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Schwimm-Stadtmeisterschaft: Hugo Schmidt, Frank Schmidt, Michael Raje, WSF Zweibrücken

Schwimm-Stadtmeisterschaft : Mit vier Jahren schon Stadtmeister im Schwimmen

Hugo Schmidt siegt bei seinem Debüt, Papa Frank muss sich WSF-Talent Michael Raje geschlagen geben.

Michael Raje stand in diesem Jahr bereits häufig ganz oben auf dem Treppchen. So verwunderte es nicht, dass das gerade einmal 13 Jahre alte Nachwuchstalent der Wassersportfreunde (WSF) Zweibrücken auch bei den von den WSF im Badeparadies ausgerichteten Schwimm-Stadtmeisterschaften eifrigster Titelsammler gewesen ist. Mit gleich vier Siegen, bei vier Starts, avancierte Raje zum erfolgreichsten Schwimmer dieser traditionellen Veranstaltung.

„Ich kann nur eine positive Gesamtbilanz ziehen. Mit etwas mehr als 60 Teilnehmern erfüllten sich unsere Hoffnungen, was das Starterfeld anging“, zieht WSF-Fachwartin Melissa Schappe Bilanz. Allen Teilnehmern habe es viel Spaß gemacht. „Schulen und andere Wassersportvereine, wie etwa die Wasserwacht Zweibrücken haben Teilnehmer zu diesen offenen Stadtmeisterschaften entsendet. Die Schwimmsportler gingen mit großem Eifer und respektablen Leistungen an den Start – und für die Zukunft muss uns auch nicht bange sein“, freute sich Schappe über die Resonanz.

Die Eltern, Großeltern und Bekannten, die gerade mit den Jüngsten ins Badeparadies kamen, bildeten bei den Einzelrennen stets eine lautstarke Kulisse. „Sowas gehört dazu, ist Stimulans für alle Teilnehmer und kann durchaus für Siege mitentscheidend sein“, erklärt die Fachwartin, die diese Beckenrand-Atmosphäre bei dieser Meisterschaft ganz toll fand.

Einer, der selbst viele Jahre an der Vereinsspitze bei den Wassersportfreunden zu finden war, moderierte die Meisterschaftsveranstaltung. Thomas Wolf fand es lobenswert, dass Schulen Teilnehmer zu diesen Stadtmeisterschaften entsenden und fände es noch prickelnder, wenn dieses Angebot noch verstärkter angenommen würde. „Die Erfolge der Zweibrücker Wassersportler können sich schließlich sehen lassen, wir sind ja bundesweit – zumindest was die Anfangs- und Aufbauarbeit angeht – kein unbeschriebenes Blatt“, erklär Wolf.

Apropos Nachwuchs. Dort fällt der Apfel bekanntlich nicht weit vom Stamm. Frank Schmidt, der sich mit seinen 34 Jahren auch immer noch gerne mit der Konkurrenz misst, freut sich riesig, dass der vierjährige Sohn Hugo die väterlichen Schwimm-Gene wohl mit in die Wiege gelegt bekam. Während sich Papa Frank in seiner Paradedisziplin 50 Meter Brust hauchdünn um einen Handschlag Michael Raje geschlagen geben musste, schlug der Sohnemann als Erster an. Knirps Hugo war mit seinen vier Lenze der jüngste Teilnehmer der Stadtmeisterschaft überhaupt und sicherte sich auf der 25-Meter-Bahn im Freistil in 1:11,30 Minuten gleich den Stadtmeistertitel. Der große Applaus bei der Siegerehrung wird vielleicht für nachfolgende Rennen als zusätzliche Motivation im Gedächtnis bleiben.

Als jährliche Motivation betrachtet auch Helmut Vogel als Starter für die Wasserwacht Zweibrücken diese offene Stadtmeisterschaft und sorgt dafür, dass sein Name regelmäßig als Titelträger in der entsprechenden Altersklasse eingetragen wird. Helmut Vogel ist 76 Jahre alt.

Die Titel wurden in den vier Disziplinen Brust, Schmetterling, Rücken und Freistil über 50 Meter vergeben, dazu über die 100 Meter Lagen. Allein bei den Jüngsten, ab dem Jahrgang 2009 und jünger, erfolgte die Zeitnahme nach 25 Metern.