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SV 64 Zweibrücken schlägt den HC Dillingen/Diefflen deutlich

SV 64 Zweibrücken : SV 64 zündet Feuerwerk vor toller Kulisse

Vor rund 1000 Zuschauern in der Westpfalzhalle hat der SV 64 Zweibrücken am Samstag den HC Dillingen/Diefflen in der Handball-Oberliga mit 41:19 überrollt.

Die Oberligahandballer des SV 64 Zweibrücken haben am Samstagabend ihr erstes Heimspiel der Saison gegen den HC Dillingen/Diefflen souverän mit 41:19 (18:9) für sich entschieden. Bester Werfer im Team der Zweibrücker Löwen war Tim Schaller mit zehn Treffern.

Der Rahmen der Partie war ein besonderer. Vor dem Hintergrund der Freikartenaktion (wir berichteten) war die stattliche Zahl von rund 1000 Zuschauern in die Westpfalzhalle geströmt. Viele folgten der Bitte des Vereins, mit einem weißen Oberteil ihre Solidarität mit den Löwen zu zeigen und bildeten in der Westpfalzhalle eine weiße Fan-Wand. Diese schien die Hausherren von Beginn an zu beflügeln. Der SV 64 brannte ein spielerisches Feuerwerk ab, überrannte die Gäste aus dem Saarland – und bot den Zuschauern dazu noch das eine oder andere Kabinettstückchen. Steffen Gillner aus dem Sponsorenkreis, der die Freikartenaktion als Hauptverantwortlicher ermöglichte, stellte bereits eine Neuauflage in Aussicht.

„Meine Jungs waren schon in der Kabine kaum noch zu halten. Die haben sich alle so sehr auf diese Kulisse gefreut. Die wollten nur noch rausgehen und spielen. Ich glaube diese Spielfreude war heute wirklich spürbar“, sprudelte es nach der Partie aus dem Zweibrücker Trainer Stefan Bullacher heraus. Der Tatendrang seiner Mannschaft spiegelte sich auf der Anzeigetafel wider.
5:0 nach fünf Minuten, 10:2 nach einer Viertelstunde. Die Hausherren waren in allen Belangen überlegen. Vor einem starken Torhüter Benni Berz stand die bewegliche Abwehr sicher. Und Ballgewinne wurden über schnelle Tempogegenstöße in Tore umgemünzt. Beim Zwischenstand von 15:5 (22. Minute) führten die Löwen erstmals mit zehn Toren. Auch eine Auszeit von HC-Trainer Sven Malte Hoffmann brachte den Offensivmotor der Löwen nicht zum Stottern. „Meine Mannschaft hatte heute zu viel Respekt vor dem Spiel. Es kam mir vor, als ob zwei, drei Jungs im Anschluss das Trikot von (SV 64-Spieler Anm. d. Red.) Robin Eisel haben wollten“, nahm der ehemalige Zweitligaspieler das Ergebnis allerdings mit einem Augenzwinkern hin.

Im zweiten Durchgang änderte sich an den Kräfteverhältnissen auf dem Feld nichts. Über die Zwischenstände 22:10 (35.), 29:11 (45.) und 34:14 (50.) bauten die Gastgeber ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Mit vier Siegen aus vier Spielen liegen die Zweibrücker als einzige Mannschaft ohne Punktverlust an der Tabellenspitze.