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SV 64 legt Protest gegen Niederlage ein

SV 64 legt Protest gegen Niederlage ein

A-Jugend-Trainer Hennersdorf sah „gravierende Fehlentscheidungen“, die zu 31:32-Niederlage in Konstanz führten.

Zum ersten Mal in fast drei Jahren A-Jugend-Bundesliga haben die Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstagabend beim Auswärtsspiel in Konstanz als Gast der HSG Konstanz nach dem Spiel einen Einspruch gegen dessenWertung des Spieles angekündigt. "Dieses Mal hatten wir wieder eine ganz unausgewogene Schiedsrichterleistung", war SV-Trainer Tony Hennersdorf nach der Partie vollständig bedient. So endete das Spiel am Samstagabend 32:31 (14:15) für den Zweitliganachwuchs der HSG Konstanz. "Leider gab es alleine in der letzten Spielminute zwei ganz gravierende Fehlentscheidungen", begründete Hennersdorf den Einspruch.

Ungeachtet dessen war bereits das Zeitstrafenverhältnis von 7:0 zulasten der 64er kaum nachvollziehbar. Vor diesem Hintergrund war der Spielverlauf der JBLH-Begegnung aus Sicht der Zweibrücker Löwen letztlich sogar ein wenig überraschend. Denn er war stets knapp und umkämpft.

In der ersten Halbzeit vermochte sich keine der beiden Mannschaften abzusetzen, vielleicht einmal davon abgesehen, dass die Gastgeber zwischen der sechsten und elften Spielminute vom 3:3-Zwischenstand auf 6:3 weggezogen waren und einmal mit drei Toren vorne lagen. Die 64er kämpften sich aber wieder heran und gingen ihrerseits kurz vor der Halbzeitpause durch Mike Finkler mit 15:14 in Führung.

Den Start in den zweiten Durchgang verpennten die SVler dann wieder, gestatteten den Gästen direkt zwei Treffer zum 16:15-Zwischenstand, den diese dann in den Folgeminuten, zeitweilig wieder in Überzahl, sogar auf 19:16 auszubauen vermochten. HSG-Toptorschütze Samuel Löffler erhöhte dann sogar auf 21:17, wobei Tom Grieser auf SV-Seite in dieser Szene auch seine zweite Zeitstrafe erhielt. Dann gelangen in Unterzahl dem entfesselt aufspielenden Niklas Bayer zwei Treffer, denen Philipp Meiser in der 41. Spielminute sogar noch den 20:21-Anschlusstreffer folgen ließ. Erneut Bayer sowie Tim Schaller sorgten dann für den 22:22-Ausgleich. Marc-Robin Eisel gelang zum 23:22-Zwischenstand die erstmalige Zweibrücker Führung, die Bayer, Eisel und Christopher Huber für die Zweibrücker Löwen weiter ausbauten - und zwar auf 27:24 in der 48. Spielminute.

In der 52. Spielminute war der SV-Vorsprung wieder aufgebraucht, kamen die Gäste zum 28:28-Ausgleichstreffer. Ein verworfener Siebenmeter Tom Griesers und ein Doppelschlag der Gastgeber ließen das Pendel dann wieder für die HSG ausschlagen, die kurz vor Ende auf 30:28 wegzog. Gerade die letzte Spielminute sorgte dann auf Zweibrücker Seite für sehr großen Unmut: Die 64er hatten sich wieder herangekämpft, aus einem 29:31 das 31:31-Unentschieden gemacht. Dann bekamen die SVler einen Siebenmeter zugesprochen. Marc-Robin Eisel vergab hier 40 Sekunden vor Spielende. Auf der anderen Seite schaffte Jonas Hadlich den 32:31-Führungstreffer. "Dem Tor war allerdings klar ein Fußspiel vorausgegangen", monierte Hennersdorf den ersten Fehler des Schiedsrichtergespannes in der Schlussphase.

Auch die Zweibrücker Löwen hatten dann nochmals Ballbesitz. Christopher Huber und Tom Grieser stürmten nach vorne, der Ball kam zu Grieser, und der wuchtete den Ball in den Winkel. Jetzt allerdings entschied das Schiedsrichtergespann gemeinsam mit dem ebenfalls überfordert wirkenden Zeitnehmergespann auf Spielende, bevor der Ball die gegnerische Linie überschritten hatte. "Ich meine, das war dann der zweite ganz entscheidende Fehler", ärgerte sich Hennersdorf, der sich die Spielszene auf der Heimfahrt von Konstanz nach Zweibrücken noch mehrfach angesehen hatte und dabei kein Schlusssignal vor dem Zappeln des Tornetzes vernommen hatte.

Das war's dann, einerseits mit den Punkten in diesem Spiel, andererseits aber auch mit der vagen Hoffnung, sich vielleicht doch noch auf den zweiten Tabellenplatz der Südstaffel der JBLH vorzuarbeiten und sich damit für die Endrunde, das Viertelfinale um die deutsche A-Jugendmeisterschaft, zu qualifizieren.