Fußball-Landesliga Rieschweiler siegt auf dem Rumpelacker

Rieschweiler/Idar-Oberstein · Fußball-Landesligist gewinnt in Idar-Oberstein mit 2:0 und verschafft sich ein wenig Luft auf die Abstiegszone.

 Rieschweilers Simon Hauk (Mitte), der hier zum Kopfball hochsteigt, brachte seine Mannschaft in Idar-Oberstein mit 1:0 in Führung. Den zweiten Treffer beim 2:0-Erfolg bereitete er vor.

Rieschweilers Simon Hauk (Mitte), der hier zum Kopfball hochsteigt, brachte seine Mannschaft in Idar-Oberstein mit 1:0 in Führung. Den zweiten Treffer beim 2:0-Erfolg bereitete er vor.

Foto: Martin Wittenmeier

Die SG Rieschweiler hat in der Fußball-Landesliga West den zweiten ganz wichtigen Sieg in Serie gefeiert. Eine Woche nach dem 2:1-Heimerfolg gegen die SG Kirn gewann Rieschweiler am Samstag vor rund 170 Zuschauern auch beim Vorletzten FSV Blau-Weiß Idar-Oberstein mit 2:0 (1:0). Die SGR kletterte damit bis auf Rang zehn. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 13 beträgt nun drei Punkte.

„Es war ein Kampfspiel gegen einen Gegner, der nie aufgesteckt hat“, sagte Rieschweilers Trainer Björn Hüther zum Spiel gegen den FSV Idar-Oberstein, der angesichts von 16 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer keine realistische Chance mehr auf den Klassenverbleib hat. Der Erfolg sei über den Willen seiner Mannschaft zustande gekommen, lobte Hüther – denn: „Es war wirklich ein Rumpelacker – Fußballspielen war dort kaum möglich. Wir mussten den Kampf annehmen – und das haben die Jungs gemacht. Sie haben bewiesen, dass sie unbedingt in der Liga bleiben wollen.“

Rieschweiler ging nach 25 Minuten im Anschluss an eine Ecke von Eric Mayer durch einen Kopfball von Simon Hauk in Führung. Und diese Führung sei zu dem Zeitpunkt hochverdient gewesen, meinte Hüther. „Es war auf dem Platz schwer, ein geordnetes Spiel aufzuziehen. Wir haben viel mit langen Bällen arbeiten müssen. Aber wir haben richtig gut gekämpft. Idar-Oberstein hatte keine gefährlichen Aktionen vor dem Tor“, berichtete der Trainer. Dass sein Team derart überlegen war, überraschte deshalb ein wenig, weil Idar-Oberstein am Spieltag zuvor noch die Sportfreunde Bundenthal (die ihrerseits vor wenigen Wochen Rieschweiler 4:1 geschlagen hatten) mit 3:1 düpiert hatte.

In den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs hatte die SGR dann ein paar Probleme, die Partie direkt wieder an sich zu reißen. Die Hausherren hatten in dieser Phase ein wenig mehr vom Spiel, ohne dabei aber echte Gefahr auszustrahlen. Und Mitte des zweiten Durchgangs nahmen Hüthers Schützlinge das Heft des Handelns dann wieder in die Hand. In der 71. Minute beruhigte David Wagner die Nerven der mitgereisten Rieschweiler Anhänger, als er im Anschluss an eine Flanke von Hauk den Ball per Kopf zum 2:0 in die Maschen bugsierte.

Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff kam die SG gleich zur nächsten Riesenchance, aber Hauk wurde bei seinem Schussversuch im allerletzten Augenblick geblockt.

„Letztlich ging alles nur über den Kampf und den reinen Willen“, meinte Hüther. Der mit Blick auf die aktuell freundliche Tabellenkonstellation flachste: „Wenn es nach mir ginge, könnte die Saison heute beendet sein“. Noch sind allerdings acht Spieltage zu absolvieren. Und gleich am kommenden Sonntag um 15 Uhr steht der SGR die nächste wichtige Partie bevor. Dann tritt Rieschweiler beim Schlusslicht VfL Simmertal an – und könnte mit einem weiteren Sieg den nächsten Riesenschritt Richtung Klassenverbleib gehen.

Das Heimspiel des TSC Zweibrücken gegen den SV Rodenbach wurde am Mittwochabend beim Stand von 2:1 für den TSC abgebrochen, weil der Co-Trainer des SVR von einem Zweibrücker Zuschauer geschlagen worden sein soll (wir berichteten). Eine Entscheidung des Südwestdeutschen Fußballverbandes, wie mit der Partie verfahren wird, stand am Montag noch aus.

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