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SV-Frauen bringen sich selbst um Lohn

SV-Frauen bringen sich selbst um Lohn

Handball-Oberliga: Zweibrücker kassieren beim starken HSV Püttlingen eine ärgerliche 28:30-Niederlage.

Die gute Leistung der SV-64-Handballerinen beim HSV Püttlingen ist aufgrund des großen Pechs im Angriff nicht belohnt worden. Knapp musste sich die Zweibrücker Mannschaft in der Oberliga-Partie mit 28:30 (17:15) geschlagen geben. Es war die erste Niederlage der SV-Frauen nach zuletzt fünf Siegen in Folge. Und dabei waren sie auch beim besten saarländischen Team der Liga nah dran an einem Punktgewinn. Doch in den Schlussminuten reichte es nicht. "Das war eine unnötige und sehr ärgerliche Niederlage", war SV-Trainer Rüdiger Lydorf erkennbar angefressen. Vor allem, weil "durch die Ergebnisse in den anderen Hallen jetzt wieder alle Mannschaften ganz eng zusammengerückt sind".

Den besseren Start in dieses flotte Spiel erwischten die Zweibrückerinnen, die im ersten Durchgang immer vorlegen konnten. Über 4:2 setzten sie sich bis zur 20. Minute sogar auf vier Tore ab. Beim 8:12-Zwischenstand und beim 12:16 fünf Minuten vor der Pause deutete vieles auf eine Überraschung in Püttlingen hin. Die 64er verteidigten gut, konnten sich zudem auf Daphne Huber im Tor verlassen. Und vorne klappte auch das Zusammenspiel mit Kreisläuferin Laura Witzgall bestens, die schließlich fünf Tore beisteuerte. Gegen Ende der ersten Hälfte wirkten die SV-Frauen dann allerdings etwas schläfrig und schenkten nach der Pause gleich ihre Führung her. Noch davor verkürzten die Gastgeberinnen, bei denen erneut Torjägerin Marion Müller die meisten Tore erzielte, zum 15:17. Der zuvor recht komfortable Vorsprung der Zweibrückerinnen war schließlich unmittelbar nach der Pause aufgebraucht, als die Gastgeberinnen direkt drei weitere Tore folgen ließen. Jetzt war der Tabellendritte wieder am Drücker und immer in der Lage, entsprechend vorzulegen. "Begünstigt wurde dies aber durch einige viel zu überhastete Abschlüsse unsererseits", ärgerte sich Lydorf über die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft in diesen fünf Minuten letztlich selbst die Chance auf ein besseres Ergebnis bei einer der Spitzenmannschaften der RPS-Oberliga verspielte.

Zwar gelang es den SV-Frauen, auch in der zweiten Hälfte immer wieder in Führung zu gehen, letztlich setzten sich in einem spannenden und umkämpften Spiel aber die Gastgeberinnen durch, die vom 28:28 in den Schlussminuten noch auf 30:28 wegziehen konnten. "Ein Punkt wäre meiner Meinung nach heute aber nicht unverdient gewesen", erklärte Rüdiger Lydorf abschließend.

Neben Daphne Huber im Tor zeigten Carla Wiegand, Katharina Koch und Laura Witzgall im Zweibrücker Trikot überzeugende Leistungen, bestätigte die Mannschaft auch in dieser Begegnung die zuletzt gezeigten guten Leistungen, durch die sie sich vorübergehend aus der Abstiegszone gearbeitet hatten.