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Stamatopoulos soll beim FC Homburg erstmal weitermachen

Fußball-Regionalliga : Stamatopoulos soll erstmal weitermachen

Fußball-Regionalligist FC Homburg gewinnt sein erstes Spiel unter dem Interims-Cheftrainer gegen Schott Mainz knapp mit 2:1.

Die gesamten 90 Minuten lief der neue FCH-Trainer Joti Stamatopoulos in seiner Coachingzone auf und ab, kniete sich hin, raufte sich die Haare und gab seinen Spielern auf dem Feld lautstark Anweisungen. Am Ende atmete er erleichtert auf. Der FC Homburg gewann mit 2:1 gegen Schott Mainz und stoppte mit seinem neuen Gespann an der Seitenlinie die jüngste Negativserie, die unter der Woche in der Entlassung von Matthias Mink gipfelte.

„Wichtig war heute allein der Sieg.“, freute sich Stamatopoulos nach dem Spiel. „Spielerisch ist da noch Luft nach oben, aber Leidenschaft, Wille und Einsatzbereitschaft haben heute gestimmt. Es zählen die drei Punkte, die sich meine Spieler verdient gesichert haben.“ 

Die Verantwortlichen hat das überzeugt, erstmal (bis zum Ende der Saison) mit Chef Stamatopoulos und seinem Co-Trainer Sven Sökler weitermachen zu wollen. „Sie haben unser Vertrauen“, sagte FCH-Sportvorstand Michael Koch am Samstag. Er sei überzeugt dass Stamatopoulos und Sökler den FCH in der Regionalliga wieder nach oben führen können. Koch schloss auch nicht aus, dass die Interimslösung möglicherweise über die Saison hinaus Trainer beim FC Homburg bleiben könnte.

Bewerber auf den Posten gebe es derweil einige: Seit der Trainerentlassung von Mink am Mittwochabend klingeln beim Vorsitzenden Dr. Eric Gouverneur, bei Geschäftsführer Rafael Kowollik und bei Michael Koch die Handys. „Gut 30 mögliche Nachfolgetrainer haben sich bei uns über ihr Berater schon gemeldet“, informiert Michael Koch. Der FCH möchte sich bei der Entscheidung jedoch nichts überstürzen und erstmal die kommenden Spiele siegreich gestalten.

Dass dies am Samstag gelang, hatte auch viel mit dem Gegner zu tun. Schon zu Beginn der Partie lenkte der Mainzer Schlussmann Max Hinke eine abgefälschte Freistoßhereingabe von Jannik Sommer ins eigene Tor (7.). Zum Ärger des neuen Trainers verpasste der FCH es nach der Führung trotz mehrerer guter Kopfballgelegenheiten nachzulegen. Stattdessen brachte Di Gregorio die Gäste mit einem kuriosen Eigentor zurück ins Spiel. Es schien zu laufen wie in den letzten Wochen. Umso wichtiger, dass der FCH sich nicht verunsichern ließ und noch vor der Pause die Führung wieder herstellte. Marcel Carl erzielte nach einer Ecke sein siebtes Saisontor (45.+2).

In der zweiten Halbzeit hatte der FCH zunächst noch einige Möglichkeiten zum 3:1, dann schlich sich jedoch offensichtlich die Angst bei den Spielern ein, wie in den letzten Wochen, den Vorsprung noch zu verspielen. Der Gegner aus Mainz schaffte es aber nicht, die Homburger Defensive nochmal richtig in Bedrängnis zu bringen.