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Svartur nicht begeistert von Betrieb auf seiner Heimbahn

Svartur nicht begeistert von Betrieb auf seiner Heimbahn

Rund 50 Reiter aus Deutschland und der Schweiz haben sich bei der WM-Sichtung im Speedpass-Rennen der Islandpferde in Schönenberg-Kübelberg gemessen. Die saarländische Landesmeisterin Sina Lacour überzeugte.

Wie Trommelfeuer donnern die Hufe heran. Blitzschnell rasen Reiter und Islandpferd an den gespannten Zuschauern vorbei. Welche Flagge hebt sich, grün oder rot? Fast 50 Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz haben sich für das Speedpass-Rennen bei der Sichtung für die Weltmeisterschaft auf dem Móarbaerhof bei Schönenberg-Kübelberg angemeldet. Auf der abschüssigen Bahn nehmen die Pferde Anlauf, bevor sie auf die 100 Meter lange Rennstrecke gelangen. Wird rot geflaggt, hat das Pferd die fünfte Gangart der Isländer, den Pass, verlassen und ist galoppiert. Im Pass bewegen sich die Beinpaare einer Körperseite gleichzeitig. Zwei Wertungsläufe geben den Sportreitern des hochkarätig besetzten Feldes Gelegenheit, in die Wertung zu rennen. Eine von ihnen ist die 18-jährige Svenja Kohl vom Móarbaerhof, die aktuell auf Rang drei im Deutschlandranking der Junioren liegt. Allerdings findet ihr Hengst Svartur die fremden Pferde, Flaggen, Menschen auf "seiner" Anlage überflüssig und reagiert so "disamused", dass die Deutsche Jugendmeisterin diesmal keinen Stich macht. Da erst nach der DJM die WM-Teilnehmer bestimmt werden, ficht es die Amazone wenig an. Willi Becker vom Grenzlandhof im Mandelbachtal und ebenfalls im Jugendkader schafft es mit seinem Vördur frá Eystin-Hól im Speedpass auf Rang sechs nach seinem Sieg im 150-Meter-Passrennen mit Smári frá Hvoli.

Zufrieden ist auch die mehrfache saarländische Landesmeisterin Sina Lacour. Die 21-jährige Amazone aus Blieskastel siegte für den Verein der Islandpferdefreunde Zweibrücken vom Buchenwaldhof in Battweiler der Familie Reister mit Hraunar frá Husavik im Finale der Viergang-Prüfung, nachdem sie sich bereits als Beste qualifiziert hatte. Im A-Finale der Youngster-Töltprüfung musste das Siegerpaar der Qualifikation auf der falschen Hand beginnen, um langsamen und schnellen Tölt sowie die Übergänge zu zeigen und gewann Silber.

Wenngleich sie sportlich diesmal nicht an die Spitze ritten, freuen sich die Gastgeber über das gelungene und von den internationalen Teilnehmern durchweg für die perfekte Organisation und die tolle Atmosphäre in den höchsten Tönen gelobte Turnier. "Vier Tage und so viele Starter - für unser zweites Turnier überhaupt war das schon eine Herausforderung", resümiert Hofherr Gerald Kohl und dankt allen Helfern. Jetzt wolle man sich wieder mehr auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren.

ipzv.de