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Handball-Oberliga: Souveräner Löwen-Sieg mit Luft nach oben

Handball-Oberliga : Souveräner Löwen-Sieg mit Luft nach oben

Mehr Mühe als es der souveräne Auftritt während der ersten 20 Spielminuten erwarten ließ, hatten die Zweibrücker Löwen am Tag der Deutschen Einheit im Nachholspiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen. Am Ende stand zwar ein souveräner 32:25 (16:9)-Heimsieg, womit die 64er, allen voran Trainer Axel Koch, letztlich sehr zufrieden waren. Irgendwie schien es aber auch, als wäre in dieser Begegnung aus Zweibrücker Sicht „etwas mehr“ drin gewesen.

Zwischenzeitlich hatten die 64er im ersten Oberliga-Heimspiel der laufenden Saison im „Löwenkäfig“ der Ignaz-Roth-Halle beim 14:4-Zwischenstand mit zehn Toren Unterschied geführt, gut verteidigt, ein ordentliches Umschaltspiel geboten und im Angriff durch gute Kreuzbewegungen immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten herausgespielt.

Der erste merkliche Bruch im Zweibrücker Spiel kam nach den ersten Wechseln, die SV-Coach Axel Koch in der 20. Spielminute, unmittelbar nach seiner ersten Auszeit vorgenommen hatte. Davor taten sich die Gäste erkennbar schwer, um sich gegen die aufmerksame Zweibrücker 3:2:1-Abwehrformation vor dem erneut starken Benedikt Berz durchzusetzen. „Ich habe heute die Gelegenheit genutzt, viel zu wechseln“, stellte Koch nach dem vierten Sieg im fünften Saisonspiel heraus. „Und das ging dann schon etwas zulasten der Dynamik und des Tempospiels“.

Den Gästen gelang es auch nicht, die anfänglichen Zweibrücker Fehlversuche auszunutzen. Mehr als ein 0:2-Zwischenstand sprang aber nicht heraus, ehe Jugendnationalspieler Marc-Robin Eisel in der fünften Spielminute und dem vierten Zweibrücker Angriff den ersten SV-Treffer erzielte. Dies war gleichzeitig die Initialzündung für ein 15-minütiges Angriffsfeuerwerk der Zweibrücker Löwen, die sich in dieser Phase kontinuierlich absetzten. Dabei spielten insbesondere die Zweibrücker Rückraumakteure Niklas Bayer, Marc-Robin Eisel und Lukas Majbik stark auf. Immer wieder gelang es ihnen, mit ihren dynamischen Kreuzbewegungen Durchbrüche in die 6:0-Abwehrformation zu initiieren. In dieser Phase fiel aber auch der schönste Treffer des Abends, als Benni Zellmer von Linksaußen zu Philipp Hammann am rechten Flügel passte und der dann zum 5:2-Zwischenstand vollstreckte.

Marc-Robin Eisel erzielte in der 21. Spielminute durch einen verwandelten Siebenmeter, seinen fünften Treffer, den vorentscheidenden 14:4-Zwischenstand. Dass die 64er anschließend merklich den Fuß vom Gas nahmen, ermöglichtete den Gästen noch einmal zu verkürzen.

Belebendes Element auf Binger Seite war im zweiten Durchgang die Einwechslung von Sebastian Diehl, der sich in 1:1-Situationen mehrfach durchsetzen konnte. Diehl, Stefan Corazolla in linken Rückraum und Kreisläufer Martin Schieke waren die auffälligsten Gästespieler. Und die wiederum nutzten im zweiten Durchgang aus, dass die 64er, bedingt auch durch einige Wechsel, etwas Tempo einbüßten, die Angriffsaktionen nicht mehr so zielstrebig wie zuvor ausgespielt wurden. Am meisten machte sich allerdings bemerkbar, dass die 3:2:1-Abwehrformation jetzt wesentlich statischer agierte, immer wieder einfache Durchbrüche und Gegentore gelangen. „Hier muss es uns zukünftig gelingen, die gute Abwehrarbeit über die gesamten 60 Minuten zu zeigen“, fand Koch dann doch auch einen ganz wesentlichen Kritikpunkt.

Bis zur 52. Spielminute kamen die Gäste somit sogar nochmals auf 22:26 heran, ehe sich die 64er im Schlussspurt wieder auf ihre eigenen Qualitäten besannen, den Schalter nochmals umlegten und dann auch noch zum ungefährdeten 32:25-Heimsieg wegzogen. Mit 8:2-Punkten halten die 64er somit Anschluss an die beiden verlustpunktfreien Teams der VTZ Saarpfalz und HF Illtal.

Bereits am kommenden Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen die Bundesligareserve der TSG Friesenheim weiter. Anpfiff ist um 18 Uhr und auch dieses Spiel findet wieder in der Ignaz-Roth-Halle statt.