Sky’s the Limit des LAZ Zweibrücken Noch mehr Zuschauer für starke Athletenfelder

Zweibrücken · Hoch und weit hinaus soll es am Samstag beim zweiten Sky’s the Limit des LAZ Zweibrücken gehen. Die Starterfelder versprechen hochkarätige Wettkämpfe. Die Speerwerfer und Stabhochspringer freuen sich vor allem auf die Zuschauerkulisse im Westpfalzstadion, die größer ausfallen wird als zunächst geplant.

 So dicht gedrängt wie im Vorjahr werden die Zuschauer am Samstag nicht an der Anlage stehen können, rund 450 Besucher dürfen die Wettkämpfe des „Sky’s the Limit“-Meetings aber dennoch live im Westpfalzstadion verfolgen.

So dicht gedrängt wie im Vorjahr werden die Zuschauer am Samstag nicht an der Anlage stehen können, rund 450 Besucher dürfen die Wettkämpfe des „Sky’s the Limit“-Meetings aber dennoch live im Westpfalzstadion verfolgen.

Foto: Svenja Hofer

Vieles läuft in diesem Jahr anders beim Sky’s the Limit des LAZ Zweibrücken. In der Planung, der Umsetzung, der Wettkampfgröße. Eins bleibt aber auch in Zeiten von Corona wie gehabt: Bis kurz vor Beginn des internationalen Stabhochsprung- und Speerwurf-Meetings an diesem Samstag gibt es noch viel Bewegung in den Starterfeldern – und dieses Mal auch bei den Zuschauern.

Anders als zunächst geplant dürfen sich nicht nur die derzeit für Freiluftveranstaltungen zulässigen 350 Personen zeitgleich im Westpfalzstadion aufhalten, sondern 600. Die Stadt Zweibrücken und das Land haben das vom LAZ bis ins kleinste Detail erarbeitete Hygienekonzept genehmigt, sodass neben den knapp 40 Athleten mit ihren Trainern und Betreuern, den Kampfrichtern, der Security, Helfern und Hygienebauftragten rund 450 Zuschauer die Höhenflüge und weiten Würfe bestaunen können. „Von den ersten Gedanken an das Meeting ohne Zuschauer nur mit Livestream bis zu 600 Leuten im Stadion ­– das ist schon eine gute Geschichte“, sagt der LAZ-Vorsitzende Alexander Vieweg. Und nicht nur die Zuschauer, auch die Athleten lockt das Sky’s the Limit.

So hat sich bei den ohnehin bereits stark besetzten Starterfeldern in den vergangenen Tagen noch was getan. Bei den Stabhochspringerinnen kehrt mit der mehrfachen deutschen Meisterin Lisa Ryzih eine alte Bekannte zurück an ihre frühere Wirkungsstätte. Die 31-Jährige, die in Zweibrücken ihre sportliche Karriere begann und als LAZ-Athletin zwei Weltmeistertitel – bei der U18 und U20 – gewann, schwang sich zuletzt 2014 vor dem Zweibrücker Publikum in die Höhe. Damals beim Hallenstürmer-Cup in der Westpfalzhalle, den sie mit 4,61 Metern für sich entschied. „Wir wollten die besten Athleten Deutschlands bei uns versammeln – und da gehört Lisa definitiv dazu“, betont Vieweg.

Ein besonderer Athlet mischt sich ins Feld der Speerwurf-Männer, die ihr Sportgerät erstmals bei dem LAZ-Meeting fliegen lassen werden. Mathias Mester vom 1. FC Kaiserslautern ist einer der erfolgreichsten Para-Athleten in Deutschland. Der mehrfache Speerwurf-Weltmeister feierte WM-Gold auch im Kugelstoßen und im Diskuswurf. Mit der Kugel sicherte er 2008 zudem Paralympics-Silber. Alexander Vieweg kennt den 33-Jährigen noch aus seiner Aktivenzeit. „Er freut sich riesig, bei uns werfen zu dürfen. Matze gegen Jojo – das wird ein bisschen wie David gegen Goliath“, sagt Vieweg lachend. Denn Mester bekommt es in Zweibrücken mit einem hochkarätigen Feld um den Weltmeister von 2017, Johannes Vetter, und den deutschen Meister und EM-Zweiten von 2018, Andreas Hofmann, zu tun. Der deutsche Rekordhalter (94,44 m) Vetter steigt in Zweibrücken in die späte Saison ein.

