Fußball-Landesliga Die SG Rieschweiler verliert – und feiert!

Rieschweiler/Zweibrücken · Fußball-Landesligist schafft trotz 4:6-Niederlage im Saisonfinale in Hüffelsheim den Klassenverbleib. TSC Zweibrücken feiert zum Abschluss einen Kantersieg.

Colin Brödel (am Boden) und die SG Rieschweiler legten in Hüffelsheim zwar eine Bauchlandung hin – dank der Schützenhilfe des TuS Hackenheim konnte die SGR trotzdem den Klassenverbleib feiern.

Colin Brödel (am Boden) und die SG Rieschweiler legten in Hüffelsheim zwar eine Bauchlandung hin – dank der Schützenhilfe des TuS Hackenheim konnte die SGR trotzdem den Klassenverbleib feiern.

Foto: Martin Wittenmeier

Was für ein packendes Saisonfinale für die Landesliga-Fußballer der SG Rieschweiler! Die SGR verlor ihr letztes Saisonspiel am Sonntag bei der SG Hüffelsheim mit 4:6 (2:5) – und konnte am Ende trotzdem feiern. Weil die SG VfR Kirn/SC Kirn-Sulzbach, der größte Konkurrent der SGR im Abstiegskampf, nicht gewann, ist Rieschweiler als Fünftletzter gerettet.

Auf dem Rasenplatz in Hüffelsheim zeichnete es sich vor rund 200 Zuschauern früh ab, dass die Hüffelsheimer keine Geschenke zu verteilen hatten. Cedric Lind (siebte Minute) hatte zum frühen 1:0 für die SGH getroffen. Anschließend baute sein Mitspieler Tim Krafft die Führung aus (14.). Kelvin Guth erzielte zwar den Anschlusstreffer für die SGR (17.). Doch die Hüffelsheimer ließen nicht locker: Wiederum Krafft (22.) sowie Fabin Stelzel (24.) bauten den Vorsprung auf 4:1 aus. Fünf Tore in einem Durchgang waren den beiden Teams aber offenbar nicht genug. Rieschweiler verkürzte durch Mirko Tüllner auf 2:4 (45.), doch Hüffelsheims Stelzel stellte den alten Abstand in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs wieder her.

Damit war die Messe aber nicht gelesen. Nach der Pause kam Rieschweiler durch Simon Hauk (46.) sowie Kevin Gundt (76.) sogar bis auf 4:5 heran. Die letzte Hoffnung auf einen Punktgewinn zerstörte dann aber Hüffelsheims Fabian Kreidler (79.) durch seinen Treffer zum 6:4.

Nun mussten also die Rieschweiler Spieler und Trainer Björn Hüther ihre Aufmerksamkeit auf die Endergebnisse der unmittelbaren Konkurrenten richten. Und das erste Resultat war alles andere als gut. Die SG Eppenbrunn hatte dem Meister TuS Steinbach tatsächlich ein 2:2 (1:1) abgerungen – und damit genau wie Rieschweiler 40 Punkte auf dem Konto. Nun hing der direkte Klassenverbleib vom Resultat der Kirn-Sulzbacher beim Tabellensechsten TuS Hackenheim ab. Dort stand es bis in die fünfte Minute der Nachspielzeit 2:2. Somit stand der direkte Rieschweiler Konkurrent zu diesem Zeitpunkt bei 39 Zählern. Ein weiterer Treffer der Kirn-Sulzbacher hätte bedeutet, dass diese die Klasse halten – und Rieschweiler ein Entscheidungsspiel gegen den Abstieg gegen Eppenbrunn bestreiten muss. Doch soweit sollte es nicht kommen: Als die Kirn-Sulzbacher mit dem Mute der Verzweiflung alles nach vorne warfen, erzielte Hackenheims Lukas Elia Röder in der fünften Minute der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer – und sorgte damit sowohl bei der SG Eppenbrunn als auch bei der SG Rieschweiler für Riesenjubel.

„Wir haben heute leider zu viele Geschenke verteilt. Aber Hüffelsheim hat schon eine geile Mannschaft. Nach verschlafener erster Halbzeit sind wir noch einmal ganz nah herangekommen, aber wir konnten eine Riesenchance zum möglichen 5:5 nicht nutzen“, berichtete Rieschweilers Trainer Björn Hüther erleichtert. Er ergänzte: „Was einzig zählt: Wir sind dringeblieben. Ich denke, unser Klassenverbleib ist auch verdient.“

Von Hüffelsheim aus machte sich der Rieschweiler Tross direkt auf den Weg nach Hackenheim auf. „Das sind nur zehn Kilometer von hier – und schließlich haben wir den Hackenheimern etwas zu verdanken“, erklärte Hüther nach dem Abpfiff. Von daher wolle sein Team „in Hackenheim für etwas Umsatz sorgen“, meinte der SGR-Trainer mit einem Augenzwinkern.

TSC Zweibrücken – VfL Simmertal 7:1 (4:1). Im letzten Saisonspiel am Wattweiler Berg ging es für den TSC Zweibrücken noch darum, einerseits die hervorragende Heimbilanz mit keiner einzigen sportlichen Niederlage auf eigenem Platz zu bestätigen und andererseits Rang drei zu festigen. Beide Ziele wurden mit einem klaren Heimsieg erreicht. erreicht. Der TSC stellt mit zwölf Siegen und zwei Unentschieden die erfolgreichste Heimmannschaft der Landesliga West. Lediglich die Heimpartie gegen den SV Rodenbach, als beide Mannschaften nach einem Spielabbruch zuvor zu einem Wiederholungsspiel nicht mehr antreten wollten, trübt etwas diese beeindruckende Bilanz minimal.

Der Sieg gegen das seit längerer Zeit abgestiegene Schlusslicht VfL Simmertal stand nie infrage. Vor 150 Besuchern trafen für den TSC Quincy Henderson (20.), Maximilian Decker (24., 61.), Luca Baur (25.), Marc Arzt (38.), Erik Bischof (56.) sowie Fabian Bayer (71.). Simmertals Ehrentreffer ging auf das Konto von Dennis Keber (44.).

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