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Tennis in Coronazeiten: TC Kirrberg brennt auf Saisoneröffnung

Tennis : TC Kirrberg brennt auf Saisoneröffnung

Der Vorsitzende Jens Kihm kritisiert die generelle Schließung aller Sportanlagen. Große Verluste nicht nur durch Absage des Saarpfalz-Cups.

Wegen der Corona-Krise sind weiterhin im Saarland alle Sport- und Spielstätten für jeglichen Betrieb gesperrt. Doch langsam gibt es Entwarnung, zumindest in Rheinland-Pfalz. Hier dürfen die Tennisspieler seit Montag wieder auf ihren Anlagen spielen und trainieren, vorausgesetzt die Spieler halten Abstand und setzen die hygienischen Maßnahmen auch um.

 Im Saarland muss der Tennissport noch ruhen. Ein Grund für zahlreiche Tennisvereine und Clubs sich rechtlichen Beistand gegen den Beschluss der Landesregierung zu holen. Notfalls soll geklagt werden, so der St. Ingberter Rechtsanwalt und Tennisspieler Professor Guido Britz. Nicht wenige Tennisvereine und Einzelspieler würden diese Klage unterstützen.

 ,,Beim Tennisspiel stehen die Sportler mit mehr als zwei Metern auseinander. Wenn man die hygienischen Maßnahmen umsetzt, so zum Beispiel, dass nicht gemeinsam geduscht und sich in Kabinen umgezogen wird, sollte der Ausübung des Tennissportes auch nichts im Weg stehen“, ärgert sich auch der Vorsitzende des Tennisclubs Kirrberg, Jens Kiehm, über die derzeit generelle Sperrung aller Sport- und Spielstätten. Den Tennisvereinen entstehen arge Verluste, sollte der Betrieb weiterhin nicht stattfinden könnte. Beim TC Kirrberg könnten sich dieser wegen der Sperrung der Plätze und des Clubheims für diese Saison auf bis zu 10 000 Euro belaufen.

 Der Tophöhepunkt für den 1978 gegründeten TC Kirrberg in der Saison 2020 fiel bereits der Coronavirus-Pandemie zum Opfer. Die achte Auflage des Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz-Cups, die in der ersten Aprilwoche mit 110 Spielerinnen und Spielern hätte ausgtreagen werden sollen, musste am 13. März abgesagt werden. Vier Tage später mussten alle vier Plätze des TC Kirrberg im Sportpark Lerchenhübel gesperrt werden. ,,Besonders der finanzielle Ausfall am Finalwochenende unseres Turniers am 4. und 5. April tut sehr weh“, bedauert Jens Kihm.

 Auf der heutigen Anlage im Sportpark wid beim TC Kirrberg seit 2000 gespielt, nachdem der Verein zuvor an der Bachstraße mit drei Plätzen angesiedelt war. Nach dem Umzug wurden nicht nur vier Plätze gebaut, sondern auch ein Clubheim errichtet. Ende 2019 wurden die vier Kunstrasenplätze zu Kunstsandplätzen umgebaut. Gebundenes Tongranulat mit einer EPDM-Gleitfläche auf diesen neuen Spielflächen gelten als frostsicher. ,,Damit sind unsere Plätze ganzjährig bespielbar und das Spiel ist für unsere Akteure auch gelenkschonender“, betont Kihm. Diese Umgestaltung der Plätze sei die größte Investition für den Verein seit dem Umzug auf den Lerchenhübel geswesen. Gut 1100 Arbeitsstunden hätten die Mitglieder von 2019 bis 2020 in die Umgestaltung der vier Plätze gesteckt.

Nun muss dere Verein mit der Einweihung dieser neuen Plätze weiter warten, so Kihm, der am 7. Februar in diesem Jahr bei der Mitgliederversammlung des 187 Mitgliederstarken Tennisclubs das Amt als erster Vorsitzender vom langjährigen Vorgänger und Gründungsmitglied Gert Bonn übernommen hatte.

„Wir hoffen, dass uns die Mitglieder weiter dem Verein auch während der Krise die Treue halten“, sagt Kihm. Klar brennen auch die aktiven Mannschaften darauf, bald den Spielbetrieb in der A-Klasse und Landesliga aufnehmen zu können. Der TC Kirrberg würde für die Saison 2020 ein Damen-, ein Herren- und Herren-50 Team in den Meisterschaftsbetrieb schicken. Zudem gibt es bei neun Mannschaften von den Baimbinis bis zu den Herrn 40 Spielgemeinschaften mit dem TV Jägersburg (Juniorinnen U15, Herren 30, Herren 40), dem TC Limbach (drei Damen 30 Teams), dem TC Erbach (Bambinis) und eine Spielgemeinschaft bei beiden U15 Juniorenteams mit dem TV Jägersburg und dem TC Sanddorf.

www.tckirrberg.de