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SV 64 Zweibrücken bleibt ungeschlagen an Spitze der Handball-Oberliga RPS

Handball-Oberliga : SV 64 bleibt unangefochten an der Spitze

Handball-Oberliga: Der SV 64 Zweibrücken musste sich den 27:21-Sieg gegen den TV Offenbach aber hart erarbeiten.

Auf harte Gegenwehr sind die Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstag gestoßen. Das Oberligateam gewann am in der heimischen Ignaz-Roth-Halle gegen den TV Offenbach dennoch auch das siebte Saisonspiel in Folge. In einer nervenaufreibenden Partie konnten sich die Löwen erst in den letzten zehn Minuten absetzen und verteidigen mit nunmehr 14:0 Punkten sowohl ihre weiße Weste, als auch die Tabellenführung.

Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen starken Gegner aus der Südpfalz. Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Offenbach war den Hausherren in Abwehr und Angriff körperlich überlegen und hatte mit Norman Dentzer zudem einen Torwart zwischen den Pfosten, der im ersten Durchgang seine Extraklasse mit tollen Paraden unter Beweis stellte. Die 64er erspielten sich zwar immer wieder durch ihre schnellen Kombinationen beste Einwurfmöglichkeiten, aber die Bullacher-Schützlinge scheiterten häufig an dem gut aufgelegten Schlussmann. So konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Über 4:2 (8.), 6:6 (12.) und 8:10 (21.) wechselte die Führung ständig. Nach einem 4:0-Lauf übernahmen die Gastgeber kurz vor dem Seitenwechsel die Führung und gingen mit einem knappen Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabinen. „Die Jungs haben in der ersten Hälfte wirklich gut gespielt, aber einfach zu viele Chancen vergeben. Wir hätten uns durch konsequentere Abschlüsse mehr belohnen und zur Pause deutlich höher führen können“, analysierte der SV-Trainer.

In der zweiten Halbzeit sahen die gut 380 Zuschauer fast eine Kopie des ersten Durchgangs. Die Zweibrücker erwischten den besseren Start, erhöhten auf 16:13 (35.). Doch Offenbach kämpfte sich zurück und übernahm mehr und mehr das Kommando. Spätestens eine Viertelstunde vor dem Ende gewannen die Gäste beim 20:19 die Oberhand. Bullacher reagierte und beorderte mit Schaller, Huber, Eisel, Bayer, Hammann und Grieser seine Anfangsformation aufs Feld. Zudem gab Benni Zellmer der ins Wanken geratenen Abwehr wieder Stabilität. In den letzten elf Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Marko Ivankovic leitete durch einen gehaltenen Siebenmeter gegen Max Daum eine fulminante Endphase ein. Im Angriff setzte der zuvor glücklose Christopher Huber mit einem Doppelschlag zur Führung ein starkes Signal. Plötzlich war der Wille und Glaube der jungen Zweibrücker Truppe spürbar – und das lautstarke Publikum trieb das Team an. Durch einen 8:1-Lauf siegten die 64er mit 27:21. Allerdings waren sich beide Trainer einig, dass der Sieg letztendlich etwas zu hoch ausgefallen war. „Es ist schön zu sehen, wie sich unsere junge Mannschaft von diesem fantastischen Publikum tragen lässt. Wir haben uns den Sieg heute durch großen Kampf verdient, auch wenn das Endergebnis dem Verlauf nicht ganz gerecht wird“, betonte Bullacher. „Die ersten 20 Minuten nach der Halbzeit waren in dieser Saison bis jetzt unsere größte Schwächephase. Da haben unsere Fans ein tolles Gespür gezeigt und durch ihre Unterstützung wieder Sicherheit gegeben.“

An diesem Sonntag tritt der SV 64 nun bereits zum dritten Saarderby der Saison in Völklingen an.