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SV 64 Damen unterliegen Bassenheim in der Oberliga deutlich

SV 64 Zweibrücken Frauen : „Von A bis Z keine gute Leistung“

Die Frauen des SV 64 Zweibrücken haben in der Handball-Oberliga ihre erste Saisonniederlage kassiert – die fiel in Bassenheim deutlich aus.

Die Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken haben am Samstag in der Oberliga im Auswärtsspiel beim TV Bassenheim einen rabenschwarzen Tag erwischt. Die bis dahin ungeschlagenen Zweibrückerinnen mussten eine herbe 27:39 Niederlage einstecken. Beste Werferin im Team von Trainer Rüdiger Lydorf war Annalena Frank mit 14 Toren (davon acht Siebenmeter).

Die Löwinnen fanden nur schleppend in die Partie und lagen bereits nach zehn Minuten mit 3:8 in Rückstand. SV-Trainer Rüdiger Lydorf legte die Grüne Karte auf den Tisch, um seine Mannschaft neu einzustellen. Die Auszeit zeigte positive Wirkung. Die Handballerinnen aus der Rosenstadt verkürzten den Rückstand binnen sechs Minuten auf drei Tore (7:10/16. Spielminute). Auch der Rest der ersten Halbzeit verlief ausgeglichen. Doch immer wenn die Löwinnen in Schlagdistanz kamen, setzte Bassenheim mit schnellem Konterspiel unangenehme Nadelstiche. So ging der SV 64 mit einem 15:17 Rückstand in die Halbzeitpause.

„Die zweiten 15 Minuten der ersten Hälfte waren leider die einzige Phase, in der wir die richtige Einstellung in der Abwehr gefunden haben“, kritisierte Lydorf.

Nach dem Seitenwechsel ließen sich die Löwinnen zwar zunächst nicht abschütteln, das Ruder entscheidend herum reißen konnten sie aber nicht. Der TV Bassenheim hielt die Zweibrückerinnen immer auf Abstand, näher als auf die zwei Tore kam der SV nicht heran. Vor allem Bassenheims Nicole Hommen bekam der SV nie in den Griff. Sie erzielte wie Frank auf Zweibrücker Seite 14 Tore. Und auch im Angriff lief es nicht rund. „Die Mädels haben sich durch eine Umstellung der gegnerischen Abwehr leider total aus dem Konzept bringen lassen und sind beim Durchbruch oft an einer guten Torfrau gescheitert“, haderte Lydorf. Und dennoch. 18 Minuten vor dem Ende war die Partie beim Stand von 22:25 aus SV-Sicht noch längst nicht entschieden.

Doch kurz darauf legten die Gastgeber innerhalb von zehn Minuten einen 7:1 Lauf auf die Platte und zogen entscheidend auf 35:25 davon. „Das Hauptproblem lag in der Abwehr. Wir haben fast keine Zweikämpfe gewonnen und haben es nicht geschafft, den Nebenleuten so zu helfen, dass der Ball gestoppt werden konnte“, monierte Lydorf. Selbst nach guten Paraden der SV-Torfrauen seien die Abpraller direkt wieder in den Händen der Bassenheimerinnen gelandet, kommentierte der Trainer die unkonzentrierte Leistung seines Teams.

Nicht mal Ergebniskosmetik in der Schlussphase war seiner Mannschaft vergönnt. Im Gegenteil: Bassenheim schraubte den Vorsprung bis zur Schluss-Sirene auf zwölf Tore in die Höhe.

„Wir haben heute von A bis Z keine gute Leistung gezeigt. Das ist kein Beinbruch – unsere junge Mannschaft ist immer noch in der Findungsphase. Trotzdem können wir so ein Spiel nicht einfach abhaken. Das müssen wir aufarbeiten und unsere Lehren für das Heimspiel nächsten Samstag gegen die TG Osthofen ziehen“, so der Trainer.