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Speedskater Dirk Breder: Seit 40 Jahren auf den schnellen Rollen

Speedskater Dirk Breder : Seit 40 Jahren auf den schnellen Rollen

1994 ist der Homburger Speedskater Dirk Breder in Spanien Europameister geworden. Seitdem hat er fleißig weitere Titel gesammelt.

Seit 40 Jahren skatet der Homburger Dirk Breder auf den schnellen Inlinern oder Skates auf Kurzstrecken um ein Speedskating­oval oder auf den Lang- und Marathondistanzen bis zu 42 Kilometer. Zu Recht kann man sagen: Der heute 43-jährige Kfz-Meister in einem Homburger Unternehmen ist mit „Leib und Seele“ im Speedskating erfolgreich unterwegs.

Seinen größten Erfolg feierte der Läufer des ERC Homburg 1994 bei den Europameisterschaften im spanischen Pamplona. Über 500 Meter wurde der damals 21-jährige Speedskater aus Homburg Europameister. Im französischen Bordeaux wurde Breder im gleichen Jahr WM-Dritter über die 1500 Meter. Überhaupt hamsterte Breder Medaillen ohne Ende bei Europameisterschaften (24 Podestplätze) und bei Deutschen Meisterschaften. Von der Jugend bis bei den Aktiven holte er allein 44 Deutsche Meisterschaften über die 500 Meter bis zum Marathon.

Auf Rollschuhe und später Speedskater kam Dirk Breder schon sehr früh im Alter von nur drei Jahren. „Meine Eltern waren beide als Rollkunstläufer beim ERC Homburg aktiv“, berichtet er. Rollkunstläufer wollte Breder aber nicht werden. Ihn habe das Tempo auf den Rollen unter den Füßen viel mehr interessiert, und schnell entdeckte er die Liebe zum Speedskating. Die Erfolge sollten nicht ausbleiben, und Dirk Breder war in seiner Jugend- und Aktivenzeit der Vorzeige-Speedskater in Deutschland. 2004 absolvierte Dirk Breder mit dem Berlin-Marathon erst einmal seinen letzten Wettkampf. „Freizeitmäßig war ich zwar noch weiter dabei, aber an Wettkämpfe dachte ich vorerst nicht mehr.“

Als sein Heimatverein ERC Homburg 2013 die Süddeutschen Speedskating-Meisterschaften auf dem schnellen Oval ausrichten durfte, juckte es Breder dann aber doch wieder in den Beinen: „Es hatte schon etwas, für meinen Verein auf der Hausbahn hier wieder mitzumachen.“ Gesagt, getan. Training und Wettkampf passten. Breder wurde bei der Seniorenklasse Master 40 über 500, 1000 und 1500 Meter Süddeutscher Meister. Damit sich das Vorbereitungstraining auch lohnte, machte Dirk Breder 2013 auch bei den Deutschen Meisterschaften bei der Klasse Master 40 (über 40 Jahre) mit und wurde auf Anhieb auch hier Deutscher Meister über die 500 Meter, 1000 Meter und 1500 Meter. Wettkampfmäßig war dann aber erst einmal wieder Schluss.

Doch nicht dauerhaft. Breder: „Als ich hörte, dass der ERC Homburg 2017 wieder die Süddeutschen Meisterschaften ausrichten durfte, war ich wieder dabei.“ Wieder wurde Breder Süddeutscher und kürzlich in Leipzig auch Deutscher Meister über diese Distanzen. „Es macht einfach immer wieder Spaß.“ Und schon einmal gut in Form, will der 43-jährige Speedskater noch weitere Wettkämpfe in diesem Jahr absolvieren. Im September ist für den dreifachen Familienvater etwa der Berlin-Marathon angesagt.

Einige Zeiten hat sich Breder schon vorgegeben. In Berlin will er eine Zeit von unter 1:10 Stunden erreichen. Um noch in diesem Alter solch gute Zeiten zu skaten, ist viel Training angesagt. „Klar, auf den schnellen Rollen bin ich am liebsten unterwegs“, so Dirk Breder. Aber auch Radfahren mit bis zu 60 Kilometern bei einer Einheit oder auch Laufen über zehn bis 15 Kilometer stünden auf dem Programm. Mit seinen Speedskatern überbrückt er Distanzen bis zu 40 Kilometer bei einer Trainingseinheit. „So gut sechs bis acht Stunden Training pro Woche sind schon angesagt.“