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Inklusions-Lauf: Sport als Bindeglied beim Fohlenhoflauf

Inklusions-Lauf : Sport als Bindeglied beim Fohlenhoflauf

Neben dem Wettkampf auch Inlusionsgedanke im Mittelpunkt. Teilnehmerrekord bei 25. Auflage.

Sport verbindet. Das zeigte bereits zum 25. Mal der Fohlenhoflauf des CJD-Jugenddorfs Berufsbildungswerk Schwarzenbach. Denn hier steht nicht nur der sportliche Wettkampf, sondern auch das Thema Inklusion, das gemeinsame Sporttreiben von Mensch jeglicher Herkunft, mit und ohne Behinderung im Zentrum.

„Behinderte und nichtbehinderte Menschen, Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund, Jung und Alt, alle Menschen sind bei unserer Veranstaltung aufgerufen, mit zu machen“, sagt Regina Raskopp vom CJD Gesundheitszentrum. Rund 100 Wanderer sowie 29 Nordic Walker machten sich zunächst aber vom Start und Zielort am Gemeinschaftszentrum des Berufsbildungswerks auf den Weg. Danach wurde es immer sportlicher. Über den Zwei-Kilometer-Jedermann-Lauf machten sich danach über die fünf und zehn Kilometer langen Distanzen mit Wettkampfcharakter knapp 240 Läuferinnen und Läufer jeder Altersklasse auf die Strecke. Vom Jugenddorf wurde in das idyllische Lambsbachtal bis nach Kirrberg durchlaufen.

Streckensprecher und Mitorganisator Rainer Satzky freute sich über die tolle Gesamtstarterzahl von 465 Teilnehmern. „Das ist Rekord in der 25-jährigen Geschichte unseres Fohlenhoflaufs“, erklärt Satzky, der sich an einige kuriosen Geschichten dieser Sportveranstaltung erinnert. So mussten die Läufer einmal einen kleinen Umweg einlegen, weil ein Möbelumzugswagen auf der Laufstrecke stand. Über seine sagenhafte Zeit von 23 Minuten freute sich ein Zehn-Kilometer-Läufer sehr verwundert. Es stellte sich heraus, dass er nur knapp sechs Kilometer gelaufen war.
Der Sieger über die zwei Kilometer kam mit Charles Okai diesmal von der LC DJK Erbach. In 7:21,6 Minuten kam er vor seinem Vereinskollegen Ahmed Al-Jahir (7:32,7 min) durchs Ziel. Okai war nicht nur mit seinem Sieg, sondern auch mit seiner Zeit zufrieden. „Dies war erst mein zweiter Volkslauf. Es hat großen Spaß gemacht.“ Für ihn war es ein kleiner Testlauf für seine Teilnahme am Berliner Mini-Marathon am 23. September.
In der Zeit von 18:55,6 Minuten durchquerte der Sieger über fünf Kilometer die Ziellinie. Nils Sauer vom TV Homburg läuft seit acht Jahren. Überwiegend über 5000 bis 1000 Meter ist der 16-jährige Leichtathlet am Start. Die Fohlenhoflauf gehört seit vier Jahren zum festen Bestandteil seines Sportkalenders. „Ich finde die Strecke und auch die Atmosphäre jedes Jahr etwas ganz Besonderes“, sagt der Homburger. Hinter Sauer landeten Ahmadi Zaker (LC DJK Erbach) in 19:18,3 Minuten und Yasine Lofti vom Gastgeber CJD Jugenddorf in 19:30,0 Minuten auf den Plätzen zwei und drei. Thorsten Jacob vom LAZ Saarbrücken gewann die Zehn-Kilometer-Distanz in einer Zeit von 37:26,8 Minuten. Zweiter wurde dahinter Marcel Luka von den LF Elversberg (38:36,3 min) vor Dominik Luck (DJK St. Ingbert, 39:33,1 min).