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SG VB Zweibrücken/SV Ixheim gewinnt das Stadtderby mit 1:0

Zweibrücker Stadtderby : Raje rettet Rinner-Elf das Kerwefest!

Die SG VB Zweibrücken/SV Ixheim hat das Stadtderby am Samstag gegen den TSC Zweibrücken mit 1:0 für sich entschieden.

In der dritten Minute der Nachspielzeit hätte Philipp Nendza, Nachwuchsspieler vom TSC Zweibrücken, zum späten Derbyhelden seiner Mannschaft werden können. Nach einem abgeblockten TSC-Freistoß war Nendza das Leder vor die Füße gefallen. Doch sein Schuss von der Strafraumgrenze verfehlte das Tor. Kurz darauf pfiff Schiedsricher Joel Jung das Stadtderby ab und die Spieler der SG VB Zweibrücken/SV Ixheim rissen die Arme in die Luft. Sie gewannen das Lokalduell in der Landesliga, das zugleich Ixheimer „Kerwespiel“ war, vor rund 500 Zuschauern knapp aber nicht unverdient mit 1:0 (1:0)

Viele der TSC-Spieler sanken nach dem Schlusspfiff enttäuscht zu Boden. Darunter auch Cüneyt Eren. Er trauerte vor allem seiner vergebenen Chance in der fünften Minute hinterher. Nach einem weiten Einwurf von Marcel Julier hatte er das Leder an die Latte des Ixheimer Kastens geköpft. „Der Ball ist genau über einen Gegenspieler gekommen. Da habe ich ihn erst spät gesehen“, haderte Eren. „Hätten wir in der Phase einer unserer beiden Chancen genutzt, wäre es vielleicht anders gelaufen“, erinnerte TSC-Trainer Jan Weinmann an die zweite Chance von Nico Krebs nach starkem Zuspiel von Tobias Schön nur eine Minute später.

Wobei Weinmann dann auch drei gute Möglichkeiten der SG VBZ/SVI innerhalb von nur fünf Minuten registrieren musste. Glück für den TSC, dass weder Sebastian Meil, noch Luca Genova oder Peter Raje Kapital aus den Gelegenheiten schlagen konnte. Dabei musste sich TSC-Torhüter Joshua Prine ganz lang machen, um den Heber von Raje (12.) um den Pfosten zu drehen. Mit zunehmender Spieldauer erarbeitete sich die die SG ein Übergewicht. Insbesondere das zentrale Mittelfeld der Gastgeber um Waldemar Schwab und Felix Brunner trieb den Ball immer wieder Richtung TSC-Tor.

Zudem war Genova auf der rechten Außenbahn ein steter Unruheherd – und der Vorbereiter des entscheidenden Tores. Genova setzte sich in der 29. Minute auf dem Flügel durch, seine flachte Hereingabe vollendete Peter Raje aus kurzer Entfernung zum 1:0.

Danach verlief die Partie ausgeglichen. SG-Spieler Marc Brünisholz wurde nach einem starken Sololauf noch abgedrängt. Auf der anderen Seite hätte Eren noch vor der Pause ausgleichen können. Nach einem Pass von Krebs spielte er zwar den SG-Torhüter Merlin Schäfer aus. Doch Patric Kuntz wehrte Erens Schuss auf der Linie ab.

Auch nach dem Seitenwechsel verlief die Partie auf Augenhöhe. Doch zwingende Chancen ergaben sich selten. „Wir wollten den TSC locken“, erklärte SG-Trainer Jannick Rinner die defensivere Ausrichtung seiner Elf. Die Konter der Hausherren verliefen in dieser Phase oft im Sande. „Da hätten wir cooler bleiben müssen“, sagte Rinner. Er lobte aber, dass seine Elf „immer gedulig geblieben“ sei. „Wir haben das Derby verdient gewonnen“, freute sich der Trainer. Und hatte damit nicht unrecht.

Bild mit Symbolcharakter: In vielen Szenen waren die Spieler der SG VB Zweibrücken/SV Ixheim den entscheidenden Schritt schneller als die Akteure des TSC. Foto: Norbert Schwarz
Fr eude pur bei den Gastgebern, die das Ixheimer „Kerwespiel“ knapp aber nicht unverdient für sich entschieden. Foto: Norbert Schwarz

Denn der TSC hatte zwar mehr Ballbesitz, Lösungen die Defensive der SG ernsthaft in Bedrängnis zu bringen, konnten die Gäste aber nicht anbieten. Lediglich bei einem Sololauf von Eren in der 66. Minute musste SG-Torhüter Schäfer bei dem Schuss aus spitzem Winkel eingreifen. „Wir müssen das Ergebnis akzeptieren“, meinte TSC-Trainer Weinmann. Beide Mannschaften hätten ihre Chancen gehabt: „Wir haben keine genutzt – der Gegner eine“ so Weinmann trocken. Vor dem Hintergrund, dass im Derby die TSC-Leistungsträger Sebastian Schmitt (Rotsperre) und Dennis Hirt ausgefallen waren, sei die Leistung seiner jungen Mannschaft aber in Ordnung gewesen, sagte der Trainer. Hirt wird dem TSC nach seinem Nasenbeinbruch noch etwa drei Monate fehlen. Er sagte: „Da ist einiges kaputt gegangen.“