1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Selbstkritik beim FC Homburg nach Auftaktniederlage gegen Alzenau

FC Homburg : FCH-Fans nach Fehlstart bitter enttäuscht

Beim FC Homburg herrschen nach der Niederlage zum Regionalliga-Auftakt gegen Alzenau Katerstimmung und Selbstkritik. Kommt die Wiedergutmachung am Samstag gegen Gießen?

In den sozialen Medien wurde unter den Fans des FC Homburg nach der 1:2-Heimniederlage zum Ligaauftakt gegen den Aufsteiger FC Bayern Alzenau heftig diskutiert. Von einer „bitteren Enttäuschung“ bis hin zu einer „unglaublich schlechten Leistung“ war dort die Rede. Die zarte Euphorie, die nach den starken Auftritten der Grün-Weißen in der Vorbereitung – unter anderem bezwang der FCH Drittligist 1. FC Kaiserslautern und Rot Weiss Essen – herrschte, ist plötzlich wie weggeblasen.

Dabei hatten sowohl Trainer Jürgen Luginger als auch die Spieler noch vor dem ersten Spiel in der Regionalliga Südwest gewarnt: „Testspiele zählen nicht. Der Ligaalltag ist etwas ganz anderes.“

Doch diese Erkennnis spiegelte sich nicht in der Leistung auf dem Platz wider. Der FC Homburg fand am vergangenen Samstag nie zu seinem Spiel. In der Defensive ließ die Viererkette um Jan Eichmann, Kevin Maek, Tim Stegerer und Maurcie Neubauer zu viele gute Möglichkeiten der Gäste zu. Aus dem Mittelfeld kamen zu wenige Impulse für die Offensive, auch schon in Halbzeit eins, als die Grün-Weißen zunächst kaum zu Chancen kamen. Der einzige gut und flüssig vorgetragene Angriff des FCH führte durch Thomas Steinherr zum 1:0. Im Laufe der ersten Halbzeit kam Homburg zwar dann doch noch zu einigen guten Eimschussgelegenheiten, diese wurden aber mitunter kläglich vergeben.

Und es kam schlimmer. Denn in Halbzeit zwei lief bei den Grün-Weißen überhaupt nichts mehr zusammen. Die Gäste glichen in der 74. Minute durch Robert Schick aus. Zwei Minuten später sah Homburgs Kevin Maek nach einer Notbremse gegen Serkan Firat die Rote Karte.

In Unterzahl ergaben sich plötzlich wieder Chancen für den FCH, doch die größte vergab Marcel Carl in der 83. Minute, bevor der Alzenauer Dren Hodja den Homburgern mit einem Treffer in der Nachspielzeit den Todesstoß versetzte. Danach herrschte beim FCH Selbstkritik. „Das war gar nichts“, haderte Kapitän Christian Telch. „Einfach schlecht von uns“, meinte auch Torschütze Steinherr.

 Am Samstag, beim Aufsteiger FC Gießen ist der FCH auf Wiedergutmachung aus. Doch Luginger muss sein Team verändern, denn Maek wird aufgrund seiner Roten Karte fehlen. Ob der zuletzt verletzte Neuzugang Stefano Maier für Maek auflaufen kann, ist noch offen. Auch hinter dem Einsatz von Steinherr, der gegen Alzenau wegen einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden musste, gibt es ein Fragezeichen. „Die Schmerzen waren so groß, dass ich raus musste“ , so der offensive Außenspieler.

Ein Sieg beim FC Gießen, der in seinem Auftaktspiel mit 1:7 bei der SV Elversberg unterging, ist im Grunde Pflicht – angesichts der Leistung gegen Alzenau aber keineswegs selbstverständlich. Trainer Luginger fordert: „Jeder Spieler muss an seine Grenze gehen.“ Das war beim Saisonauftakt – mit Ausnahme von Torhüter David Salfeld – aber bei keinem einzigen Homburger der Fall.