Tennis in Coronazeiten : Einfach froh, wieder auf dem Platz zu stehen

Spieler und Veranwortliche des Tennisclubs Althornbach hoffen auf einen verspäteten Start der Medenrunde im Juni.

Ein Stück zurück Richtung Normalität haben die Tennisspieler des TC Althornbach gemacht. Seit gut drei Wochen läuft unter strengen Auflagen wieder der Tennisbetrieb bei den Clubs und Vereinen auf den Sandplätzen. Wegen der Corona-Pandemie mit Verspätung. Aber immerhin darf auch beim Tennisclub Althornbach wieder den gelben Filzkugeln nachgejagt werden.

„Eigentlich wollten wir am 26. April die Saison auf unseren fünf Plätzen eröffnen, aber diese waren noch nicht fertig“, erklärte der Vereinsvorsitzende Manfred Kipper. Bisher hatte eine Firma die Tennisplätze des TCA vor dem Saisonstart in Schuss gebracht. Aber in der Corona-Krise lief vieles anders. „Wegen den behördlichen Auflagen musste unsere Anlage geschlossen bleiben. Auch unser Clubheim war zu.“ Um die fehlenden Einnahmen aus dem Clubheim zu kompensieren, griffen Vereinsmitglieder selbst zu Schaufel und Geräte, um die fünf Plätze in Schuss zu bringen. Kipper: „Weil wir die Plätze erstmals in Eigenregie für den Spielbetrieb fertig gemacht haben, haben wir Kosten von 5000 Euro, die wir sonst für die Herrichtung durch eine Firma hätte zahlen müssen, eingespart.“ Zehn Mitglieder waren insgesamt zwei Wochen dafür im Einsatz. Kipper ist froh über diese Unterstüzung.

 Nun läuft also der Tennisbetrieb wieder beim insgesamt 220 Mitglieder zählenden TC Althornbach. 100 aktive Spieler und 30 Nachwuchsspieler freuten sich, dass es endlich wieder losgehen konnte. Joachim Sapich, der zweite Vorsitzende des TCA: „Leider musste unser Clubheim zunächst weiter geschlossen bleiben. Unser Verein steht nicht nur für den Tennissport, sondern ist auch Anlaufstelle für gesellschaftliche Treffs und Kontakte.“ Mit der nun schrittweise Öffnung von Gastronomiebetrieben erhofft man sich auch beim TC Althornbach, unter Auflagen auch das Clubheim wieder öffnen zu dürfen. „Die Öffnung ist wirklich sehr wichtig für uns, finanzell, aber auch gesellschaftlich gesehen.“

 Vorerst aber seien die Althornbacher schon zufrieden, dass sie auf den Plätzen wieder Tennis Spielen dürfen. Die Corona bedingten Vorgaben sind klar. „Es dürfen maximal vier Spieler und ein Trainer auf dem Platz sein“, erklärt TCA-Tennistrainer Rainer Bouquet. Freiwillig wolle der Verein vorerst aber die Zahl der Spieler auf dem Platz auf zwei beschränken. „Doppel wird noch keines gespielt.“ Gruppentraining mit Jugendlichen und Erwachsenen ist also noch nicht möglich. Immerhin können sich die einzelnen Spieler aber nun auf die Medenrunde, den Spielbetrieb, gut vorbereiten. Durchaus möglich, dass am 8. Juni wieder um Punkte in den Teamwettbewerben der einzelnen Klassen gespielt wird.

 Und diesbezüglich brennen die neun Mannschaften des TC Althornbach mit jeweils zwei Damen- und Herrenteams, einer Damen 50, einer Herren 50, einer Herren 60 und einer Herren 65 Mannschaft auf den Saisonstart, der wegen der Corona-Pandemie verspätet aufgenommen wird. Zudem ist eine Jugendmannschaft U15 im Spielbetrieb. Gerade im Nachwuchsbereich wolle der TC Althornbach in den kommenden Jahren nachlegen. „Wir wollen verstärkt in die Kitas und Schulen, um für den Tennissport werben“, erklärt Vereinstrainer Rainer Bouquet dazu.

Aushängeschild des TCA ist aber die erste Damenmannschaft, die vor drei Jahren den Aufstieg in die Verbandsliga schaffte und in den darauffolgenden Jahren den Klassenerhalt souverän schafft. Beim TC Althornbach ist man stolz darauf, dass dieser überregionale Erfolg mit „Eigengewächsen“ geschafft wurde.