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Südwestdeutscher Fußballverband plant neue Runde wieder mit geteilten Ligen

Pläne des SWFV für neue Saison stehen : SWFV plant wieder mit geteilten Spielklassen

Der Präsidiums-Beschluss steht noch aus. Der Start der neuen Fußballsaison ist für Mitte August angedacht.

Auf immer mehr Fußballplätze in der Region kehrt wieder Leben zurück. Noch immer abhängig von der Corona-Inzidenz wird in unterschiedlichster Form allmählich wieder das Training aufgenommen. Noch nicht endgültig beschlossen ist jedoch, wie es mit der kommenden Runde in den Klassen des Fußballverbands Südwest (SWFV) weitergeht. Wann wird die Runde angepfiffen? Kehren die Ligen zur vollen Stärke zurück oder bleiben sie geteilt? Die Pläne dazu sind erstellt, wie Reiner Ehrgott, Vorsitzender des Fußballkreises Pirmasens/Zweibrücken und Mitglied des Verbandsspielausschusses, auf Nachfrage erklärt. Diese müssen aber noch vom SWFV-Präsidium beschlossen werden.

Der Spielausschuss habe sich darauf geeinigt, dass auch in der kommenden Saison „auf jeden Fall wieder in Gruppen gespielt wird“, erklärt Ehrgott. Starten soll die neue Runde, „sofern es die staatlichen Verfügungen zulassen“, am 15. August. Der Beginn sei damit so geplant wie auch zu Nicht-Pandemiezeiten. „Ich gehe mal davon aus, dass es funktionieren wird, aber wir müssen die Verfügungen abwarten“, betont Reiner Ehrgott. Die in Rheinland-Pfalz derzeit gültige 22. Corona-Bekämpfungsverordnung läuft bis 20. Juni. „Aber wir haben den Spielplan so gestaltet, dass wir auch zwei, drei Wochen später anfangen könnten, da sind wir auf der sicheren Seite.“

Denn erneut einen Saisonabbruch zu erleben, das will der SWFV möglichst vermeiden. Genau wegen der weiterhin stets mitschwingenden Planungsunsicherheit soll auch wieder in geteilten Klassen gespielt werden. „Man weiß nicht, wie es sich entwickelt, ob es zum Winter hin nochmal schlimmer kommt mit der Pandemie, ob wir durchgeimpft sind“, erklärt der Kreisvorsitzende die Beweggründe.

Und selbst wenn die Saison dann tatsächlich komplett durchlaufen würde, hätten die Vereine „ja nicht weniger Spiele“, sagt Ehrgott. Wenn man das etwa für die Bezirksliga durchrechnet, wären es „bei voraussichtlich 20 Mannschaften zwei Zehnergruppen, da haben wir im Prinzip schon 18 Spiele, bis diese Vorrunde mit Hin- und Rückspielen abgeschlossen ist“. In den Auf- und Abstiegsrunden kämen dann nochmal zehn Spiele dazu. „Das heißt, die kommen dann auf 28 Spiele. In einer normalen Runde wären sie früher auf etwa 30 gekommen.“ Das wären dann vielleicht ein, zwei Spiele weniger. „Wenn man aber zumindest mal die Gruppenphase durchbekommt, dann hat man schon mal eine Entscheidung und damit die Möglichkeit, die Ligen zu werten. Und das ist ja eigentlich das große Ziel, dass man nach zwei Jahren ohne eine wirklich sportliche Entscheidung – wenn wir nach dem ersten Jahr auch welche haben aufsteigen lassen – die Meister und auch Absteiger wieder auf dem Platz ermittelt.“ Die vergangene Runde wurde annulliert, demnach gab es auch keine Auf- und Absteiger. „Das können wir uns auf Dauer ja nicht leisten – und das wollen die Vereine ja auch nicht“, betont der Kreisvorsitzende, der davon ausgeht, „dass diese Pläne auf der Präsidiumssitzung so beschlossen werden. Aber wir müssen eben auch abwarten, was das Land sagt.“ Die Hoffnung liegt neben der endlich wieder sportlichen Lösung am Ende einer Saison auch darauf, mit Zuschauern auf die Plätze zurückkehren zu können. „Das ist das A und O“, betont Reiner Ehrgott.