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Studenten wetteifern im Landgestüt

Studenten wetteifern im Landgestüt

Zum ersten Mal ist das Landgestüt Zweibrücken Austragungsort für das Hochschulvergleichs-Turnier, zu dem die Studentenreitgruppe des Akademischen Reitclubs an der Universität des Saarlandes (ARC) an diesem Wochenende einlädt.

"Es ist das erste Turnier nach jahrelanger Abstinenz", freut sich Pressesprecherin Aline Moosmann über die Zusage von neun Mannschaften aus dem gesamten Süddeutschen Raum.

Sie erklärt: Ein Hochschulvergleichsturnier kann nicht mit den üblichen Reitturnieren verglichen werden. Deutschlandweit gibt es etwa 60 Reitgruppen. Entgegen den üblichen Turnieren dauert hier die Saison von September bis Mai. An fast jedem Wochenende wird ein sogenannter CHU (concours hippique universitaire) veranstaltet. Bei diesen Hochschul-Vergleichswettkämpfen qualifizieren sich die 15 besten Hochschulen, die dann bei der jährlich im Dezember stattfindenden Deutschen Hochschulmeisterschaft um den Titel kämpfen. Die Studenten treten in Mannschaften zu je drei Reitern gegeneinander an. Das Besondere: Die Pferde werden vom Veranstalter organisiert. So haben die Reiter, die sowohl in der Dressur als auch im Springen antreten, vor jeder Prüfung nur wenige Minuten Zeit, sich auf den fremden Sportkameraden einzustellen. Gewertet wird nach einfachem K.o.-System. Der Student mit der besten Wertnote auf dem Pferd qualifiziert sich für die folgende Runde. Diese wird in der nächsthöheren Prüfungsklasse ausgetragen. Bei 9er und 12er Turnieren demnach bis zur Klasse M, ab 15er Turnieren bis zur Klasse S.

"Beim Unisport steht der Teamgedanke an vorderster Stelle", erläutert Moosmann. Zwischen den Finalritten kommt es zu einem besonderen Highlight: dem Finalknutschen. Es dient dazu - so sagen Legenden -, dem Finalpferd eine Pause zwischen den Ritten zu gönnen. Am Samstag wird von zehn bis 15.30 Uhr die Dressur ausgetragen, sonntags geht es von zehn bis 14.30 Uhr über das Stangenmikado.