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SV-Frauen setzen weiteres Zeichen

SV-Frauen setzen weiteres Zeichen

Obwohl Roude Leiw Bascharage die Oberliga dominiert, wollen die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken die Saison nicht einfach abhaken. Sie kämpfen um die Vizemeisterschaft und haben sich mit dem Sieg gegen Bassenheim eine gute Ausgangsposition verschafft.

Erfolgreich Revanche genommen haben die Handball-Frauen des SV 64 Zweibrücken . Einen ungefährdeten 36:30 (21:15)-Heimsieg hat das Team von Trainer Martin Schwarzwald gegen den Drittliga-Absteiger TV Bassenheim in der RPS-Oberliga eingefahren und damit die 33:36-Hinspielniederlage ausgebügelt. Mit den erspielten Zählern haben die Zweibrückerinnen eine gute Ausgangslage im Kampf um die Vizemeisterschaft hinter der überragenden Mannschaft der Roude Leiw Bascharage geschaffen. Mit 27:9 Punkten belegt der SV 64, der noch die zwei Nachholspiele zu absolvieren haben, den vierten Platz, hinsichtlich der Minuspunkte liegt er vor dem derzeitigen Zweiten HSG Marpingen/Alsweiler. "Das war ein ganz wichtiger Heimerfolg gegen einen direkten Konkurrenten", betonte Schwarzwald .

Ähnlich wie im Hinspiel entwickelte sich eine torreiche Partie, in der der SV 64 einige Minuten brauchte, um sich auf die starke 6:0-Abwehrformation des TV einzustellen. So lagen die SV-Frauen schnell mit 1:3 hinten. Allerdings verrichtete die Abwehr vor einer starken Pilar Lamade im Tor einen guten Job, weshalb sich zunächst kein Team wirklich absetzen konnte. Die Gastgeberinnen fanden immer besser ins Spiel und trafen die richtigen Entscheidungen in ihren Angriffsaktionen. "Neben Joline Müller war es in der ersten Halbzeit vor allem Linksaußen Marion Weick, die mit starken Wurfvariationen überzeugte", lobte der SV-Trainer. Bassenheim tat sich schwer gegen die Zweibrücker 5:1-Abwehrformation, sodass sich die Gastgeberinnen Vorteile erarbeiteten. Bis zur Pause setzten sich die Zweibrückerinnen auf 21:15 ab.

Vielversprechend aus SV-Sicht verlief der Start in die zweite Hälfte. Auf 24:16 zogen das Team weg. Zwei taktische Maßnahmen Bassenheims sorgten nochmals für Unruhen bei den SV-Frauen. Zum einen agierte der Drittliga-Absteiger nun mit zwei Kreisläuferinnen, zum anderen wurde gegen SV-Torjägerin Joline Müller eine Manndeckung angeordnet. "Wir haben auf diese Umstellung zunächst nicht gut reagiert, wollten einfach nur unseren Stiefel weiter runter spielen", kritisierte Schwarzwald die Schwächephase, in der die Gäste durch vier Tore in Serie auf 20:24 verkürzten. Nach einer Zweibrücker Auszeit gelang es, die Kreise der beiden stärksten TVB-Spielerinnen, Jennifer Schmitt und Steffi Henn, einzugrenzen. Zudem spielte die junge SV-Truppe auch im Angriff wieder geduldiger. "Maßgeblichen Anteil daran, dass Bassenheim nicht mehr verkürzte, hatte Jana Specht", hebt der SV-Trainer seine Torhüterin, die in der 40. Minute in den Kasten rückte, hervor. "Mit Ausnahme der zehn schwachen Minuten in der zweiten Hälfte bin ich sehr zufrieden", resümierte Schwarzwald . "Die Mädels haben schon gegen Püttlingen gezeigt, dass sie noch um die Vizemeisterschaft kämpfen wollen und nun ein weiteres Zeichen gesetzt." Verzichten mussten die SV-Frauen in diesem Spitzenspiel auf Jugendnationalspielerin Amelie Berger, die mit der Jugendnationalmannschaft die EM-Qualifikation in Ungarn spielte. Dabei hat sie sich mit der deutschen Nationalmannschaft für die EM in Mazedonien qualifiziert, nach einer knappen 20:21-Niederlage gegen Ungarn und zwei deutlichen Siegen gegen die Ukraine (41:15) und gegen Griechenland (34:23). Amelie Berger erzielte dabei je zwei Tore gegen Ungarn und die Ukraine und sechs Tore gegen Griechenland. Nach dieser Runde muss der SV 64 ganz auf Berger verzichten. Sie zieht es wie im vergangenen Jahr die ehemalige Teamkollegin Elisa Burkholder nach Bayer Leverkusen . Dort kann sie A- und B-Jugend sowie in der zweiten Mannschaft in der 3. Liga spielen. Die 15-Jährige wird das Handball-Internat in Dormagen besuchen.

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Auf einen BlickSV 64 Zweibrücken : Lamade, Specht und Huber im Tor - S. Witzgall 1, Wild 2, Müller 17/5 - Handermann 3, Weick 6 - L. Witzgall 4 - Schlegel 1, Schoeneich, Krein, Zellmer 1 und Schlicker 1. cg