1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Handball-Oberliga: SV-Frauen verpatzen ihr Saisonfinale

Handball-Oberliga : SV-Frauen verpatzen ihr Saisonfinale

Zweibrückens Trainer Rüdiger Lydorf ist nach der schwächsten Saisonleistung bei der 24:39-Klatsche bei HSG Hunsrück bedient. Dennoch zieht man beim Oberliga-Achten ein positives Rundenfazit.

Da war nichts drin: Die Oberliga-Frauen des SV 64 Zweibrücken haben am Samstagabend ihr letztes Saisonspiel bei der HSG Hunsrück überdeutlich mit 24:39 (12:20) verloren und belegen in der Abschlusstabelle den achten Rang. Treffsicherste Spielerin im Kader der 64er war Levke Worm mit acht Treffern, die sie allesamt vom Siebenmeterpunkt erzielen konnte.

„Das war ein unerfreuliches letztes Spiel, was mich sehr enttäuscht. Wir wussten was auf uns zukommt, aber wir haben wenig bis nichts davon umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Trotz der kurzfristigen verletzungsbedingten Ausfälle von Ina Sohns und Kathi Handermann erklärt das unter keinen Umständen diese schwache Leistung“, erklärte ein völlig bedienter Zweibrücker Trainer Rüdiger Lydorf nach der höchsten Niederlage der Saison. Seine Schützlinge haben sich ihren schwächsten Auftritt ausgerechnet für das Rundenfinale aufgehoben.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. In der ausverkauften Hirtenfeldhalle in Kleinich waren die Hausherrinnen ihren Gästen aus der Westpfalz in allen Belangen überlegen. Angeführt von der überragenden und 15-fachen Torschützin Dunja Jost, ließen die Hunsrücker ihrem Gegner von Beginn an keine Chance. Schon zur Pause war das Spiel beim Zwischenstand von 20:12 eigentlich entschieden. Keiner der zahlreichen Zuschauer hatte den Eindruck, dass die Zweibrückerinnen sich noch einmal in diese Partie zurück kämpfen würden. So war dann auch der zweite Durchgang eine einseitige Angelegenheit und die Löwinnen mussten ihr Auswärtsspiel bei der HSG mit einer deutlichen 24:39 Niederlage quittieren.

Mit ein bisschen Distanz zu diesem unangenehmen Abschlusserlebnis, dürfen die SV-Frauen aber auch stolz auf die Leistungen der vergangenen Saison sein. Vor allem in der Anfangsphase des Spieljahres hat die junge Zweibrücker Mannschaft ihre Fans mit Tempohandball, Spielwitz und beweglicher Abwehrarbeit begeistert. Die Handschrift von Trainer Lydorf ist deutlich zu erkennen. Er hat dieser Truppe seinen Stempel aufgedrückt und schaffte es auch, aus einer guten Mischung von erfahrenen Spielerinnen, wie Katharina Koch und jungen Spitzentalenten, wie Lucie Krein ein homogenes Team zu formen.

Vor einem Jahr sind die Zweibrücker Löwinnen als Tabellenzwölfter mit mageren 17 Punkten dem drohenden Abstieg gerade noch so von der Schippe gesprungen. Da kann der achte Rang mit aktuell 27 Pluspunkten nicht nur als deutlichen Aufwärtstrend bewertet werden, sondern als wegweisender Trend. In den nächsten Jahren werden vielversprechende Talente den Weg aus der SV-Jugend ins Aktivenlager finden. Deshalb dürfen die Verantwortlichen der 64er von einer weiteren positiven Entwicklung im Zweibrücker Damenhandball ausgehen.