Kolumne : Eine Ode an den Amateurfußball

Nur noch zwei Spieltage in den Fußball-Amateurligen. Zwei Spieltage mit Auf- und Abstiegen, Frust und Freude und – seien wir ehrlich – einem Haufen alkoholischer Kaltgetränke.

Noch zwei Mal den grausamen Ikke Hüftgold blechern aus schrammligen Lautsprecherboxen hören, zwei Mal den armen Tropf bemitleiden, der beim Knobeln im Klubheim immer die Runden bezahlt. Zwei Mal den ungeduschten Stürmer, der vom Trainer mit der Kippe im Mundwinkel erwischt wurde, über den Strafenkatalog jammern sehen. Zwei Mal das langgezogene „Kiiiiiste“ hören, wenn der Verteidiger im Lokalduell getunnelt wurde. Und hey – ein Kreisligaspiel ist kein Kreisligaspiel, wenn nicht mindestens einmal das gute alte Eisspray zum Einsatz kommt. Fußball ist mehr als Sky-Abo und die Konfettikanone in der Halbzeit. Deshalb werde ich die letzten zwei Spieltage bei den Amateuren nochmal so richtig genießen. Trotz Ikke Hüftgold.