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SV-64-Frauen verkrampfen in der Schlussphase

SV-64-Frauen verkrampfen in der Schlussphase

Handball-Oberligist steckt nach 28:32-Niederlage wieder mittendrin im Abstiegskampf.

Nach der unnötigen, letztlich jedoch sogar recht deutlichen 28:32 (15:15)-Heimniederlage gegen die SG Mainz-Bretzenheim ist die Zweibrücker Frauenmannschaft in der Handball-RPS-Oberliga wieder auf den zehnten Tabellenplatz abgerutscht - und ist damit wieder mittendrin im Abstiegskampf. Denn momentan beträgt der Vorsprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz lediglich vier Punkte.

Unnötig war die Niederlage alleine schon deshalb, weil die Zweibrücker Handballerinnen am Sonntagmittag im Verlaufe der ersten Hälfte zusehends sicherer agierten und in ihrer stärksten Phase zwischen der 15. und der 24. Spielminute aus einem 6:7-Rückstand eine eigene 12:9-Führung machten. "Da haben wir sowohl in der Abwehr als auch im Angriff richtig gut gespielt", war SV-Trainer Rüdiger Lydorf doch zufrieden, dass seine Mannschaft hier dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken vermochte.

Allerdings war auch bereits in der ersten Hälfte erkennbar, dass die Gäste Zweibrücker Fehler dankbar annahmen, sich mit guter Defensivarbeit und starkem Umschaltspiel in der Ignaz-Roth-Halle präsentierten. Entschieden wurde die Begegnung am Sonntagmittag letztlich allerdings auch wegen der besseren Torleute im Mainz-Bretzenheimer Kasten. Denn sowohl Rebecca Büßer in der ersten, als auch Nathalie Schlesinger in der zweiten Hälfte gewannen das direkte Duell gegen die Zweibrücker Torhüterinnen letztlich deutlich.

Hauptproblem aus Sicht der SV-Frauen war allerdings, dass der Mannschaft zu viele Fehler unterliefen, was die Gäste insbesondere durch ihre auffälligste Spielerin Lena Nürenberg zu einfachen Kontertoren nutzten. Insgesamt zwölf Tore steuerte Nürenberg dann auch in diesem Spiel wieder zum klaren Auswärtssieg bei.

Immer dann, wenn die SV-Frauen konzentriert blieben und ihre Angriffe konsequent durchspielten, waren sie allerdings auch selbst gefährlich - und in der Lage, entsprechend vorzulegen. So waren die SV-Frauen beispielsweise auch in der 18. Spielminute durch einen Treffer Laura Witzgalls zum 8:7 erstmals wieder in Führung gegangen, nachdem die Gäste bis dahin dominiert und zwischenzeitlich sogar mit 3:5 vorne gelegen hatten. Alles offen war schließlich wieder nach 30 Spielminuten, denn die Gäste glichen kurz vor der Halbzeitpause noch zum 15:15-Zwischenstand aus.

Danach war das Spiel spannend und umkämpft - aus Zweibrücker Sicht eben ein typisches Spiel um ganz wichtige Punkte, das bis zur 53. Spielminute völlig offen war, sich in der Schlussphase dann allerdings zu Gunsten der Bretzenheimerinnen entwickelte.

Hier zeigte sich eben doch, dass Abstiegskampf hemmen kann. Denn während die Gäste als Tabellenfünfter befreit aufspielten, verkrampften die SV-Frauen. Überhastete und wenig vorbereitete Abschlüsse, die eine "leichte Beute" von Nathalie Schlesinger im Bretzenheimer Tor wurden, sowie weitere Kontertore und Treffer vom ersten Wurfkreis, die letztlich auch ein Resultat einer nunmehr viel offener und mit weniger Konzentration verteidigenden SV-Mannschaft waren, entschieden somit in den Schlussminuten diese Begegnung. Das 28:32 war allerdings klarer, als es der Spielverlauf hätte erwarten lassen.