Fußball-Regionalliga SGR macht nach der Pause kurzen Prozess

Fußball-Landesliga: SG Rieschweiler schlägt VB Zweibrücken dank des kongenialen Duos Mirko Tüllner und Sven-Eric Mayer deutlich. TSC Zweibrücken gewinnt in Unterzahl in Hinterweidenthal.

Rieschweilers Doppeltorschütze Sven Eric Mayer (vorne, in Blau) attackiert den Zweibrücker Spielertrainer David Schwartz. Mayer und Mirko Tüllner waren am Sonntag die herausragenden Rieschweiler Akteure beim 5:0-Heimsieg der SGR über Schlusslicht VB Zweibrücken.

Rieschweilers Doppeltorschütze Sven Eric Mayer (vorne, in Blau) attackiert den Zweibrücker Spielertrainer David Schwartz. Mayer und Mirko Tüllner waren am Sonntag die herausragenden Rieschweiler Akteure beim 5:0-Heimsieg der SGR über Schlusslicht VB Zweibrücken.

Foto: Sabine Reiser

SG Rieschweiler – VB Zweibrücken 5:0 (1:0). Die SG Rieschweiler hat im Kreis-Derby – und Kellerduell – der Fußball-Landesliga den dritten Sieg in Serie gefeiert. Die SGR bezwang am Sonntag Schlusslicht VB Zweibrücken an der dicken Eiche am Ende glasklar mit 5:0 und kletterte auf den viertletzten Rang.

Knapp 130 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit aber noch eine über weite Strecken ausgeglichene Partie. Auch wenn Rieschweilers Sven Eric Mayer bereits nach fünf Minuten im Anschluss an einen abgeprallten Schuss von Mirko Tüllner das 1:0 erzielte. „Insgesamt war ich mit unserer Leistung in der ersten Halbzeit nicht zufrieden. Wir haben zu hektisch agiert“, meinte Rieschweilers Trainer Björn Hüther. Und VB-Spielertrainer David Schwartz sagte: „Wir haben es lange Zeit gar nicht schlecht gemacht. Wir hatten auch einige Chancen, doch uns fehlt das Spielglück.“

Auch in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs präsentierten sich die Gäste noch als ebenbürtiger Gegner. Doch ausgerechnet in eine Drangphase der VB hinein sorgte SG-Akteur Tüllner für das 2:0 (58.). „Das war unser Weckruf, das Spiel richtig in die Hand zu nehmen“, analysierte Hüther. Mayer legte aus kurzer Distanz den dritten Treffer nach (75.). Und in der Schlussphase machte Rieschweiler es dann richtig deutlich: Tüllner schoss in der 78. Minute zunächst VB-Schlussmann Tim Schönborn an. Doch der SGR-Stürmer erhielt noch eine zweite Chance. Über Umwege kam der Ball zu ihm zurück – und diesmal blieb Tüllner eiskalt und traf per Kopf zum 4:0. In der 90. Minute legte der Mann des Tages dann auch noch seinen dritten Treffer nach. Auf Vorlage von Mayer setzte Tüllner in der 90. Minute mit einem feinen Schlenzer den Schlusspunkt unter die nach dem Seitenwechsel einseitige Partie.

 „Mit unserer zweiten Halbzeit war ich ab dem 2:0 sehr zufrieden. Da haben wir schön den Ball laufen lassen und die Tore gut rausgespielt. Wir haben jetzt eine kleine Serie hingelegt und werden versuchen, auch am kommenden Sonntag beim hohen Favoriten TSC Zweibrücken gut auszusehen“, verspricht Hüther. Die Partie wird um 15 Uhr am Wattweiler Berg angepfiffen. Die VB Zweibrücken empfangen bereits am Samstag um 17 Uhr den Tabellenneunten SG Hüffelsheim. „Natürlich wird es auch in diesem Spiel nicht einfach für uns. Aber auf unserem Platz wollen wir alles geben – und den ersten Saisonsieg landen“, sagte Schwartz.

SV Hinterweidenthal – TSC Zweibrücken 1:2 (1:0). Der TSC Zweibrücken betrieb beim Auswärtsspiel in Hinterweidenthal im Hinblick auf das Kreis-Derby am Sonntag um 15 Uhr gegen die SG Rieschweiler Werbung in eigener Sache – allerdings erst in der zweiten Halbzeit. Vor rund 150 Zuschauern warfen sich die Gastgeber vor der Pause vehement in jeden Zweikampf und gingen nach 13 Minuten durch Marius Schweitzer sogar in Führung. Dem Tor vorausgegangen war ein langer Schlag aus der eigenen Defensive. Schweitzer war dann aus elf Metern erfolgreich.

Zur Pause schien TSC-Trainer Florian Opitz aber die richtigen Worte gefunden zu haben. Ab diesem Zeitpunkt traten die Gäste deutlich zweikampfstärker auf und entwickelten ein spielerisches Übergewicht. Im Anschluss an einen Freistoß traf Jonas Marschall aus acht Metern zum wichtigen 1:1 (69.). Und in der 84. Minute verwandelte Dennis Hirt einen an Max Decker verursachten Strafstoß. Der Siegtreffer gelang den Zweibrückern sogar in Unterzahl. Denn kurz zuvor hatte sich Sebastian Schmitt eine Gelb-Rote Karte eingehandelt (80.). In der Schlussphase warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorne, aber zehn Zweibrücker verteidigten den neunten Saisonsieg mit „großer Willensstärke“, lobte Trainer Opitz. Seine Mannschaft ist nun Tabellensechster. Jetzt freut sich Opitz auf das Spiel gegen Rieschweiler: „Bei der SGR herrscht eine gewisse Euphorie. Björn Hüther hat sie in der Vorbereitung richtig fit gemacht. Wir müssen voll konzentriert an die Sache herangehen, sonst könnte es eine unliebsame Überraschung für uns geben“, warnt der TSC-Trainer.

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