Fußball-B-Ligist SG TuS Rimschweiler/VBZ II Wirtschaftliche Gründe beim TuS entscheidend für Auflösung der SG

Rimschweiler  · Der Fußball-B-Ligist aus Rimschweiler will in der kommenden Saison mit einer eigenständigen Mannschaft an den Start gehen. Bereits am Freitag erstes Punktspiel des Jahres für die SG mit der VBZ II.

 Für die SG TuS Rimschweiler/VBZ II um Coach Ahmed El Khadem-Neuhäuser geht es bereits an diesem Freitag wieder um Punkte.

Für die SG TuS Rimschweiler/VBZ II um Coach Ahmed El Khadem-Neuhäuser geht es bereits an diesem Freitag wieder um Punkte.

Foto: maw/Martin Wittenmeier

Für den ersten der Zweibrücker Fußballclubs ist die Wintervorbereitung schon zu Ende. Bereits an diesem Freitag bestreiten die Kicker der SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken II aus der B-Klasse West ihr erstes Punktspiel des neuen Jahres. Dann ist die SG ab 19 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des FK Pirmasens auf der Husterhöhe beim Schlusslicht Pirmasenser Sportverein zu Gast. Die Schuhstädter sind unter den insgesamt 16 Mannschaften der Klasse mit erst einem Punkt und einem Torverhältnis von 17:118 Schlusslicht. Die SG hat mit 29 Zählern auf Rang fünf überwintert und fährt somit als klarer Favorit nach Pirmasens.

„Klar, es ist natürlich unser Ziel, mit einem Sieg ins neue Jahr zu starten. Wir müssen allerdings dafür diese Sache konzentriert angehen und dürfen den Gegner nicht unterschätzen“, sagt der Vorsitzende des TuS Rimschweiler, Hans-Peter Schmidt. Das weitere Saisonziel bis zum Rundenende sei ein Rang zwischen den Plätzen zwei und sechs. Dass sich der souveräne Spitzenreiter SG Weselberg-Linden mit seinen 42 Zählern noch den Titel von der Konkurrenz streitig machen lässt, hält Schmidt für wenig realistisch. Doch dahinter scheint noch alles offen – vor allem, weil das Tabellenbild aufgrund der unterschiedlichen Anzahl an Spielen der einzelnen Mannschaften noch ziemlich verzerrt ist. So hat beispielsweise der Tabellensechste SSV Höheinöd erst 13 Partien ausgetragen, der unmittelbar dahinter folgende SV Bottenbach aber bereits 17.

Ob die SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken II allerdings im Falle einer Vize-Meisterschaft an einer Aufstiegsrelegation teilnehmen dürfte, weiß Schmidt „ehrlich gesagt gar nicht“. Der Grund dafür ist die anstehende Auflösung der SG zwischen dem TuS Rimschweiler und der VB Zweibrücken zum 30. Juni dieses Jahres. „Dass es mit der SG dann nicht weitergeht, ist von uns ausgegangen. Es gibt allerdings keinerlei Streit oder böses Blut zwischen beiden Vereinen. Vielmehr ist es so, dass wirtschaftliche Gründe für diesen Schritt entscheidend sind“, betont Schmidt. So tritt der Club sonntags mit der SG bei Heimpartien, die entweder in Rimschweiler oder auf dem Rasenplatz der VB Zweibrücken stattfinden, bereits um 14 Uhr an. Und diese frühe Anstoßzeit kollidiert bei Sonntags-Spielen mit denen des 1. FC Kaiserslautern. „Unsere Anhänger wollen möglichst gerne beide Spiele sehen – und wenn gerade im Sportheim die Fernsehübertragung mit unseren Spielen kollidiert, kostet uns das bei Partien am Hornbachstaden erst recht etliche Zuschauer“, meint Schmidt. Auch Zuschauer, die live auf dem Betzenberg sind, können dann nicht mehr zur zweiten Halbzeit der SG-Spiele nachkommen. Man sei als kleiner Verein auch auf die Einnahmen nach Spielende dringend angewiesen. Und Anhänger sowohl des TuS Rimschweiler als auch des 1. FC Kaiserslautern, die live auf dem Betzenberg mitfiebern, kämen dann nicht mehr ins Sportheim nach. Schließlich seien die Heimspiele des TuS Rimschweiler sonntags ja in der Regel bereits gegen 15.45 Uhr beendet. „Von daher werden wir in der nächsten Saison nur noch eine eigenständige Mannschaft an den Start schicken, die dann bei uns in Rimschweiler um 15 Uhr ihre Heimspiele austrägt. Dann ist bei uns im Sportheim auch bei Sonntags-Heimspielen des 1. FC Kaiserslautern wieder deutlich mehr los. Hinzu kommt, dass nur noch eine gemeldete Aktivenmannschaft natürlich auch besser für den Rasenplatz ist, der keine Doppelbelastung mehr hat“, sagt der TuS-Vorsitzende.

Dass das Verhältnis zwischen den beiden beteiligten Vereinen der SG weiterhin gut ist, unterstreicht die weitere geplante Zusammenarbeit bei den Altherren sowie der Jugend. Die neue eigenständige Mannschaft im Aktivenbereich wird dann gleichberechtigt von den beiden Spielertrainern Ahmed El Khadem-Neuhäuser, der seinen Vertrag verlängert hat, sowie Christian Zech (kommt im Sommer vom Verbandsligisten SV Schwarzenbach) gecoacht. Nachdem es im Winter bei der bisherigen SG keine Zu- oder Abgänge gegeben hat, sollen im Hinblick auf die kommende eigenständige Runde des TuS Rimschweiler noch einige Neuzugänge verpflichtet werden. „Schließlich müssen wir auch bei eventuellen Ausfällen genügend Spieler zur Verfügung haben“, meint Schmidt.

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