schöne Wetter kommt unseren Kleingruppen bei diesen Kursangeboten natürlich entgegen. Im Freien können wir unter bestimmten Regeln ja schon wieder weitermachen.“

Ganz allein gelassen hatte die VTZ ihre Mitglieder auch in der Corona-Hochphase ohnehin nicht. Über zahlreiche Online-Kanäle hat der Verein Sportangebote ermöglicht. So hat die Vereinigte Turnerschaft Übungsanleitungen auf ihrer Internetseite bereitgestellt. Zugleich begannen einzelne Kurse über WhatsApp, über den die VT-Trainer Videos und aufmunternde Grüße teilten. Außerdem hat der Verein auf der Video-Plattform Youtube unter dem Namen „VTZ/Trimini Zweibrücken“ einen Kanal gegründet, auf dem weitere Übungsvideos mit vereinseigenen Trainern zu sehen sind. Seit April gibt es für Mitglieder darüber hinaus die Möglichkeit, verschiedene Kurse online zu belegen. Die Anmeldung – beispielsweise Wirbelsäulengymnastik, Sensomotorik oder Zumba – erfolgt über die Internetseite der VTZ bei den einzelnen Trainern. „Wir sind stolz darauf, wie schnell wir die Übungen auf unserer Seite und neue Lösungswege gefunden hatten“, sagte die VTZ-Vorsitzende Gisela Alt schon zu Beginn der Hallen- und Studioschließungen im März. „Mir ist es wichtig, dass unsere Miglieder wissen, dass wir für sie da sind.“ Nach der Öffnung des Trimini nun bald auch wieder in den Hallen der Stadt, wie die zahlreichen Sportler und Trainer hoffen.

In den ersten Tagen nach Wiedereröffnung des Trimini war der Besuch noch verhalten. Foto: Hagen/Markus Hagen

Geöffnet hat das vereinseigene Fitness-Studio Trimini der VTZ montags bis freitags von 8.30 bis 21.30 Uhr. Samstags ist von 14 bis 18 Uhr das Training möglich. An Sonntagen ist von neun bis 13 Uhr offen. Die Trimini-Corona-Regeln sind auch online auf der Homepage der VT Zweibrücken unter www.vtz-zw.de zu finden.