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SV64-Frauen in zweiter Hälfte vollkommen von der Rolle

SV64-Frauen in zweiter Hälfte vollkommen von der Rolle

Die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken hatten in dieser Oberligasaison schon einige Rückschläge zu verkraften – so konsterniert wie nach der unnötigen Niederlage beim direkten Konkurrenten in Mundenheim waren sie allerdings noch nicht.

Eine ganz irre Partie mit bitterem Ausgang haben die Handballfrauen des SV 64 Zweibrücken hinter sich. Völlig verunsichert wirkten die Spielerinnen, vollkommen konsterniert der Trainer des Oberligisten, Rüdiger Lydorf, nach der knappen 21:22 (14:6)-Pleite beim VTV Mundenheim . In dem Schlüsselspiel im Kampf gegen den Abstieg sicherten sich die Gastgeber quasi mit dem Schlusspfiff die zwei Punkte - und warfen den SV 64 ans Tabellenende. "Ich habe so was noch nicht erlebt", wirkte der Schock dieses Spieles auch noch Stunden danach bei Lydorf nach. "In meiner langen Karriere als Spieler und Trainer kann ich mich nicht erinnern, einmal solch zwei unterschiedliche Leistungen in zwei Halbzeiten einer Begegnung erlebt zu haben", ärgerte sich Lydorf über den deutlichen Leistungsabfall seiner Mannschaft.

Bitter war die Niederlage Sicht der Zweibrückerinnen insbesondere deshalb, weil sie eigentlich stark begonnen hatten, nach den guten Leistungen in den vergangenen Spielen auch am Samstagabend zunächst eine sehr überzeugende Darbietung abgeliefert hatten. Bei Halbzeit lagen die SV-Frauen sogar mit 14:6 vorne. Alles deutete auf den erhofften Auswärtssieg hin. Es kam anders.

Die Grundlage für die klare Pausenführung hatten die Zweibrückerinnen durch eine starke Abwehrleistung vor der aufmerksamen Jana Specht im SV-Tor gelegt. Außerdem gelang es ihnen, die eigenen Angriffe gut auszuspielen und viele Tempogegenstöße erfolgreich abzuschließen.

Ganz anders in der zweiten Hälfte. In den letzten 20 Minuten brachen die Gäste nach der 17:11-Führung komplett ein. Unerklärliche Fehlversuche, zahlreiche technische Fehler und ein ganz schlechtes Rückzugsverhalten der SV-Frauen waren in dieser Phase des Spieles auf Mundenheimer Seite der Schlüssel, um zurückzufinden. "Danach schien es, als hätten wir Angst davor, unsere Spiele zu gewinnen. Anders kann ich mir solche Einbrüche wie heute eigentlich nicht erklären", erklärte der SV64-Trainer enttäuscht. Seiner Mannschaft gelang nach dem Seitenwechsel kaum noch ein klarer Spielaufbau im Angriff - und es wurden viele einfache Bälle verworfen. So kam Mundenheim Schritt für Schritt ran. In der letzten Minute gelang der Ausgleichstreffer zum 21:21.

Die SV-Frauen kamen nochmals in Ballbesitz und Lydorf nahm sein Team-Time-out. Der Zweibrücker Siegtreffer fiel allerdings nicht mehr. Vielmehr gelang den Gastgebern kurz vor dem Schlusspfiff noch das Tor zum 21:22-Endstand.

"Jetzt kommt mit der HSG Hunsrück am nächsten Sonntag der stärkste Aufsteiger", sagte Rüdiger Lydorf abschließend: "Und das ist auch eine sehr gute Mannschaft, die aufgrund der Spielpause sechs Wochen Zeit hatte, sich auf diese Begegnung vorzubereiten. Es bleibt abzuwarten, wie wir uns von den letzten Punktverlusten erholen", ist Lydorf gespannt.

Zum Thema:

Auf einen Blick SV 64 Zweibrücken: Jana Specht und Daphne Huber im Tor - Ina Sohns 4/4, Katharina Handermann 4, Lara Schlicker 4, Lisa Paquet 3, Miriam Schöneich 2, Levke Worm 2, Anne Wild 1. cg