Auf starke Konkurrenz können sich auch die beiden Lokalmatadore Christin Hussong und Raphael Holzdeppe freuen. Die Speerwurf-Europameisterin will sich bei ihrem Heimspiel etwa gegen die Isländerin Ásdís Hjálmsdóttir Annerud, die niederländische Rekordhalterin Lisanne Schol und die deutsche Teamkollegin Annika-Marie Fuchs behaupten.

Hoch hinaus wird es für Stabhochspringer Rapahel Holzdeppe gehen müssen, will er um den Sieg mitkämpfen. Mit Sechs-Meter-Springer Piotr Lisek aus Polen, dem Griechen Konstantinos Filippidis sowie den Leverkusenern Torben Blech und Bo Kanda Lita Baehre bekommt er in seinem Wohnzimmer ordentlich Konkurrenz.

Pushen wird ihn sicher das heimische Publikum, auf das sich allerdings nicht nur die Zweibrücker Athleten in diesem ungewöhnlichen Wettkampf-Sommer riesig freuen. „Ich finde es toll, endlich mal in der Corona-Zeit mit Zuschauern zu springen“, fiebert etwa Stabhochspringerin Katharina Bauer (Leverkusen) dem Samstag entgegen. „Die Freude der Athleten bestärkt mich darin, dass wir uns für das Meeting entschieden haben“, freut sich Alexander Vieweg über den Zuspruch.

Und das Interesse ist auch bei den Zuschauern groß. 400 Tickets hat das LAZ über die Online-Registrierung vergeben, diese ist damit auch geschlossen. Ein kleines Restkontingent der freien Eintrittskarten gibt es am Samstag am Westpfalzstadion. Auch hier müssen die Besucher aufgrund der Corona-Bestimmungen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, werden die Wettkämpfe live im Internet auf sportdeutschland.tv zu sehen sein.

So sehr Alexander Vieweg dem Sky’s the Limit nun ebenfalls entgegenfiebert, so ist die Anspannung doch auch eine etwas andere als bei den zahlreichen vorherigen LAZ-Meetings. „Es hängen so viele Sachen in der Luft, die so einfach noch nie waren. Aber wir haben alles gut verteilt – das passt“, blickt der Meeting-Direktor auf das aufwändige Hygienekonzept, die vielen externen Helfer und Standbetreiber, die dafür sorgen, dass auch hinsichtlich der Corona-Vorgaben alles reibungslos abläuft. Wenn jetzt noch die Anreise der internationalen Athleten und der Livestream problemlos funktionieren, das Wetter wie erwartet mitspielt, dann ist Alexander Vieweg „wunschlos glücklich“. „Und ich hoffe, dass das so bleibt.“

 Stabhochspringerin Lisa Ryzih kehrt beim Sky’s the Limit des LAZ am Samstag an ihre alte Wirkungsstätte zurück.

Stabhochspringerin Lisa Ryzih kehrt beim Sky’s the Limit des LAZ am Samstag an ihre alte Wirkungsstätte zurück.

Foto: picture alliance/dpa/Jan Woitas
 Wie David gegen Goliath mutet der Vergleich von Para-Athlet Mathias Mester und dem DLV-Rekordhalter Johannes Vetter an.

Wie David gegen Goliath mutet der Vergleich von Para-Athlet Mathias Mester und dem DLV-Rekordhalter Johannes Vetter an.

Foto: picture alliance/dpa/Jens Büttner
 Große Vorfreude auf das vereinseigene Meeting herrscht bei Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong.

Große Vorfreude auf das vereinseigene Meeting herrscht bei Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong.

Foto: dpa/Tim Ireland
 Mit starker Konkurrenz bekommt es Raphael Holzdeppe im Stabhochsprung-Wettbewerb der Männer zu tun.

Mit starker Konkurrenz bekommt es Raphael Holzdeppe im Stabhochsprung-Wettbewerb der Männer zu tun.

Foto: dpa/Michael Kappeler

Das Sky’s the Limit des LAZ wird an diesem Samstag ab 15.15 Uhr live im Inernet auf sportdeutschland.tv übertragen. Das LAZ bietet zudem einen Liveticker auf seiner Facebook-Seite an.

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